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NVMe SNAP-Technologie Storage-Virtualisierungslösung von Mellanox

Kurz vor Abschluss des Bieterrennens, das Nvidia mit einer Kaufsumme in Höhe von stolzen 6,9 Milliarden US-Dollar für sich entschied, kündigte Mellanox eine neue Technologie an. NVMe SNAP – das Kürzel steht für Software-Defined Network Accelerated Processing – soll neue Maßstäbe auf dem Gebiet der Storage-Virtualisierung setzen.

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Mit der NVMe-SNAP-Technik lassen sich im Netzwerk eingesetzte NVMe-Speicher virtualisieren.
Mit der NVMe-SNAP-Technik lassen sich im Netzwerk eingesetzte NVMe-Speicher virtualisieren.
(Bild: Mellanox)

Mit dem Einsatz der Lösung ließe sich auf in Enterprise-Computing-Umgebungen sowie privaten und öffentlichen Clouds betriebene Flash-Speicher so zugreifen, als ob diese lokal seien. Dadurch könnten sich Unternehmen eine flexibel nutzbare und auf ihren Bedarf zugeschnittene Infrastruktur zusammenzustellen, die mit wachsenden Speicheranforderungen Schritt hält. Als weiteren Pluspunkt hebt Mellanox hervor, dass die Technologie das Beste aus allen Welten zusammenbringe: die Effizienz- und Management-Vorteile von Remote-Speichern auf der einen Seite sowie die Einfachheit lokaler Speicher auf der anderen.

NVMe SNAP erlaube zudem eine durchgängige Integration in nahezu jeden Server mit jedem Betriebssystem oder Hypervisor. Dies beschleunige die Einführung von NVMe over Fabrics (NVMe oF) in verschiedenen Rechenzentrumsumgebungen und ermögliche, die Technologie allen Anwendungen bereitzustellen.

Teil des BlueField SmartNIC

Die Basis für die NVMe-SNAP-Speichervirtualisierung und -beschleunigung stellt die Bluefield-Familie von Mellanox. Hierbei handelt es sich um PCIe SmartNIC-Adapter, die vernetzten Flash-Speicher als lokalen NVMe-Speicher präsentieren und den physischen Speicher virtualisieren. Hierfür werden die vorhandenen NVMe-Schnittstellen lokaler NVMe SSDs genutzt, die in der Regel von allen gängigen Betriebssystemen und Hypervisoren unterstützt werden.

Breites Anwendungsfeld

Die Kombination der NVMe SNAP-Technologie mit den leistungsstarken Multicore-Prozessoren von BlueField sowie virtuellen Switch- und RDMA-Offload-Engines ermöglicht eine breite Palette an beschleunigten Speicher-, Software-definierten Netzwerk- und Anwendungslösungen.

Darüber hinaus sollen sich durch die Verbindung von NVMe SNAP mit den ARM-CPUs neben verteilten Dateisystemen auch viele weitere technische Verfahren – unter anderem Komprimierung, Deduplizierung, Load Balancing oder KI – beschleunigen lassen.

„OS-agnostische“ Technik

Unternehmen tendieren dazu, immer mehr Workloads in private oder öffentliche Cloud-Infrastrukturen zu verlagern. Darüber hinaus sind Server verstärkt über schnelle Netzwerkverbindungen angeschlossen, die Geschwindigkeiten von 25, 50 oder 100 Gbit/s unterstützen. Dadurch verändern sich die an Storage-Performance, -Kapazität und -Management gestellten Anforderungen. Auf NVMe-of aufsetzende Netzwerkspeicher verbessern die Ressourcennutzung, Flexibilität und Kapazitätsplanung, erfordern jedoch spezielle Unterstützung durch Betriebssysteme, Hypervisoren und Anwendungen.

Genau hier kommt NVMe SNAP ins Spiel. Mittels der Technologie erscheint Remote-Storage als direkt angeschlossener NVMe-Flashspeicher, der für das Betriebssystem und den Hypervisor vollständig transparent ist. Infolgedessen können alle auf virtualisierten, containerisierten oder Bare-Metal-Servern ausgeführten Anwendungen die Vorteile von lokalem und vernetztem Speicher ausschöpfen.

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