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Betriebsmodell für KI-Workloads und Cyber-Resilienz Scality stellt autonome Dateninfrastruktur-Plattform ADI vor

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Für große, verteilte Datenumgebungen hat Scality die Autonomous Data Infrastructure (ADI) konzipiert. Firmen könnten damit parallele KI-Workloads betreiben, die Cyber-Resilienz erhöhen und Datenhoheit sicherstellen. Die ADI integriere Objektspeicher und KI-Automatisierung.

Mit seiner Autonomous Data Infrastructure (ADI) präsentiert Scality sein neues Betriebsmodell für Enterprise-KI, Cyber-Resilienz und souveräne Kontrolle.(Bild:  © igor.nazlo – stock.adobe.com / KI-generiert)
Mit seiner Autonomous Data Infrastructure (ADI) präsentiert Scality sein neues Betriebsmodell für Enterprise-KI, Cyber-Resilienz und souveräne Kontrolle.
(Bild: © igor.nazlo – stock.adobe.com / KI-generiert)

Kern der ADI ist die Zusammenführung der Scality-Produkte Ring (für großskalierte, verteilte Speicherung) und Artesca (auf unveränderbare Backups ausgelegt) mit der neuen KI-gestützten Engine Guardian, welche administrative Aufgaben wie Kapazitätserweiterung, Selbstheilung, Rebalancing und Lifecycle-Workflows per KI-Agenten automatisieren soll. Dabei verfolgt Scality nach eigenen Angaben das Human-in-the-Loop-Prinzip: Guardian liefert demnach lediglich Empfehlungen, während jede Entscheidung von Infrastrukturteams geprüft und genehmigt werden muss.

Ergänzend sieht die Plattform eine MCP-fähige Erweiterbarkeit vor, um eigene KI-Tools und Automatisierungs-Workflows integrieren zu können. So könne die ADI nicht nur über den Scality-eigenen KI-Stack, sondern auch über kundenseitige KI-Umgebungen gesteuert werden.

Medienübergreifender Namespace, heterogene Workloads

Die softwaredefinierte Architektur der ADI könne NVMe-SSDs (TLC/QLC), HDDs, Tape und Cloud-Speicher unter einem einheitlichen Namespace zusammenführen. Ein richtliniengesteuertes Lifecycle-Management soll dabei sicherstellen, dass jedem Workload das passende Speichermedium zugeordnet wird. Für GPU-intensive KI-Aufgaben – etwa verteilte Inferenz oder KV-Caches – ist laut Scality ein neuer RDMA-beschleunigter Connector vorgesehen, der Multi-TB/s-Durchsatz bei niedriger Latenz ermöglichen soll. Langzeitarchivierung auf Tape oder bei Cloud-„Ice-Cold-Storage“ soll dagegen nahezu stromlos betrieben werden können. Über eine Echtzeit-Power-Telemetrie lasse sich der Energieverbrauch auf System-, Knoten- und Workload-Ebene nachverfolgen.

Die Cyber-Resilienz-Architektur bezeichnet Scality als CORE5 und verspricht damit unveränderbare, wiederherstellbare und prüfbare Daten auf allen Systemebenen.

Open-Code-Modell und ergebnisorientierte SLAs

Die ADI werde als Open-Code-Software bereitgestellt, also mit einsehbarem Quellcode und Governance-bezogenen Beiträgen. Scality begründet das mit Transparenz- und Langlebigkeitsanforderungen in kritischen Infrastrukturen. Flankiert wird die Plattform von ergebnisorientierten SLAs, die laut Anbieter Parameter wie Verfügbarkeit, Schutz, Performance, Energieverbrauch und operative Effizienz umfassen.

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