Mehrstufige Architektur aus einer Hand

OSI Food Solutions vertraut beim Backup auf Quantum

| Redakteur: Tina Billo

Um die täglich erstellten Vollbackups aller Standorte für einen Notfall redundant vorzuhalten, finden paralle Replikationsprozesse zwischen den einzelnen Lokationen statt.
Um die täglich erstellten Vollbackups aller Standorte für einen Notfall redundant vorzuhalten, finden paralle Replikationsprozesse zwischen den einzelnen Lokationen statt. (Bild: Quantum)

Um dem standortübergreifenden enormen Datenwachstum zu begegnen, entschied sich der international tätige Nahrungsmittelproduzent OSI Group für eine neue Backup-Infrastruktur. Zu den Anforderungen zählte, dass die neue Lösung für einen reibungslosen Produktionsprozess sorgt und die bestehende virtuelle Infrastruktur nutzt.

20.000 Mitarbeiter sind an über 50 Produktionsstandorten in 18 Ländern für die OSI Group tätig. Damit gehört das Unternehmen zu den größten Nahrungsmittelproduzenten weltweit. Neben McDonalds stehen viele weitere bekannte Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie, Großgastronomie und dem Handel auf der Kundenliste.

Die kontinuierlich ansteigende Datenmengen entwickelten sich für die OSI Group im Jahr 2009 zu einem ernsthaften Problem, denn sie drohten, den Produktionsprozess zu beeinträchtigen. Einerseits reichten die Kapazitäten des vorhandenen Backup-to-Tape am Hauptstandort Günzburg sowie in den Niederlassungen in Denzingen, Duisburg, Bad Iburg und Neuss nicht mehr aus. Andererseits geriet das für Backup-Läufe angesetzte Zeitfenster immer größer.

"Das langsame Backup verursachte zum Teil Verzögerungen in täglichen Geschäftsprozessen", so Christian Müller, Senior IT Specialist bei der OSI Food Solutions Germany GmbH. Parallel stieg der Aufwand für das Handling der Bänder. Immer häufiger stattfindende Wechsel erhöhten nicht nur den Aufwand, sondern schlimmer: die Fehlerquote nahm zu.

DXi Disk-Appliances ersetzten Tape Libraries

Um diesen Herausforderungen begegnen zu können, führte die OSI Group DXi Disk-Appliances von Quantum ein. Diese lösten die am Hauptstandort in Günzburg und in Denzingen, der größten Niederlassung, eingesetzten alten Tape-Libraries ab.

Die lokalen Backups wurden auf die Appliances geschrieben und durch Replikation konnte sichergestellt werden, dass die Daten an mehreren Standorten gleichzeitig gesichert wurden und so im Krisenfall jederzeit verfügbar waren.

Das Backup-Fenster reduzierte sich um die Hälfte, sodass sich die Backup- und Produktionszeiten nicht mehr gegenseitig behinderten. Zudem wurde der tägliche Einsatz von Bändern an diesen Standorten abgeschafft.

Kapazitätsknappheit fordert neue Speichersysteme

Fünf Jahre lang genügte die Infrastruktur den Anforderungen, ebenso funktionierten die neuen Prozesse reibungslos. Doch 2014 hatte sich durch den Einsatz neuer Datenbanken, den neuen Standort in Kazatin in der Ukraine sowie die Virtualisierung von über 90 Prozent der Server die Datenmenge erneut mehr als verdoppelt. Das wiederum brachte die aktuelle Sicherungsinfrastruktur an kapazitive Grenzen.

"Auch wenn sich VMs besonders gut deduplizieren lassen, nehmen sie nicht wenig Platz auf den Backup-Systemen ein", erklärt Müller. "Kurz gesagt ging uns wieder der Speicherplatz aus und wir gerieten erneut in Zeitnot."

OSI Group setzt auf Bewährtes

Das IT-Team war von der DXi-Serie stets überzeugt. Müller nahm kurzerhand Kontakt zu Quantum und Florestan auf, einem offiziellen Quantum Silber Partner. Mit Hilfe der beiden Unternehmen wurde eine Strategie für die Aktualisierung und Erweiterung der Infrastruktur entwickelt.

Die DXi Deduplizierungs-Appliance am Hauptstandort wurde durch ein neues skalierbares Modell mit mehr Speicherplatz von Quantum ersetzt: die DXi6700. Neben dem Standort Denzingen wurden auch am neuen ukrainischen Standort Kazatin und in Bad Iburg, Duisburg und Salzburg DXi-Appliances installiert. 2015 kamen auch in Großbritannien in Scunthorpe zwei DXis hinzu, die untereinander replizieren.

Automatische Backup- und Replikationsprozesse

"Aufgrund der vielen Standorte stellt nicht nur die Backup-Kapazität einen Knackpunkt in der Datensicherungsstrategie von OSI dar, auch der komplexe Replikationsprozess musste erst entwickelt werden", erklärt Müller.

Der Hauptstandort Günzburg führt nun aufgrund der großen Datenmenge (momentan sechs Terabyte) nur am Wochenende ein Vollbackup durch. Unter der Woche wird inkrementell gesichert. An allen weiteren Standorten finden tägliche Vollbackups statt. So ist jederzeit ein vollständiger Restore möglich. Müller hat zwischen den verschiedenen Standorten parallele Replikationsprozesse aufgesetzt, um die täglichen Vollbackups aller Standorte für einen Notfall redundant vorzuhalten.

Einen großen Vorteil sieht Müller in der Möglichkeit der zeitlich gesteuerten Bandbreiteneinschränkung der DXi-Appliances. Über diesen Weg kann die Replikation an die Auslastung der WAN-Leitungen angepasst und eine Überlastung vermieden werden.

An den Standorten Duisburg und Denzingen sind noch Tape Libraries im Einsatz. Sie dienen als zusätzliche Absicherung für den Notfall und bieten den Vorteil, alte Bänder noch lesen zu können. Da der Standort Salzburg noch nicht in den Replikationsprozess eingebunden ist, dienen Bandbibliotheken der langfristigen Datenspeicherung.

"Wir sind sehr zufrieden mit den erzielten Ergebnissen. Dank der Quantum Deduplizierungs-Appliances laufen sowohl das Backup als auch die Replikation vollkommen automatisch ab", so Müller.

Deduplizierung zeigt Wirkung

Neben der Automatisierung der Backup- und Replikationsprozesse ermöglichte der Wechsel auf die neuen Systeme erneut Einsparungen zu erzielen. Dies war schon 2009 der Fall gewesen, hier ließ sich dank Deduplizierung das Backup-Volumen um bis zu 85 Prozent über alle Standorte hinweg reduzieren.

Einen besonderen Stellenwert nimmt Denzingen mit einer Deduplizierungsrate von 155:1 ein. Dieser hohe Wert lässt sich unter anderem mit der Übertragung der gesamten Datenmenge von Günzburg nach Denzingen durch den Replikationsprozess sowie mit der globalen Deduplizierung durch die Quantum-Technologie erklären, die die Speicherung derselben Daten auf mehr als einem Knoten verhindert.

Auch bezüglich der Restore-Zeiten zeigt sich Müller zufrieden: "Wir mussten bereits mehrere Restores durchführen – verglichen mit unseren alten Systemen lassen sich einzelne Dateien deutlich schneller wiederherstellen. Und durch die neuen Deduplizierungs- Appliances reduziert sich auch die Fehlerquote im Vergleich zu Tape Libraries, da keine Bänder mehr gewechselt werden müssen. Das ist eine enorme Erleichterung."

Virtuelle Deduplizierungs-Appliance für VMware-Umgebung

Da OSI einen Großteil der Server bereits virtualisiert hat, bot sich der Einsatz der virtuellen Deduplizierungs-Appliance DXi V1000 in Bad Iburg an. Die DXi V1000 nutzt VMware, um eine virtuelle DXi Disk-Backup-Appliance zu erstellen, die von der Backup-Software als eine separate physische Appliance wahrgenommen wird. Genau wie bei einer physischen Appliance werden lokale Backups gesichert und auf andere DXi-Systeme repliziert – allerdings entfällt die Implementierung einer physischen Appliance.

"Die DXi V1000 stellt die perfekte Lösung für unsere kleinere Niederlassung in Bad Iburg dar. Sie verfügt über eine sehr gute Deduplizierungsrate sowohl für virtuelle als auch für physische Server, ist bezahlbar und eignet sich speziell für dezentrale Standorte."

Nächste Schritte sind bereits in Planung

Die OSI-Gruppe verfügt nun über ein ausgefeiltes Backup- und Disaster-Recovery-Konzept: Die Tape Drives in den kleineren Niederlassungen wurden durch Deduplizierungs-Appliances ersetzt. Diese können die Backup-Daten automatisch über ein definiertes Regelwerk zwischen den Standorten replizieren, das verringert den Administrationsaufwand erheblich. Weiterhin profitiert OSI von schnellen Backup-Prozessen sowie zügigen Restores.

Schon jetzt plant die OSI Gruppe gemeinsam mit Florestan die nächsten Schritte: die Inbetriebname einer neuen DXi-Appliance in Enns, die Einbindung des Standortes Salzburg in den Replikationsprozess und die Umstellung der Backup Software auf Backup Exec 2015 in ganz Europa.

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