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Cyber-Resilienz mit Echtzeit-Governance Commvault erweitert DSPM auf strukturierte und KI-Daten

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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Commvaults Data Security Posture Management (DSPM) adressierte bislang primär unstrukturierte Daten. Nun könne die Plattform auch strukturierte Datenbestände sowie die von KI-Applikationen verwendeten Vektordatenbanken in die Erkennung und Governance einbeziehen.

Erweiterter Status für Datensicherheit (DSPM).(Bild:  Commvault)
Erweiterter Status für Datensicherheit (DSPM).
(Bild: Commvault)

Commvault integriert die 2025 übernommene Satori-Technologie in seine Cloud-Plattform und ermöglicht damit Data-Discovery, Klassifikation und Risikobewertung erstmals auch für strukturierte Datenbankumgebungen. Neu hinzu kommt eine Echtzeit-Zugriffskontrolle, die auch von KI-Applikationen genutzte Vektordatenbanken einschließt. Die Funktionen sollen Unternehmen helfen, sensible Daten in hybriden und Multi-Cloud-Umgebungen besser zu überwachen und Compliance-Risiken zu reduzieren.

Laut Anbieter entsteht dadurch eine einheitliche Sicht auf sensible Daten über alle Umgebungstypen hinweg. Anwender könnten Risiken, offene Angriffsflächen und Richtlinienverstöße in einer konsolidierten Oberfläche einsehen und nach Schweregrad priorisieren. Commvault betont, dass Klassifikation und Zugriffskontrolle direkt in bestehende Abläufe für Cyber-Resilienz integriert seien – sowohl für Live- als auch für Backup-Daten.

Neue Funktionen im Überblick

Zu den zentralen Neuerungen gehört nach Angaben des Herstellers eine KI-gestützte Klassifizierung, die sensible Daten automatisch erkennt und Umgebungen mit hoher Datendichte, übermäßigem Zugriff oder überlanger Datenhaltung markiert. Ergänzend dazu soll die Echtzeit-Zugriffskontrolle für strukturierte Datenbanken verhindern, dass KI-Modelle oder generative KI-Analysen unkontrolliert auf sensible Bestände zugreifen.

Der Kontext für diese Erweiterungen ist laut Commvault drängend: Ein Varonis-Report zeige, dass neun von zehn Unternehmen sensible Daten so offen vorhalten, dass KI-Systeme diese exponieren könnten. Eine Studie von Spacelift komme zu dem Ergebnis, dass 46 Prozent aller Datenpannen Kundendaten und 40 Prozent Mitarbeiterdaten beträfen.

„Ohne klare Transparenz und Echtzeit-Zugriffskontrollen können diese Daten übermäßig stark exponiert und schwer zu verwalten sein“, sagt Yoav Cohen, Vice President of Product Management bei Commvault und Mitgründer von Satori.

Verfügbarkeit gestaffelt

Die Funktionen zur Echtzeit-Zugriffskontrolle für strukturierte Daten sind nach Commvault-Angaben ab sofort per Single-Sign-on über die Commvault Cloud verfügbar – entweder als Add-on zu bestehenden Paketen oder als eigenständige Komponente.

Die Erkennung und Klassifizierung strukturierter Daten hingegen befindet sich noch in der Entwicklung: Commvault plant die allgemeine Verfügbarkeit für Spätsommer 2026. Die DSPM-Funktionalität für unstrukturierte Daten ist bereits im Commvault-Cloud-Platinum-Paket enthalten beziehungsweise als Add-on für andere Pakete erhältlich.

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