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Definition Was ist Data Protection?

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Dr. Jürgen Ehneß

Data Protection sorgt für die Absicherung von Daten gegen Verlust oder Manipulation. Es kommen Verfahren wie die Datensicherung zum Einsatz, die es ermöglichen, verlorene oder manipulierte Daten in ihrem ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Möglich sind beispielsweise inkrementelle oder vollständige Backups.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Der Begriff „Data Protection“ wird im IT-Umfeld in unterschiedlichem Kontext verwendet. Er kann Datenschutz im Sinne von informationeller Selbstbestimmung oder Schutz von Daten im Sinne von Absicherung der Daten gegen Verlust oder Manipulation bedeuten. Sollen wichtige Informationen gegen Verlust oder Manipulation geschützt werden, ist sicherzustellen, dass sich die gewünschten Informationen im Bedarfsfall in ihrem ursprünglichen Zustand wiederherstellen lassen. Es kommen Verfahren aus den Bereichen Backup, Datenarchivierung, Datenspiegelung, Datenmanagement und Disaster Recovery zum Einsatz. Die Daten lassen sich auf lokalen Medien oder über das Netzwerk auf Cloud-Speichern sichern.

Data Protection per Backup

Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Datensicherung (Backup). Hierbei werden wichtige Daten in regelmäßigen Abständen auf alternative Medien kopiert und dort vorgehalten. Tritt auf den Produktionssystemen ein Datenverlust auf oder wurden Daten manipuliert, können sie aus dem Backup mit dem Stand der letzten Sicherung wiederhergestellt werden. Je nach Wichtigkeit der Daten und der benötigten Aktualität kommen unterschiedliche Backup-Strategien zum Einsatz. Daten werden beispielsweise einmal in der Woche, täglich oder stündlich gesichert.

Ein inkrementelles Backup sichert nur die seit der letzten Datensicherung veränderten Daten. Häufig bestehen Backup-Strategien aus einem Mix von Vollsicherungen und inkrementellen Sicherungen zu verschiedenen Zeitpunkten. Je häufiger Daten gesichert werden, desto aktueller sind die wiederhergestellten Informationen. Typische Backup-Medien sind Festplatten, Bänder, optische Speichermedien oder Netzwerk- und Cloud-Speicher.

Continuous Data Protection (CDP)

CDP ist eine besondere Form der Datensicherung. Sie sichert sofort alle Veränderungen der Daten. Der Datenbestand des Backups ist immer aktuell. Es handelt sich um eine fortlaufende, inkrementelle Sicherung, die auch als „Continuous Backup“ oder „Realtime Backup“ bezeichnet wird.

Ein Vorteil gegenüber herkömmlichen Datensicherungsverfahren ist, dass keine Informationsverluste durch nicht aktuelle oder lückenhafte Backup-Daten auftreten.

Datenspiegelung – Absicherung der Daten vor Verlust durch Hardware-Defekte

Die Datenspiegelung schützt Daten vor Verlust durch Hardware-Defekte. Bei diesem Verfahren werden die Daten parallel auf mehreren Laufwerken gespeichert und quasi gespiegelt. Es existiert stets eine komplett identische Kopie des aktuell produktiven Laufwerks. Fällt eine Festplatte aus, kann die gespiegelte Festplatte direkt den Betrieb mit gleichem Datenbestand weiterführen. Eine häufig genutzte technische Implementierung der Datenspiegelung sind RAID-Systeme (Redundant Array of Independent Disks).

Abgrenzung zum Datenschutz

Wird der Begriff „Data Protection“ im Sinne von Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung verwendet, ist das Recht gemeint, dass jeder Mensch darüber entscheiden darf, wer wann seine persönlichen Daten liest und nutzt. In Europa ist der Datenschutz unter anderem in der General Data Protection Regulation (GDPR) beziehungsweise Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) geregelt. Sie ist seit Mai 2018 in Kraft.

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