Neue Produktlinie plus Akquisition

Violin meldet sich am Markt zurück

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Tina Billo

Mit der XVS 8-Serie will Violin besonders leistungsfähige All-Flash-Systeme anbieten.
Mit der XVS 8-Serie will Violin besonders leistungsfähige All-Flash-Systeme anbieten. (Bild: Screenshot / Violin)

Nach Insolvenz und darauf folgender Rettung startet Violin Systems anscheinend erneut durch. Zunächst kündigte der US-Hersteller mit der XVS 8-Reihe neue Flash-Arrays an, nun folgte die Ankündigung, den auf Flash- und Hybridspeicher spezialisierte Storage-Anbieter zu übernehmen.

Ende 2016 meldete Violin Systems nach finanziell turbulenten Jahren und einem schwachen Börsengang Gläubigerschutz nach Chapter 11 des US-Insolvenzrechts an. Die Rettung kam im April 2017, als das bankrotte Unternehmen von einem Private-Equity-Fonds aufgekauft wurde, der zum Vermögen des Multimilliardärs George Soros zählt.

Nun meldet sich das Unternehmen mit gleich zwei Neuheiten zurück: Die XVS 8-Serie an Flashspeicher-Systemen soll durchgängig höchste Leistung und minimale Latenzen bieten und gleichzeitig für reduzierte IT-Infrastrukturkosten sorgen. Zudem gab Violin die Übernahme von X-IO Storage bekannt. Dabei handelt es sich um die auf Flash- und Hybrid-Storage spezialisierte Sparte von X-IO Technologies.

Array für höchste Ansprüche

Das XVS 8-Array ist speziell für den Tier-0-Einsatz in Großunternehmen konzipiert. Als Einsatzgebiete nennt der Hersteller zum Beispiel OLTP-Datenbanken, Echtzeit-Analysen, virtuelle Server und Desktops sowie KI und Machine Learning. Dank ihrer hohen Leistung soll die Plattform auch Konsolidierungsmaßnahmen erleichtern, was wiederum zu niedrigeren Betriebskosten führt.

Im Rack belegt das XVS 8 drei Höheneinheiten und stellt zwischen 26 und 140 Terabyte an Rohkapazität bereit. Nach Deduplizierung und Kompression liegt die effektive Speicherkapazität bei 96 bis 512 Terabyte. Als Grundlage dienen Violin In-Line Memory Modules (VIMMs), die MLC-Flashbausteine mit 2 Bits pro Zelle nutzen. Laut dem Hersteller sollen diese noch schneller als aktuelle NVMe-Module zu Werke gehen.

Violin gibt die Latenzen mit bis zu 50 Mikrosekunden im Lesebetrieb über NVMe-over-Fibre-Channel an. Mit steigenden IOPS nehmen auch die Antwortzeiten zu: Bei einer Million 4K-Lese-IOPS sind es 400 Mikrosekunden, bei zwei Millionen beträgt die Verzögerung eine Millisekunde. An Schnittstellen hält das System entweder acht 32-Gigabit-Fibre-Channel- oder acht 10-Gigabit-Ethernet-iSCSI-Ports bereit. Für die Replikation sind zwei 40-Gigabit-Ethernet-Anschlüsse vorhanden. Das XVS 8-Array ist ab sofort über das Violin-Händlernetzwerk erhältlich.

Breitere Aufstellung durch X-IO-Übernahme

Parallel dazu gab Violin die Akquisition der X-IO Storage-Sparte bekannt, die für die Entwicklung der Intelligent-Storage-Element-Arrays (ISE) mit Flash- und Hybrid-Technik verantwortlich zeichnen. Finanzielle Details der Transaktion wurden nicht bekannt, die Übernahme soll noch im aktuellen Jahr vollzogen werden.

X-IO Storage war Teil von X-IO Technologies, die sich künftig unter der neuen Firmenbezeichnung Axellio auf Edge Computing und hyperkonvergente Infrastrukturen spezialisieren werden. Violin wird die ISE-Arrays in das eigene Portfolio integrieren, um Kundenanforderungen in größerem Maßstab abdecken zu können. Dazu wird das Produkt- und Entwicklungsteam von X-IO Storage übernommen. Auch der Kundenservice soll weiterhin auf gewohntem Niveau Bestand haben.

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