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Non-Profit-Organisation Was ist die Storage Networking Industry Association (SNIA)?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 3 min Lesedauer

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Die Storage Networking Industry Association ist eine Non-Profit-Organisation, die internationale Standards und Spezifikationen in den Bereichen Datenspeicherung, Datentransport, Infrastrukturoptimierung, Beschleunigung, Datenformate und Datenschutz entwickelt. Die herstellerübergreifende Organisation bringt Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Anwender zusammen und stellt Schulungen, Webinare und Leitfäden bereit.

Die SNIA fördert die Entwicklung internationaler Standards und Spezifikationen und der Förderung herstellerneutraler Architekturen rund um das Thema Storage und Daten.(Bild:  KI-generiert)
Die SNIA fördert die Entwicklung internationaler Standards und Spezifikationen und der Förderung herstellerneutraler Architekturen rund um das Thema Storage und Daten.
(Bild: KI-generiert)

Das Kürzel SNIA steht für „Storage Networking Industry Association“. Bei der SNIA handelt es sich um eine weltweit tätige, nicht gewinnorientierte Organisation, die im Jahr 1997 gegründet wurde und ihren Sitz in Santa Clara, Kalifornien, hat. Die SNIA betreibt ein Technologie- und Ausbildungszentrum in Colorado Springs sowie weltweit verteilte Regionalvertretungen, -Foren und -Communities.

Der Organisation gehören Unternehmen, Universitäten, Start-ups und Einzelpersonen an. Derzeit sind das circa 200 branchenführende Organisationen, 2.000 aktive, engagierte Mitglieder und 50.000 IT-Anwender und Storage-Experten weltweit. Die Mitglieder arbeiten an der Entwicklung internationaler Standards und Spezifikationen und der Förderung herstellerneutraler Architekturen rund um das Thema Storage und Daten in Bereichen wie Datenspeicherung, Datentransport, Infrastrukturoptimierung, Beschleunigung, Datenformate und Datenschutz. Darüber hinaus führt die SNIA Veranstaltungen wie mehrtägige Konferenzen durch. Die SNIA ist zum Beispiel der Organisator der SNIA Developer Conference (SDC).

Ziele und Aufgaben der Storage Networking Industry Association

Die Vision der SNIA ist es, die weltweiten Experten und die vertrauenswürdige Autorität für Technologien rund um die Handhabung und Optimierung von Daten zu sein. Es sollen herstellerunabhängige, offene Standards für Speicher- und Datenmanagementtechnologien entwickelt werden, die die Interoperabilität zwischen Produkten verschiedener Hersteller fördern.

Um diese Ziele zu erreichen, erstellt die SNIA technische Referenzarchitekturen und Best Practices, veröffentlicht Schulungsunterlagen und führt Seminare durch. Darüber hinaus veröffentlicht sie Leitfäden für den Aufbau und Betrieb moderner Speicherinfrastrukturen sowie Empfehlungen zu Themen wie Datensicherheit, Performance, Verfügbarkeit und Energieeffizienz.

Die SNIA arbeitet mit anderen Gremien und Organisationen wie IEEE, DMTF, INCITS oder der NVM Express Organization zusammen und stimmt mit ihnen Standards aufeinander ab. Die Durchführung herstellerneutraler Zertifizierungen und die Förderung des Wissensaustauschs gehören ebenfalls zu den Aufgaben der SNIA. Zudem bietet die SNIA die Möglichkeit, sich über eine Bildungsbibliothek mit über 3.200 Inhalten, Blogs, Webinaren, Artikeln, Podcasts und Infografiken sowie über ein von Fachleuten geprüftes Glossar mit über 2.000 IT-Definitionen herstellerneutral über Speichertechnologien zu informieren.

Arbeitsbereiche und Themen der SNIA

Die SNIA ist rund um die Themen Storage und Daten aktiv. Typische Arbeitsbereiche reichen von der Speicherverwaltung über Cloud- und Flash-Technologien bis hin zu Datenmanagement, Sicherheit und Energieeffizienz. Die Arbeit erfolgt in technischen Arbeitsgruppen (Technical Work Groups) und Communitys.

Wichtige Arbeitsbereiche sind zum Beispiel:

  • standardisierte Verwaltung von Speichersystemen (Storage-Management),
  • Solid-State-Storage und Flash-basierte Speicher (zum Beispiel SSDs, NVMe, Storage-Class-Memory und Persistent Memory), ihr Einsatz in Rechenzentren und ihre Integration in moderne Speicherarchitekturen,
  • Objekt-, Block- und Dateispeicher in privaten, öffentlichen und hybriden Cloud-Umgebungen (Cloud-Storage),
  • Management des gesamten Datenlebenszyklus (Datensicherung, Archivierung, Replikation, Datenschutz, Datenmigration),
  • Verarbeitung von Daten direkt in Speichergeräten (Computational Storage),
  • Leistung und Energieeffizienz von Speichersystemen,
  • Sicherheitsaspekte der Datenspeicherung (Storage-Security).

Beispiele für Standards und Spezifikationen, die im Umfeld der SNIA entstanden sind oder zu denen die Organisation beigetragen hat, sind:

  • Swordfish (Scalable Storage Management Specification),
  • Storage Management Initiative Specification (SMI-S),
  • SNIA Emerald (Messung der Energieeffizienz von Speichersystemen),
  • Persistent Memory Programming Model,
  • Persistent Memory Storage Performance Test Specification (PM PTS),
  • Cloud Data Management Interface (CDMI),
  • Linear Tape File System (LTFS),
  • Transport-Layer-Security-Standard (TLS) für Speichersysteme,
  • Non-Volatile-Memory-Programmiermodell (NVM),
  • NVDIMM-Standardisierung in Kooperation mit der JEDEC,
  • DDF (herstellerunabhängiges Datenformat für RAID-Systeme),
  • iSCSI Management API (IMA),
  • Multipath Management API (MMA),
  • Self-contained Information Retention Format (SIRF),
  • eXtensible Access Method (XAM),
  • Native NVMe-oF Drive Specification,
  • Smart Data Accelerator Interface (SDXI) Specification.

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