Architektur, Stärken und Eignung beider Systeme im Vergleich Verteilter Speicher mit GlusterFS und Ceph
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Open-Source-Speicher auf Standard-Hardware deckt heute Block-, Datei- und Objektzugriff ab. GlusterFS und Ceph verfolgen dabei zwei verschiedene Architekturansätze. Dieser Beitrag ordnet Datenplatzierung, Redundanz, Protokolle und Einsatzfelder ein und zeigt, für welche Lasten welches System passt.
GlusterFS und Ceph gehören zu den verbreitetsten quelloffenen Lösungen für Software-Defined Storage. Beide bündeln die Datenträger gewöhnlicher x86-Server über das Netzwerk zu einem gemeinsamen Speicherpool und lösen damit die Bindung an proprietäre Storage-Arrays. Die Trennung von Steuerlogik und physischem Medium erlaubt einen Ausbau durch zusätzliche Knoten ohne Austausch der vorhandenen Hardware. Architektonisch trennen sich die beiden Systeme jedoch. Ceph stellt Block-, Datei- und Objektspeicher in einem einzigen Cluster bereit, GlusterFS konzentriert sich auf ein verteiltes POSIX-Dateisystem. Aus diesem Unterschied ergeben sich die jeweiligen Stärken, Grenzen und Einsatzfelder.
Architektur und Datenplatzierung
Ceph basiert auf dem Objektspeicher RADOS, der sämtliche Daten als Objekte über die Datenträger verteilt und deren Haltbarkeit über Replikation oder Erasure-Coding absichert. Darüber setzen mehrere Dienste auf. Monitore führen die Cluster-Karten und halten den Zustand des Verbunds über ein Konsensverfahren synchron. Manager übernehmen Überwachung und Orchestrierung. Object Storage Daemons verwalten die eigentlichen Daten – in der Regel ein Daemon pro physischem Laufwerk.
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