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Maximale Datenübertragung Was ist die Burst-Rate?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Burst-Rate ist ein Begriff aus dem Netzwerk- und Storage-Bereich. Die Burst-Rate benennt die maximale Übertragungsrate, die kurzfristig erreicht werden kann. Diese maximale Übertragungsrate lässt sich nicht kontinuierlich aufrechterhalten. Nach einer bestimmten Zeit fällt sie wieder auf die normale Datenrate zurück.

Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.(Bild:  © aga7ta - Fotolia)
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Der Begriff Burst-Rate leitet sich vom englischen Wort burst ab, das im Deutschen „Explosion“ oder „Ausbruch“ bedeutet. Unter einer Burst-Rate versteht man eine kurzfristig erreichbare, hohe Datenübertragungsrate. Sie ist ein Maß für die maximale in einem definierten Zeitraum übertragbare Datenmenge und wird zum Beispiel in Vielfachen von Bit pro Sekunde oder Byte pro Sekunde wie Megabit beziehungsweise Gigabit pro Sekunde (Mbps/Gbps) oder Megabyte beziehungsweise Gigabyte pro Sekunde angegeben. Nach einem begrenzten Burst-Zeitraum fällt die maximal erreichbare Datenrate wieder auf die normale Datenrate zurück, da beispielsweise temporär verfügbare Ressourcen wie Pufferspeicher erschöpft sind.

Im Computerumfeld wird der Begriff in verschiedenen Bereichen verwendet. So ist es beispielsweise üblich, bei Datenspeichern, Netzwerkverbindungen oder Kommunikationssystemen neben der durchgängig, kontinuierlich erreichbaren Datenrate auch die maximal erreichbare Datenrate in Form der Burst-Rate anzugeben. Während die Burst-Rate Auskunft über die kurzfristig erreichbaren Kapazitätsgrenzen eines Systems gibt, ist die normale Übertragungsrate ein Maß für die durchschnittliche, dauerhaft und stabil verfügbare Leistung eines Systems.

Die Burst-Rate wird genutzt, um kurzfristige Lastspitzen zu bewältigen oder sehr schnelle Speicherzugriffe zu ermöglichen. Für den schnellen Zugriff von Prozessoren auf Daten des Arbeitsspeichers, zum Beispiel im DRAM, gibt es einen speziellen Burst-Modus (Burst-Mode).

Die Burst-Rate im Storage-Bereich

Bei Speichermedien wie Festplatten oder SSDs ist die Burst-Rate zu einem Großteil davon abhängig, wie schnell die Daten aus oder zu dem Cache des Speichermediums übertragen werden können. Die Burst-Rate ist in diesem Fall nicht von der physischen Lese- oder Schreibgeschwindigkeit des Speichermediums abhängig. Sind alle Daten des Caches ausgelesen oder ist der Cache komplett mit den zu schreibenden Daten gefüllt, fällt die Geschwindigkeit auf die eigentliche Lese- oder Schreibgeschwindigkeit des physischen Mediums zurück.

Die Burst-Rate im Netzwerkbereich

Im Netzwerkbereich ist es üblich, für Kommunikationsverbindungen neben der normalen, kontinuierlich erreichbaren Datenrate, die zum Teil auch als „nachhaltige“ oder „sustainable“ Datenrate bezeichnet wird, eine Burst-Rate anzugeben. Die Burst-Rate ist oft nur über sehr kurze Zeiträume von wenigen Sekunden erreichbar. Einige Netze sind so konfiguriert, dass die Datenrate automatisch begrenzt und auf eine sogenannte Committed Data Rate (CDR) gedrosselt wird, sobald die Burst-Rate einen zuvor definierten Zeitraum überschreitet. Das Überschreiten der CDR wird auch als „bursten“ bezeichnet.

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