Huawei geht bei der Hardware schon seit einigen Jahren eigene Wege, etwa mit selbst entwickelten ARM-Prozessoren für die Controller. Bei der kommenden Oceanstor-Dorado-V7-Generation geht der Hersteller mit DPUs und Funktionsmodulen noch einen Schritt weiter.
Die siebte Generation von Huaweis Oceanstor Dorado nutzt eine Architektur mit zusätzlichen DPUs und weiteren Funktionsmodulen. Sie sollen die CPUs entlasten und zusätzliche Funktionen wie etwa die Erkennung von Angriffen übernehmen.
(Bild: Huawei)
Die siebte Generation der Oceanstor-Dorado-Storage-Systeme steht in den Startblöcken. Huawei nutzt hier Offloading-Technologien, bei denen zusätzliche Funktionsmodule die CPUs auf den Controllern entlasten sollen, um so eine höhere Leistung zu ermöglichen. Technologisch hat sich der Hersteller schon seit einigen Jahren vom Gros der Storage-Hersteller abgesetzt. So nutzt Huawei seit 2019 keine x86-Prozessoren von Intel oder AMD für die Controller, sondern selbst entwickelte ARM-Prozessoren der Kunpeng-Familie sowie zusätzliche Ascend-KI-Prozessoren. Bei der Dorado V7 kommen noch Smart-NICs mit eigenen DPUs sowie weitere Funktionsmodule für verschiedene Aufgaben hinzu.
Die als Front-End-Interface zu den Servern genutzten Smart-NICs sind eine Weiterentwicklung der bisherigen I/O-Karten. Mit Flashlink 3.0 werden Datentransfer und Control-Flows getrennt. Die DPUs greifen direkt auf den Cache und die SSDs zu, nur bei den Control-Flows sind die CPUs auf den Controllern aktiv und arbeiten so mit geringerer Last. Insgesamt kann die Lösung auf bis zu 32 Controller und 500 PB Speicherkapazität skaliert werden. Das soll laut dem Hersteller bis zu 100 Millionen IOPS bei einer besonders niedrigen Latenz von nur 0,03 ms ermöglichen. Damit soll die V7-Generation der Oceanstore-Dorado-Systeme die dreifache Leistung des direkten Vorgängers erreichen, verspricht Huawei. Zudem sollen die Geräte besonders effizient arbeiten und die industrieweit höchste Leistung pro Watt liefern.
Laut Anton Gohlke, Senior Solution Manager bei Huawei, kommen im Normalfall zwei Front-End-Module und ein zusätzliches Funktionsmodul auf einen Controller. Diese Funktionsmodule können beispielsweise für den Offload von Funktionen wie Deduplizierung und Komprimierung verwendet werden oder die Erkennung von Ransomware übernehmen. Angebunden werden die Module über einen so genannten U-Bus. Wie Gohlke erklärt, handelt es sich dabei über PCI-Express 5.0 mit zusätzlichen Protokollen.
Bei den SSDs nutzt Huawei auch eigene Palm-sized-NVMe-SSDs mit eigener Firmware und einer Batterie als Schutz gegen Datenverlust bei einem Stromausfall. Mit ihnen können bis zu 36 SSDs in einem 2U-Enclosure Platz finden. Bei SSDs mit bis zu 30 TB Speicherplatz wird SLC-Flash genutzt, darüber QLC-Flash. Derzeit können die einzelnen SSDs bis zu 60 TB groß sein; 128-TB-Modelle sollen noch dieses Jahr erscheinen.
Bildergalerie
Natives Unified Storage für Blöcke, Files und Objekte
Huaweis Oceanstor Dorado V7 beherrscht Block-, File- und Object Storage nativ, eine Eigenschaft, die laut Huawei sonst kein anderes Storage-System beherrscht. Die entsprechenden Protokolle und die S3-API laufen dabei direkt auf den DPU-basierten Smart-NICs. Lediglich eine Funktion wie die Hyper-Metro-Unterstützung mit Active-Active-Replikation in einem Cross-Site-Cluster sowie Hyper-Clone werden für S3 erst 2026 nachgereicht. Zudem bietet das System für Kubernetes einen CSI-Treiber sowie mit CDR eine Funktion für das Backup und die automatische Wiederherstellung von Containern.
Hohe Ausfallsicherheit
Für eine Zuverlässigkeit von 99,99999 Prozent beim Top-Modell 18000 soll eine Full-Mesh-Technologie über RoCEv2 mit dem Namen Smartmatrix 4.0 sorgen. Mit ihr verkraftet ein Dorado-V7-System Ausfälle bei Controllern, Speichermedien oder Rack-Einschüben. Laut Huawei soll der Betrieb sogar weiter laufen, wenn sieben von acht Controllern ausfallen.
Zudem soll der Schutz gegen Ransomware-Angriffe verbessert sein. Neuheiten bei der V/-Generation sind dabei der Oceancyber-Security-Adapter in Form einer Steckkarte mit eigener Hardware für die Entlastung der Controller sowie die Honey-File-Funktion, mit der Angriffe frühzeitig erkannt werden, ohne dass es zu vielen Fehlalarmen kommt. Dabei bietet Huawei eine KI-unterstütze Ransomware-Erkennung sowohl für File- als auch für Block-Storage. Die Snapshot-Funktion will der Hersteller ebenfalls verbessert haben.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel IT-Medien GmbH, Max-Josef-Metzger-Straße 21, 86157 Augsburg, einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von Newslettern und Werbung nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung.
In der Data Management Engine (DME) wird eine KI zur frühzeitigen Erkennung möglicher Probleme genutzt. Ein dialogbasierter Ansatz soll die Bedienung erleichtern.
Alle Dorado-V7-Systeme vom Modell 3000 bis hin zum Modell 18000 sollen im dritten Quartal 2025 auf den Markt kommen. Zudem können bestehende Systeme mit neuen V7-Controllern unterbrechungsfrei nachgerüstet werden. Dabei lassen sich sogar Controller unterschiedlicher Generationen gemeinsam verwenden.