Ceph-Objektspeicher für Datensicherung SUSE Enterprise Storage für IBM Spectrum Protect zertifiziert

Autor / Redakteur: Martin Hensel / Diplom-Betriebswirtin Tina Billo

Dank der Zertifizierung von SUSE Enterprise Storage für IBM Spectrum Protect können Unternehmen den unbegrenzt skalierbaren Ceph-Objektspeicher als Backend für die Datensicherung nutzen.

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SUSE Enterprise Storage wurde für den Einsatz mit IBM Spectrum Protect zertifiziert.
SUSE Enterprise Storage wurde für den Einsatz mit IBM Spectrum Protect zertifiziert.
(Bild: SUSE)

In Zusammenarbeit mit Empalis Consulting wurde SUSE Enterprise Storage (SES) erfolgreich für IBM Spectrum Protect zertifiziert, das ehemals als Tivoli Storage Manager bekannt war. Anwender von Spectrum Protect können damit den SUSE-Objektspeicher als Medium für Datensicherung und Archivierung nutzen, ohne dabei Inkompatibilitäten oder Leistungsprobleme fürchten zu müssen.

SES nutzt preisgünstige Standard-x86-Hardware, ist selbstverwaltend, selbstheilend und im laufenden Betrieb vertikal und horizontal skalierbar. Für die IBM-Zertifizierung kam ein Proof-of-Concept mit einem Cluster aus zertifizierter SUSE-Hardware zum Einsatz, die vom Partner Thomas-Krenn AG gestellt wurde. Laut SUSE konnte die Lösung vor allem durch die hohe Cluster-Performance bei den Prüfern punkten.

Leistungsfähige Kombination

"Die Aufteilung in schnellen, datenbankbasierten Speicher und Container Pools für große Datenmengen lässt sich in SES hervorragend auf unterschiedlich performante Storage Pools abbilden, die sich aus NVMe-SSDs und Festplatten zusammensetzen. Site Replication kann direkt in SES ausgeführt werden, was die Komplexität reduziert. Die Anbindung über das RADOS Block Device garantiert zudem eine hohe Performance. Hier passt auf beiden Seiten alles perfekt zusammen", meint Torsten Hallmann, Sales Engineering Manager Area Central von SUSE.

"IBM stellt als Referenz sogenannte Blueprints für kleine, mittlere und große Systeme zur Verfügung, die über Workload-Simulationsskripte getestete Mindestanforderungen an die Performance enthalten. Unser Ziel war es, mit diesem vergleichsweise preisgünstigen Cluster zumindest die Anforderungen für kleine Systeme zu erreichen. Die Messergebnisse zeigten jedoch, dass alle Referenzwerte, ob Durchsatz oder IOPS, auch für mittlere Systeme übertroffen wurden. In vielen Fällen, etwa bei den IOPS, sind sogar weit mehr Leistungsreserven vorhanden als selbst große Systeme verlangen", erklärt Gerd Becker, Leiter des Kompetenz-Teams Storage und Backup von Empalis.

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