„Dark Data“ sind immer noch gängig

Unklassifizierte Daten bleiben weitverbreitet

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Dr. Jürgen Ehneß

„Dark Data“ bleiben nach wie vor ein Risiko.
„Dark Data“ bleiben nach wie vor ein Risiko. (Bild: Markus Spiske / pexels.com)

Eine aktuelle Studie im Auftrag der Datensicherheitsexperten von Veritas Technologies ergab, dass im Schnitt mehr als die Hälfte (52 Prozent) aller Unternehmensdaten nicht klassifiziert oder per Tag gekennzeichnet sind.

Derartige „Dark Data“ zieht Cyber-Kriminelle förmlich an: Die Informationen unbekannten Inhaltes und Geschäftswertes können eine regelrechte Goldgrube für Hacker darstellen. Da die betreffenden Unternehmen keinerlei Überblick über die vorhandene große Menge potenziell geschäftskritischer Daten haben, sind die Informationen ein leichtes und häufig lohnendes Angriffsziel.

Werden derartige Informationen klassifiziert und gekennzeichnet, lassen sich sensible oder möglicherweise gefährliche Daten unabhängig von ihrem jeweiligen Speicherort ordnungsgemäß verwalten und sichern. Dies ist nicht zuletzt ein wichtiger Faktor, um die zunehmend strenger werdenden Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Dazu zählen beispielsweise die Einführung und Umsetzung von Anforderungen an die Aufbewahrung (Retention), die für den gesamten Datenbestand eines Unternehmens gelten.

Cloud und Mobile besonders anfällig

Laut Veritas ist vor allem in Public-Cloud- und mobilen Umgebungen die Chance groß, dass Daten nicht klassifiziert oder richtig geschützt werden. Im Rahmen der Studie gaben nur 7 Prozent der Befragten an, dass sie alle Daten in der Cloud oder auf mobilen Endgeräten derartig absichern. Bei 57 Prozent der Unternehmen ist dies für weniger als die Hälfte der Daten in der Public Cloud der Fall. Mehr als zwei Drittel (70 Prozent) gaben an, weniger als die Hälfte ihrer Informationen auf mobilen Endgeräten zu klassifizieren. Veritas weist zudem auf die früher durchgeführte „Truth in Cloud“-Umfrage hin, der zufolge 76 Prozent der deutschen Firmen die Verantwortung für Datenschutz- und Compliance-Maßnahmen bei ihrem Cloud-Provider sehen. Dies sei ein gefährlicher Trugschluss: Die meisten Anbieter übertrügen die Zuständigkeit für das Datenmanagement vertraglich auf ihre Kunden.

„Das Gefährliche an ,Dark Data‘ ist, dass sie in Unternehmen schnell in Vergessenheit geraten – aus den Augen, aus dem Sinn“, erklärt Roger Scheer, Regional Vice President DACH von Veritas. „Klar ist jedoch auch, dass sogar mittelgroße Unternehmen bereits über Milliarden von Dateien verfügen. Manuelle Klassifizierung und Kategorisierung sind dadurch kaum mehr möglich. Datenmanagement-Tools auf Basis von Algorithmen und Machine Learning, interne Richtlinien und implementierte Prozesse helfen dabei, Daten zu verwalten, zu schützen und wertvolle Erkenntnisse aus ihnen zu gewinnen – egal, wo sich diese befinden“, ergänzt er.

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