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Server einsparen und Datenbanken in der Cloud bereitstellen SQL-Datenbanken in Microsoft Azure betreiben

Autor / Redakteur: Thomas Joos / Dr. Jürgen Ehneß

In Microsoft Azure gibt es verschiedene Wege, um Microsoft-SQL-Datenbanken bereitzustellen. Auch andere relationale Datenbanken sowie NoSQL-Datenbanken stehen zur Verfügung. In diesem Beitrag geben wir einen Überblick zu den Microsoft-SQL-Datenbanken, die in Azure betrieben werden können.

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Wer die eigene Storage-Infrastruktur schlank halten will, kann SQL-Datenbanken auch in der Microsoft-Cloud betreiben.
Wer die eigene Storage-Infrastruktur schlank halten will, kann SQL-Datenbanken auch in der Microsoft-Cloud betreiben.
(Bild: ©Nmedia - stock.adobe.com)

Microsoft stellt in Microsoft Azure den Dienst Azure SQL mit verschiedenen Bereitstellungsoptionen zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um Datenbanken, die auch mit Microsoft SQL Server im lokalen Rechenzentrum bereitgestellt werden können. Microsoft bietet zusätzlich mit dem Microsoft SQL Server Migration Assistant (SSMA) ein Tool, mit dem sich Datenbanken von lokalen Servern zu Microsoft Azure SQL migrieren lassen.

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Einstieg in Microsoft-SQL-Server-Datenbanken in der Cloud

Die Datenbanken können nicht nur in der Cloud genutzt werden, sondern auch lokale Serverdienste können auf Azure SQL setzen. Beim Erstellen von neuen Datenbanken mit Azure SQL stehen drei verschiedene Bereitstellungsoptionen zur Verfügung:

  • SQL-Datenbanken: Bereitstellung einzelner Datenbanken,
  • verwaltete SQL-Instanzen: Bereitstellung mehrerer Datenbanken,
  • virtuelle SQL-Computer: Bereitstellung eines eigenen, virtuellen SQL-Servers, auf dem beliebige Datenbanken erstellt werden können.

In Microsoft Azure stehen über diesen Weg immer die Funktionen der neusten SQL-Server-Version zur Verfügung. Unabhängig davon, welche Bereitstellungsoption genutzt werden soll, werden in den drei Bereitstellungsoptionen die Funktionen von Microsoft SQL Server 2019 unterstützt, ohne selbst einen solchen Server betreiben und lizenzieren zu müssen. Die Bereitstellung erfolgt komplett über Microsoft Azure.

Einzelne SQL-Datenbanken bereitstellen

Wenn nur eine einzelne Datenbank benötigt wird, die vollständig durch Azure verwaltet werden soll, steht die Bereitstellungsoption „SQL-Datenbanken“ zur Verfügung. Mit dieser Option erstellen Sie eine SQL-Server-Datenbank in Microsoft Azure, die vollständig verwaltet ist. Allerdings müssen Sie bei der Erstellung der Datenbank einen SQL-Server anlegen. Das ist bei der verwalteten Instanz nicht notwendig. Im Rahmen der Erstellung einer einzelnen Datenbank können Sie den benötigten Server erstellen oder einen bereits vorhandenen Server verwenden.

Mehrere Datenbanken in einem Pool bereitstellen: PaaS

Um mehrere Datenbanken bereitzustellen, die für verschiedene Anwendungen genutzt werden sollen, steht die Option „Verwaltete SQL-Instanzen“ zur Verfügung. Die Datenbank wird als Azure-Dienst bereitgestellt; es gibt keinen Server, der dafür erstellt oder verwaltet werden muss. Diese Variante wird häufig verwendet, wenn lokale Datenbanken eines SQL-Servers mit Microsoft SQL Server in die Cloud migriert werden sollen. Die hier bereitgestellten Datenbanken sind zu 100 Prozent kompatibel mit On-Premises-Installationen von Microsoft SQL Server oder Anwendungen, die Microsoft-SQL-Server-Zugriff benötigen. Beim Betreiben einer verwalteten Instanz müssen weder Hardware noch Software lizenziert werden. Die Nutzungspreise sind mit dem Abomodell abgegolten. Bezahlt werden muss nur die Verwendung der Datenbank.

Durch die Migration werden die Datenbanken in die Cloud verschoben. Die Verwaltung eines SQL-Servers ist nicht mehr notwendig, die Datenbanken werden durch Azure verwaltet. Auch hier lassen sich die Datenbanken hochverfügbar betreiben, sichern und konfigurieren wie auf lokalen SQL-Servern. Es ist aber keine eigene Infrastruktur notwendig. Auch die Überwachung der Datenbanken ist auf diesem Weg möglich.

Virtuelle SQL-Server bereitstellen

Die dritte Option, um Microsoft-SQL-Server-Datenbanken in Microsoft Azure zu nutzen, besteht darin, einen virtuellen SQL-Server bereitzustellen. Dabei handelt es sich um einen vollwertigen Microsoft SQL Server, den Administratoren selbst verwalten können. Dieser Server stellt im Grunde genommen die gleiche Installation wie beim Betrieb eines eigenen Servers im Netzwerk dar. Auf dem Server können eigene Datenbanken erstellt und ebenfalls verwaltet werden. Die Aktualisierung und die Pflege dieses Servers müssen selbst übernommen werden. Dafür haben die Administratoren des Unternehmens aber eine vollständige Kontrolle über alle Einstellungen eines Servers.

Neben Microsoft SQL Server 2019 auf Servern mit SQL Server 2017 können auch ältere Microsoft-SQL-Server-Versionen bereitgestellt werden, auch Installationen auf Linux-Servern wie RHEL oder Ubuntu. Neben den aktuellen SQL-Server-Versionen 2019 und 2017 können über diesen Weg auch Server bis hin zu Microsoft SQL Server 2008 R2 in Azure betrieben werden.

Mit dem Azure-Hybridvorteil für SQL Server lassen sich Lizenzen für lokal betriebene SQL-Server in Microsoft Azure nutzen. Dazu bietet Microsoft Preisermäßigungen an.

On-Premises-Datenbanken zu Azure SQL migrieren

Mit dem Microsoft SQL Server Migration Assistant (SSMA) können lokale Datenbanken zu Microsoft Azure SQL migriert werden. Neben lokalen Microsoft-SQL-Datenbanken können auch lokale MySQL-Datenbanken und Oracle-Datenbanken migriert werden. Auch Assistenten für die Migration von DB2-Datenbanken zu Azure stehen zur Verfügung:

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Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist