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Richtiger Umgang mit Fotos-, Videos- und Musikdateien Tipps für mehr Datensicherheit von NAS-Systemen in Heimnetzwerk

Redakteur: Nico Litzel

Nicht nur in Unternehmen, auch in den Wohn- und Arbeitszimmern steigt dank Digitalfotografie, iTunes & Co. das Datenvolumen beständig. Besonders hoch in der Käufergunst stehen NAS-Systeme, denn mit diesen Geräten lassen sich Bilder, Videos und Mp3-Dateien komfortabel verwalten. Wenn die Rahmenbedingungen nicht stimmen, ist ein allerdings auch beim Einsatz dieser vermeintlich sicheren Geräte ein Datenverlust nicht auszuschließen.

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Ein falscher Mausklick kann ausreichen und schon sind Fotos und Videos verloren. Doch mit ein wenig Umsicht lässt sich die Datensicherheit auf NAS-Systemen enorm erhöhen.
Ein falscher Mausklick kann ausreichen und schon sind Fotos und Videos verloren. Doch mit ein wenig Umsicht lässt sich die Datensicherheit auf NAS-Systemen enorm erhöhen.
( Archiv: Vogel Business Media )

In den ständig wachsenden Multimedia-Bibliotheken sammeln sich im Laufe der Zeit enorme materielle und emotionale Werte an. Ein falscher Mausklick genügt und schon können persönliche Erinnerungen, festgehalten auf Fotos und in Videos, unwiederbringlich verloren sein. Doch mit ein wenig Umsicht lässt sich die Datensicherheit enorm erhöhen. Kroll Ontrack, spezialisiert auf Datenrettung, hat einige Tipps zusammengestellt, wie die Besitzer eines NAS-Systems das Risiko, einen Datenverlust zu erleiden, minimieren können.

Anwender, die im Heimnetzwerk ein NAS-System zur Speicherung von multimedialen Inhalten nutzen, sollten die folgenden Punkte beachten:

  • 1. Zugriffsrechte regeln: Falls mehrere Anwender Zugriff auf das private Netzwerk haben, sollte klar geregelt sein, wer auf welche Daten zugreifen kann. Es kommt immer wieder vor, dass Daten gelöscht werden, weil ein Anwender nicht weiß, warum ein anderer sie braucht.
  • 2. Automatische Backups anlegen: NAS-Systeme bieten viele Vorteile, doch eine absolute Datensicherheit können auch sie nicht gewährleisten. Es ist ratsam, regelmäßig ein Backup auf einem anderen Datenträger zu erstellen, etwa auf einer externen USB-Festplatte.
  • 3. Auslagerung: Noch mehr Sicherheit lässt sich erzielen, wenn das Backup räumlich getrennt aufbewahrt wird. Bei der Auslagerung von Backups sollten unbedingt verschlüsselte Container verwendet werden.
  • 4. Backups überprüfen: Backups sollten immer auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft werden. Ein unvollständiges oder nicht abrufbares Backup ist im Zweifelsfall wertlos.
  • 5. Richtig investieren: Viele Privatanwender setzen auf RAID. Diese zusätzliche Sicherheit, die für Unternehmen unerlässlich ist, muss im privaten Umfeld nicht unbedingt sein. Besser und einfacher ist es Kroll Ontrack zufolge, in zusätzliche Festplatten für ein weiteres Backup zu investieren. Das gesparte Geld sollte man lieber für qualitativ hochwertige Festplatten verwenden.
  • 6. RAID 0 bietet keine Sicherheit: Wer dennoch lieber auf RAID setzt, sollte beachten, dass RAID 0 keinen Schutz vor Datenverlust bietet, sondern nur den Datenzugriff beschleunigt. Dieser RAID-Level ist daher nur für solche Anwendungen geeignet, bei denen es nicht auf Datensicherheit ankommt.
  • 7. Ruhe bewahren: Bei einem vermeintlichen Datenverlust sollte man nicht in Panik geraten und es unbedingt vermeiden, eigene Rettungsversuche zu unternehmen. In den meisten Fällen ist eine Datenrettung noch ohne weiteres möglich. Daher ist der beste Weg, sich an einen professionellen Anbieter zu wenden.

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