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Wechsel von Aluminium auf Glas Toshiba liefert erste Nearline-HDDs mit 30 bis 34 TB auf SMR-Basis aus

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Toshiba Electronics Europe hat mit der M12-Serie eine neue Generation von 3,5-Zoll-Nearline-Festplatten mit Kapazitäten von 30 bis 34 TB angekündigt. Die Laufwerke richten sich laut Hersteller an Hyperscaler und Cloud-Service-Provider. Erste Muster werden bereits ausgeliefert.

Toshibas M12-Serie: Erste SMR-Muster werden bereits ausgeliefert, CMR-Muster sollen später im Jahr folgen.(Bild:  Toshiba)
Toshibas M12-Serie: Erste SMR-Muster werden bereits ausgeliefert, CMR-Muster sollen später im Jahr folgen.
(Bild: Toshiba)

Die Laufwerke der M12-Serie besitzen eine Helium-Füllung und kombinieren Shingled Magnetic Recording (SMR) mit Toshibas proprietärer FC-MAMR-Technologie (Flux Control Microwave-Assisted Magnetic Recording). Im Vergleich zu den Vorgängergenerationen MG11 (CMR) und MA11 (SMR) enthält das neue Gehäuse nun elf statt zehn Magnetscheiben.

Glas statt Aluminium

Ein wesentlicher Unterschied zur Vorgängergeneration ist der Wechsel des Basismaterials für die Platten: Anstelle von Aluminium setzt Toshiba bei der M12-Serie auf Glas. Damit seien dünnere Plattendesigns möglich, zudem werde die Langlebigkeit der Laufwerke verbessert, so der Hersteller.

Host-managed SMR zur Leistungsstabilisierung

SMR erhöht die Datendichte durch überlappende Schreibspuren, bringt jedoch konstruktionsbedingte Einschränkungen bei zufälligen Schreibvorgängen mit sich. Die M12-HDDs setzen daher auf eine vom Host gemanagte SMR-Architektur: Das Hostsystem übernimmt die Steuerung der Datenspeicherung und des Neuschreibens. Dieser Ansatz soll Toshiba zufolge Leistungseinbußen in Serverumgebungen reduzieren.

Technische Eckdaten

Die maximale Datentransferrate liegt nach Herstellerangaben bei 282 Mebibyte pro Sekunde (MiB/s), was einem Zuwachs von rund acht Prozent gegenüber den Vorgängermodellen entsprechen soll. Der Energieverbrauch je Terabyte sei im Vergleich um etwa 18 Prozent gesunken. Die Laufwerke sind für den 24/7-Dauerbetrieb sowie eine jährliche Arbeitslast von 550 TB ausgelegt. Die mittlere Dauer bis zum Ausfall (MTTF) gibt Toshiba mit 2,5 Millionen Stunden an, die jährliche Fehlerrate (AFR) mit 0,35 Prozent.

CMR-Variante und Ausblick auf HAMR

Parallel zur SMR-Variante plant Toshiba für das 3. Quartal 2026 den Versand erster Muster einer CMR-Variante der M12-Serie mit Kapazitäten von bis zu 28 TB. Für weitere Generationen kündigt der Hersteller den Einsatz von Heat-Assisted Magnetic Recording (HAMR) sowie Laufwerke mit zwölf Magnetscheiben an – Letzteres hatte Toshiba bereits Ende 2025 vorgestellt.

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