Eine neue Version der Scale-Anywhere-Lösung von Qumulo verbindet Rechenzentren und Public Clouds, nun auch die von Microsoft. Sie bietet mit Q-GNS ganz neu eine einheitliche Datenebene für alle unstrukturierten Daten „vom Edge über den Core bis zur Cloud“. Fabrice Gourlay, VP Sales EMEA, macht gegenüber Storage-Insider zudem das Preis-Leistungs-Verhältnis als großen Unterschied zu den Wettbewerbern aus.
Die Scale-Anywhere-Plattform besteht aus vier Komponenten, wobei der Global Namespace Q-GNS eine einheitliche Datenebene für alle unstrukturierten Daten schaffen soll.
Sie erlaubt die Skalierung sowohl in Rechenzentren als auch in öffentlichen Clouds sowie die Verbindung der beiden Umgebungen. Die Services – Snapshotting, Kontingentverwaltung, Datenverschiebung, Integration in Netzwerke und Active Directorys – sind in jedem Fall identisch. Das ist eigentlich nicht unbedingt neu; zu ähnlichen, aber konkurrierenden Ansätzen zählen etwa Nutanix Unified Storage, Dell PowerScale, Cohesity SmartFiles oder NetApp StorageGrid/Unified Data Storage.
Doch Fabrice Gourlay, seit September 2022 Vice President of Sales für den EMEA-Raum und an der Pariser École de Management Léonard de Vinci (EMLV) Dozent für Data Management mit Schwerpunkt auf Digital Twins, macht im Gespräch mit Storage-Insider ein revolutionäres Potential aus und bestätigt die früher im Jahr von CTO Kiran Bhageshpur formulierten Pläne: „Unsere eigentliche Vision ist es, überall, auf jeder Plattform und in großem Umfang zu arbeiten. Und wir wollen es einfach machen. Wir wollen sicherstellen, dass Sie an allen Ihren Standorten die beste Leistung und den besten Kostenpunkt haben. Außerdem wollen wir die Verwaltung auf eine einzige Schnittstelle reduzieren, die alle Daten mit einem Namensraum verwaltet, um sie alle zusammenzuführen. Das ist unser Leitstern.“
Eine globale Datenebene als Revolution
Was aber macht nun das neue Scale Anywhere so revolutionär? Nun, die neueste Version der Scale-Anywhere-Plattform besteht laut Gourlay aus vier Komponenten:
1. Allen voran der brandneue Global Namespace (Q-GNS), eine einheitliche Datenebene für die gesamten unstrukturierten Daten eines Unternehmens „vom Edge über den Core bis zur Cloud“. Es stellt die Services von Qumulo wie Multi-Protokoll-Zugriff, Sicherheitsintegrationen, Snapshots, Quotas, Replikationen und so weiter über geografisch verteilte Systeme hinweg bereit. Das sei vor allem für international tätige Anwender wie beispielsweise Bosch eine enorme Erleichterung, weil alle Mitarbeiter, egal wo sie sich gerade befinden, auf dieselben Daten zugreifen können. „Damit lösen wir endlich und endgültig die immer noch bestehenden Silos in Unternehmen auf. Und ja: Q-GNS verwirklicht unseren Anspruch, die Komplexität des Distributed-File-Systems radikal zu verringern“, so Gourlay. „Ein vergleichbares Produkt hat kein Wettbewerber in seinem Portfolio.“
2. Die Nutzung sowohl einer öffentlichen Cloud als auch von Standard-Hardware. Die Liste der unterstützten Hardware gibt es hier.
4. Das neue, gemeinsam mit Microsoft entwickelte Azure Native Qumulo (ANQ). Bislang hat die Speicherplattform Qumulo Core im EMEA-Raum lediglich die HyperscalerAWS und Google Cloud unterstützt. ANQ bietet Services wie Quotas, Snapshots, Multiprotokoll-Zugriff, Integration von Unternehmenssicherheit und Echtzeit-Datenanalyse.
Fabrice Gourlay, Vice President of Sales EMEA, Qumulo, im Gespräch mit Storage-Insider.
(Bild: Müller)
Zudem könnten 99 Prozent der E/A-Vorgänge nun aus dem Cache bedient werden, was die Workloads vor unvorhersehbaren Latenzen im Cloud-Objektspeicher schütze. Kunden seien darüber hinaus in nur 12 Minuten startklar und könnten die Speichermenge auf jeder Ebene dynamisch skalieren. ANQ biete zudem die von Azure garantierte Haltbarkeit für Speicherressourcen von mindestens 99,9999999999% (12 Neuner).
Konkurrenzlose Kosten
Für Gourlay sind es neben Q-GNS die Preise für Nutzung der Dateispeicherdienste von ANQ, die den entscheidenden Unterschied zu den eingangs erwähnten Konkurrenzprodukten machen. Sie fallen laut dem erfahrenen Manager um 80 Prozent günstiger aus. Bezahlt werde nach dem Pay-as-you-go-Modell, was etwa auch eine faire Bezahlung bei der Handhabung gelegentlich auftretender Peaks ermögliche. Pro TB und Monat würden 30 US-Dollar fällig (für 1 PB und mehr). Bei einer Basisverpflichtung von 100 TB beginnen die Preise bei 37 US-Dollar pro TB und Monat, die Gebühren pro TB steigen mit wachsendem Datenvolumen. „Das kann kein anderer leisten“, so Gourlay.
Grundsätzlich unterstützt Qumulo an Datenzugriffsprotokollen SMB v2, SMB v3, NFS v3, NFS v4.1, S3 und FTP. Das Berechtigungsmodell von Qumulo kombiniert POSIX, Windows/NFSv4.1 ACLs und S3-Zugriffsebenen, so dass auf Daten über mehrere Protokolle gleichzeitig zugegriffen werden kann. Qumulo offeriert automatische 256-Bit-AES-Verschlüsselung aller Daten im Ruhezustand und optionale Verschlüsselung bei der Übertragung für SMB- und NFSv4.1-Clients.
Die Limits seien bei 18 Exabyte an adressierbarer Speicherkapazität erreicht. Sowohl das Dateisystem als auch die Verzeichnisstruktur verwenden Adressräume, die bis zu 2 hoch 64 Einträge umfassen können. In der Praxis könne ein einzelner Qumulo-Cluster vor Ort derzeit auf bis zu 265 einzelne Knoten skaliert werden. Er unterstütze 18 Quintillionen Dateien pro System, 4,3 Milliarden Dateien pro Verzeichnis und neun Exabyte maximale Größe pro Datei.
„Kunden können nun mit Scale Anywhere eine global verteilte hybride Infrastruktur verwalten und verteilte Teams miteinander verbinden, und das alles über eine einzige, sichere Unternehmensplattform. Wir bieten eine Software-Lösung, die auf Exabytes skaliert, wo immer unstrukturierte Daten benötigt werden, und zwar zu konkurrenzlosen Preisen“, so Gourlay.
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