Version h4.5.2 veröffentlicht Qnap aktualisiert NAS-Betriebssystem QuTS hero

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

Der NAS-Spezialist Qnap hat sein ZFS-basiertes NAS-Betriebssystem QuTS hero auf Version h4.5.2 aktualisiert. Das Update bringt zahlreiche Verbesserungen und Erweiterungen, darunter etwa Unterstützung von SnapSync in Echtzeit.

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Qnap bringt sein NAS-Betriebssystem QuTS hero auf den neuesten Stand.
Qnap bringt sein NAS-Betriebssystem QuTS hero auf den neuesten Stand.
(Bild: Screenshot / Qnap)

QuTS hero basiert auf dem 128-Bit-Copy-on-Write-Dateisystem ZFS. Das Betriebssystem stellt die Datenintegrität in den Vordergrund und bietet unter anderem Selbstheilungsfähigkeiten. Laut Qnap ist es damit vor allem für die Speicherung von Unternehmensdaten geeignet, die einen „proaktiven“ Datenschutz erfordern.

QuTS hero unterstützt nahezu unbegrenzte Snapshots. Durch die Copy-on-Write-Technik werden sie schnellstmöglich erstellt, ohne dabei laufende Datenschreibprozesse zu beeinträchtigen. Dank der Unterstützung des blockbasierten SnapSync stellt das Betriebssystem zudem sicher, dass primäre und sekundäre NAS-Systeme immer auf dem gleichen Datenstand sind. Auf diese Weise sind Notfallwiederherstellungen mit minimalem RPO („Recovery Point Objective“) und ohne Datenverlust möglich.

Gleichzeitige SSD-Ausfälle vermeiden

Die Wiederherstellung von Daten auf defekten SSDs ist schwierig. Qnap hat deshalb den QSAL-Algorithmus implementiert. Er überprüft kontinuierlich die Lebensdauer und Haltbarkeit eines SSD-RAIDs. Erreicht diese die letzten 50 Prozent, verteilt QSAL dynamisch den Overprovisioning-Speicherplatz. So ist sichergestellt, dass jede SSD vor dem Ende ihrer Lebensdauer genug Zeit zur Wiederherstellung hat. Laut Qnap verhindert dieses Verfahren den gleichzeitigen Ausfall mehrerer SSDs und erhöht Systemzuverlässigkeit sowie Datensicherheit.

Weitere Funktionen von QuTS hero sind unter anderem Caches und ZFS Intent Log (ZIL) für synchrone Transaktionen mit Stromausfallschutz sowie Unterstützung von bis zu einem Petabyte Kapazität für einzelne Freigabeordner. Das Betriebssystem unterstützt Standard-RAID-Levels und RAID Z nativ. Es bietet eine flexible Speicherpool-Architektur und sorgt mittels RAID Triple Parity und Triple Mirror für Datensicherheit. Blockbasierte Inline-Deduplizierung, Komprimierung und Verdichtung sorgen für reduzierte Dateigrößen. WORM-Auto-Committing wird ebenso unterstützt wie AES-NI-Hardware-Beschleunigung. Per App Center lassen sich weitere Funktionen hinzufügen, wie beispielsweise das Hosting virtueller Maschinen oder Container.

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