Intel-Optane- und -3D-NAND-SSDs Optane mit mehr Speed und NAND mit mehr Layern

Autor: Klaus Länger

Intel bringt in diesem Jahr eine neue Optane-Generation mit höherer Performance und PCI-Express-4.0-Interface. Zudem kommen eine Reihe von Server-und-Client-SSDs mit 144-Layer-3D-NAND, bei der M.2-SSD Optane H20 kombiniert mit Optane-Cache.

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Die Zukunft bei Speichermedien ist bei Intel hauptsächlich Optane. Für Client-Rechner kommt das M.2-Modul H20 mit Optane-Speicher und QLC-NAND, für das Datacenter die PCIe-4.0-SSD Optane P5800X.
Die Zukunft bei Speichermedien ist bei Intel hauptsächlich Optane. Für Client-Rechner kommt das M.2-Modul H20 mit Optane-Speicher und QLC-NAND, für das Datacenter die PCIe-4.0-SSD Optane P5800X.
(Bild: Intel)

Mit der Optane-SSD P5800X bringt Intel die derzeit schnellste Datacenter-SSD im U.2-Formfaktor auf den Markt. Die mit Optane-Speicher einer neuen Generation bestückte und mit einem PCI-Express-4.0-Interface ausgestattete SSD soll beim sequenziellen Lesen bis zu 7,2 Gigabyte pro Sekunde (GB/s) und beim sequenziellen Schreiben bis zu 6,2 GB/s schaffen. Für Random-4K-Zugriffe gibt der Hersteller jeweils 1,5 Millionen IOPS an. Gegenüber dem Vorgängermodell P4800X soll sich damit die Leistung bei wahlfreien Zugriffen verdreifacht haben. Gleichzeitig ist die Ausdauer laut Intel um 67 Prozent gestiegen.

Die mit Kapazitäten zwischen 400 Gigabyte und 3,2 Terabyte verfügbare Optane-SSD soll im Datacenter vor allem als Performance-Tier in Kombination mit langsameren, aber dafür deutlich günstigeren NAND-SSDs zum Einsatz kommen. Angaben zur allgemeinen Verfügbarkeit der Optane-SSD P5800X und ihrem Preis gibt es noch nicht.

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QLC-NAND für Client und Datacenter

Aus dem Geschäft mit herkömmlichen NAND-SSDs will sich Intel mittelfristig zurückziehen. Bis 2025 soll der Verkauf der Fertigungsanlagen und der Entwicklung an SK Hynix abgeschlossen sein. Einstweilen bringt Intel aber noch neue NAND-SSDs auf den Markt und arbeitet weiter an der Kapazitätssteigerung durch 3D-NAND mit mehr Schichten.

In diesem Jahr kommen von Intel die ersten 3D-QLC-NAND-Chips mit 144 statt wie bisher 96 Layern. Für PCs und Notebooks hat Intel die M.2-NVMe-SSDs H20 und 670p angekündigt, beide mit PCIe-3.0-Interface. Die 670p-SSD ist eine herkömmliche Mainstream-SSD mit bis zu zwei TB Speicherplatz, einem neuen Controller und einem verbessertem dynamischen SLC-Cache. Bei der H20 sitzt auf dem M.2-2280-Riegel zusätzlich zu 512 GB oder einem TB NAND-Flash noch ein 32 GB großer Optane-Chip als Cache. Die 670p-SSD soll noch in diesem Quartal auf den Markt kommen, die H20 im zweiten Quartal 2020.

Für Server oder Storage-Appliances bereits verfügbar ist die U.2-SSD D7-P5510 mit 144-Layer-TLC-NAND-Flash, PCIe 4.0 und bis zu 7,68 TB Speicherplatz. Durch die schnellere Schnittstelle soll die SSD bis zu 930K IOPS beim Random-4K-Lesen und 190K IOPS beim Schreiben leisten. Laut Intel ist sie damit mehr als 40 Prozent leistungsfähiger als die P4510.

Später kommt noch die ebenfalls mit PCI-Express-4.0 ausgestattete D5-5316 mit QLC-Flash hinzu, die Intel als schnellere Alternative zu HDDs sieht. Die D5-5316 kommt nicht nur im U.2-Format, sondern auch als E1.L-Riegel mit bis zu 30,72 TB Kapazität. Damit sind bis zu einem PB auf einer Höheneinheit möglich.

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