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Veeam Backup für Salesforce und Kasten 10 v5.5 allgemein verfügbar Schutz vor versehentlichen Löschungen – und mehr

Von Michael Matzer

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Im Mai 2022 kündigte Veeam eine Reihe von Lösungen für Salesforce, Microsoft 365 und Kasten, seine Lösung für Kubernetes, an. Diese Software-Module sind nun verfügbar. Veeams Technologie-Experte Thomas Sandner erläutert die Besonderheiten dieser neuen Angebote im Detail.

Über den Paketmanager „Helm“ lässt sich die Kubernetes-Backup-Lösung Kasten K10 ausrollen und aktualisieren.(Bild:  nespix - stock.adobe.com)
Über den Paketmanager „Helm“ lässt sich die Kubernetes-Backup-Lösung Kasten K10 ausrollen und aktualisieren.
(Bild: nespix - stock.adobe.com)

„Veeam Backup for Salesforce“ wurde offenbar stark von Kunden nachgefragt. „Mit der Möglichkeit, Backups in der Cloud und vor Ort zu erstellen, eliminiert das neue Angebot das Risiko, Salesforce-Daten und -Metadaten zu verlieren“, so Danny Allan, CTO bei Veeam.

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„Backup for Salesforce“, bestätigt Rick Vanover, Senior Director of Product Strategy bei Veeam, „bietet vollständigen Zugriff und Kontrolle über Salesforce-Daten und -Metadaten sowie leistungsstarke, schnelle Wiederherstellungsfunktionen für IT-Abteilungen und Salesforce-Administratoren. Dazu gehört die granulare und massenhafte Datenwiederherstellung von Salesforce-Datensätzen, Hierarchien, Feldern und Dateien.“

„Veeam bietet eine reine Software-Lösung an, das heißt der Kunde hat die volle Kontrolle über seine Daten“, erläutert Veeam-Experte Thomas Sandner. „Veeam Backup for Salesforce kann sowohl On-Premises als auch in der Cloud betrieben werden, selbst oder von einem Managed-Service-Provider.“ Daher gebe es keinen Hardware- oder Cloud-Lock-in, was dem Kunden Wahlfreiheit verschaffe.

„Eine weitere Stärke von Veeam ist die hohe Flexibilität in Bezug auf Backup und Restore“, so Sandner weiter. „So können in Veeam mehrere Backup-Jobs je Salesforce-Organisation angelegt werden, um bedarfsgerecht verschiedenen RPO und unterschiedliche Aufbewahrungsfristen für diverse Objekte zu realisieren.“ Wegen der Möglichkeit, Backups miteinander und mit der Live-Umgebung zu vergleichen, könnten so beispielsweise nur geänderte Objekte oder Eigenschaften wiederhergestellt werden. Das würde eine Menge Recovery-Zeit sparen.

„Die flexible und intuitive Suche ermöglicht es zudem, sehr granular verschiedene Suchfilter und Filterkombinationen anzuwenden“, erläutert Sandner. „Gerade in der Praxis, wenn größere Datenmengen in Salesforce automatisiert angepasst werden, wenn etwa Accounts zusammengeführt und dabei die falschen Daten übernommen werden, können diese leicht mittels Veeam granular wiederhergestellt werden.“

Sandner resümiert: „Am Ende des Tages hat der Kunde zudem einen verlässlichen Partner in Sachen moderner Datensicherung für all seine Workloads und kann sich hier auf die jahrelange Erfahrung und hohe Qualität von Veeam verlassen.“

Vanover kündigte eine kostenlose Community Edition an: „Die Community Edition bietet voll funktionsfähige, kostenlose Backups und Wiederherstellungen von Salesforce-Daten für Unternehmen mit 50 oder weniger Salesforce-Benutzerlizenzen.“

Kasten v10 für Kubernetes-Backups

Kasten K10 by Veeam v5.5 ist „im vierten Quartal 2022“ offiziell verfügbar geworden. „Die Policy-Funktionen von Kasten K10 für intelligente Entscheidungen vereinfachen die Datensicherung erheblich“, betont Gaurav Rishi, Vice President of Product and Partnerships bei Kasten by Veeam. „Die Benutzer können jetzt das Zeitfenster einer geringen Auslastung der Anwendung berücksichtigen und ein entsprechendes Sicherungsfenster festlegen. Kasten K10 hält nicht nur die Sicherungsfenster ein, sondern automatisiert auch die Reihenfolge der zugrunde liegenden Sicherungsaufträge. Dies optimiert die Nutzung der Infrastruktur und regelt automatisch die Konfliktlösung, wenn mehrere Richtlinien geplant sind.“

Die Version 5.5 soll Bereitstellung und Skalierung vereinfachen. „Kasten K10 v5.5 vereinfacht das Onboarding durch einen intuitiven grafischen Assistenten zur Generierung der am besten geeigneten Installationsmanifeste, die visualisiert und für mehrere Installationen wiederholt werden können“, erläutert Rishi. „Kasten K10 bietet auch IPv6-Unterstützung, um den IPv4-Adressengpass zu umgehen und wachsende Edge-Bereitstellungen mit Unterstützung für Amazon EKS mit IPv6-Inter-Pod-Kommunikation zu adressieren, sowie GitOps-Workflow-Integrationen, die skalierbare Workflows für eine effiziente App-Bereitstellung sowie Backup und Wiederherstellung bieten.“

Thomas Sandner fügt hinzu: „Unsere Kubernetes-Backup-Lösung Kasten K10 läuft komplett nativ auf Kubernetes. Wir setzen hier auf den Paketmanager namens ‚Helm‘. Darüber kann unsere Backup-Lösung bequem in Kubernetes ausgerollt und aktualisiert werden.“ Die Konfiguration von K10 wie etwa Backup Policys und so weiter liegen nativ in Kubernetes vor und werden in Veeam gespeichert. Die Backup-Daten liegen laut Sandner auf einem persistenten Speicher (in der Regel NFS oder S3).

Die Version 5.5 biete zudem ein erweitertes Cloud-natives Ökosystem. „Dieses gewährleistet, dass Kunden einen Zugang zu den neuesten Fortschritten in Bezug auf zunehmende Workload-Typen, geografische Regionen, Speichertypen und Sicherheit erhalten“, sagte Rishi. „Kasten K10 unterstützt jetzt RedHat OpenShift Virtualization, mit der Fachkräfte VMs und Container-Workloads nebeneinander auf OpenShift ausführen und verwalten können.“ Darüber hinaus biete Kasten K10 Unterstützung für OCP 4.10, Kubernetes 1.23, Azure Files als Backup-Ziel und Azure Managed Identity sowie zusätzliche Regionen für AWS (Jakarta) und GCP (Mailand).

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Analystenstimme

„Der Bedarf an Cloud-nativen Backups steigt, aber Unternehmen stehen vor der gewaltigen Aufgabe, die Backups in großem Umfang sicher durchzuführen“, berichtet der IDC-Analyst Johnny Yu. „Das Update von Kasten by Veeam K10 v5.5 bietet eine hohe Qualität für die Bereitstellung von Backups und führt Automatisierungsrichtlinien ein, die den Backup-Workflow optimieren, ohne die Compliance oder Sicherheit zu beeinträchtigen, unabhängig vom Umfang der Bereitstellung. Darüber hinaus erweitert die neue Unterstützung für das Cloud-native Ökosystem die Wahlmöglichkeiten der Kunden, wie sie in das Cloud-native Backup einsteigen wollen.“

Veeam Backup for Microsoft 365 v6

Veeam demonstrierte erweiterte Überwachungs- und Berichtsfunktionen für die Version 6 von „Veeam Backup for Microsoft 365“. „Als Marktführer im Bereich Microsoft-365-Backup mit über 11 Millionen Nutzern, die einen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen haben, wird die neue Version dank der Integration von Veeam ONE Überwachungs- und Berichtsfunktionen auf Unternehmensebene bieten, die dank der integrierten Intelligenz dazu beitragen, dass Systeme und Infrastrukturen reibungslos funktionieren“, äußert CTO Danny Allan.

Rund 50 Prozent der Backup- und SaaS-Administratoren geben laut Danny Allan versehentliche Löschungen als Hauptmotiv für den Schutz von Microsoft 365 an und nennen den Zeitaufwand für die Wiederherstellung von Benutzerdaten als Schmerzpunkt, der durch ebendiese häufig versehentlichen Löschungen entsteht.

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Mit dem neuen Veeam Backup for Microsoft 365 v6 wird das Self-Service-Recovery-Portal für Microsoft-365-Umgebungen eingeführt, mit dem IT-Administratoren die Wiederherstellung von E-Mails, Dateien und Daten von einem zentralen Ort aus sicher delegieren können. Wiederherstellungsszenarien, wie beispielsweise nach versehentlichem Löschen von Daten durch einen User, erfordern keine Unterstützung durch einen IT-Administrator und können von den Benutzern selbständig durchgeführt oder an eine Gruppe von Restore-Operatoren delegiert werden, ohne dass ein direkter Zugriff auf den Backup-Server erforderlich ist. Das spare Zeit und sorge gleichzeitig für administrative Sicherheit.

Weitere Neuerungen in v6 sind laut Allan die Automatisierung und Skalierbarkeit für Unternehmensorganisationen und Service Provider, verbesserte Sicherheit mit Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) für die Wiederherstellung von Daten sowie zuverlässige Wiederherstellung mit einer sekundären Kopie der Daten in einem kostengünstigen Objektspeicher.

„Die Funktionen in v6, wie das Self-Service-Restore-Portal und die Cloud-Backup-Kopieroptionen für die langfristige Aufbewahrung, können die Datenresilienz der Kunden erhöhen und ihre SaaS-Datenrisiken mindern“, sagt Associate Research Director Archana Venkatraman, zuständig für das Thema Cloud Data Management bei IDC Europe.

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