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Allianz gegen Ransomware in hybriden Umgebungen NetApp und Commvault bündeln Cyber-Resilienz-Kräfte

Von Bernhard Lück 2 min Lesedauer

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NetApp und Commvault planen eine integrierte Lösung, mit der Firmen ihre Daten in hybriden On-Premises- und Cloud-Umgebungen schützen und nach Angriffen schneller wiederherstellen können. Im Zentrum steht eine Closed-Loop-Recovery-Architektur mit KI-gestützter Angriffserkennung.

Gagan Gulati von NetApp: „Unternehmen erkennen Cyberangriffe wie Ransomware häufig erst, nachdem sie sich bereits über primäre Systeme und Backups ausgebreitet haben.“(Bild:  NetApp)
Gagan Gulati von NetApp: „Unternehmen erkennen Cyberangriffe wie Ransomware häufig erst, nachdem sie sich bereits über primäre Systeme und Backups ausgebreitet haben.“
(Bild: NetApp)

Hintergrund der strategischen Partnerschaft ist die veränderte Bedrohungslage in Unternehmen: Ransomware-Angriffe bleiben beiden Anbietern zufolge oft lange unentdeckt und können sich bereits über primäre Systeme und Backups ausbreiten, bevor eine Reaktion einsetzt. Das führe zu längeren Ausfallzeiten, größeren Datenverlusten und verfehlten Recovery-Zielen. Gleichzeitig wachsen unstrukturierte Datenmengen durch KI-, Analytics-, Video- und IoT-Workloads stark an – was reaktive Resilienzansätze nach Einschätzung beider Unternehmen zunehmend unzureichend macht.

ARP trifft Commvault-Backup

Technisch kombiniert die Partnerschaft NetApps KI-gestützte Autonomous Ransomware Protection (ARP) auf dem Primärspeicher mit den Backup- und Synthetic-Recovery-Funktionen von Commvault. ARP könne Anomalien im laufenden Betrieb erkennen und frühzeitig Signale liefern, die dann in den automatisierten Wiederherstellungsprozess von Commvault einfließen – ohne manuellen Eingriff.

Laut Anbieter soll dieser Ansatz Recovery Point Objectives (RPOs) verbessern, Rollback-Zeitfenster verkürzen und die Datenerhaltung bei Vorfällen optimieren. Ziel sei eine sogenannte ResOps-Strategie (Resilience Operations), die Unternehmen von einer reaktiven zu einer proaktiveren Cyberabwehr führen soll.

Als Basis dient auf NetApp-Seite das Betriebssystem ONTAP, das laut Anbieter Observability, Ausfallsicherheit und Intelligenz über verschiedene Umgebungen hinweg bereitstellt. Commvault bringt seine Cloud-basierte, KI-gestützte Plattform für Datensicherung, Identitätsresilienz und Cyber-Recovery ein.

Gemeinsame Marktpositionierung

Beide Unternehmen positionieren die Partnerschaft als End-to-End-Angebot, das insbesondere für Compliance-Anforderungen und Geschäftskontinuität relevant sei. Für Anwender bedeute dies: Datenverluste sollen minimiert, vollständige Wiederherstellungen beschleunigt und operative Sicherheit auch bei laufenden Angriffen gewährleistet werden.

Gagan Gulati, Senior Vice President bei NetApp, sagt, Ransomware werde von Unternehmen häufig erst erkannt, „nachdem sie sich bereits über primäre Systeme und Backups ausgebreitet“ habe. Die Integration beider Plattformen solle dem entgegenwirken.

Ausblick

Für künftige gemeinsame Entwicklungen kündigen NetApp und Commvault an, die ONTAP-Recovery-Technologie als Zielplattform zu nutzen, um Datenverluste weiter zu reduzieren und Wiederherstellungszeiten zu senken.

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