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Definition Was ist die SMI-S?

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Dr. Jürgen Ehneß

SMI-S ist ein Standard der Storage Networking Industry Association (SNIA) für Storage Area Networks (SAN). Er soll die Verwendung von Produkten unterschiedlicher Hersteller in einem SAN ermöglichen und deren Verwaltung erleichtern. Der Standard definiert die Grundlagen für eine gemeinsame Managementumgebung.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
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(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Die Abkürzung SMI-S steht für „Storage Management Initiative Specification“. Es handelt sich um einen Standard der Storage Network Industry Association (SNIA) im Rahmen der Storage Management Initiative (SMI). Ziel des Standards ist es, den Einsatz von Produkten unterschiedlicher Hersteller in einem Storage Area Network (SAN) zu ermöglichen und deren Verwaltung zu erleichtern. Unter anderem definiert der Standard eine gemeinsame Managementumgebung.

Erste Spezifikationen wurden unter dem Namen „Bluefin“ entwickelt. Die erste Storage Management Initiative Specification erschien in der Version 1.0 im Jahr 2007. Mittlerweile existieren mehrere verschiedene Versionen. Die aktuellste Version ist SMI-S v1.8.0 aus dem Jahr 2018. Die Versionen 1.0 und 1.1 wurden dem International Committee for Information Technology Standards (INCITS) vorgelegt und unter ANSI INCITS 388-2004 und 388-2008 standardisiert.

Die Rolle der Storage Networking Industry Association (SNIA)

Die Storage Networking Industry Association (SNIA) wurde 1997 als Non-Profit-Organisation mit dem Ziel gegründet, die Entwicklung und Verbreitung von Speichernetzwerken durch Schaffung von Standards voranzutreiben. Sie ist Heimat verschiedener Arbeitsgruppen und betreibt ein unabhängiges Technologiezentrum in den USA. Neben SMI-S hat die SNIA unter anderem einen Standard für ein herstellerunabhängiges RAID-Datenformat (DDF) veröffentlicht. Innerhalb der SNIA treibt die Storage Management Initiative (SMI) die Entwicklung und Standardisierung von interoperablen Management Technologien für Storage-Netzwerke voran. Die SMI-Aktivitäten sind in folgende Bereiche unterteilt:

  • Support für Technical Working Groups,
  • Storage Management Lab Program (SM Lab) ,
  • SMI-S Conformance Test Program (SMI-S CTP),
  • Bereitstellung von Informationen und Bildungsmaterial für Storage-Managementtechnologien.

Die Ziele der Storage Management Initiative Specification

Zentrales Ziel der Storage Management Initiative Specification ist es, den Einsatz von Massenspeicherlösungen verschiedener Hersteller in heterogenen SAN-Infrastrukturen durch die Schaffung gemeinsamer, offener Managementstandards zu vereinfachen. Sowohl Storage-Management-Software-Hersteller als auch SAN-Nutzer sollen von den Aktivitäten der SMI profitieren. Für Hersteller ergibt sich ein größerer adressierbarer Markt, und die Entwicklungszeiten verkürzen sich. SAN-Nutzern bietet sich die Möglichkeit, Produkte verschiedener Hersteller in eine Multi-Vendor-Lösung zu integrieren und sie effizient zu managen.

Inhalte der Storage Management Initiative Specification

Die Storage Management Initiative Specification ist erweiterbar, offen und plattformunabhängig. Sie definiert gemeinsame Standards für die SAN-Komponenten, um sie in eine gemeinsame Managementoberfläche zu integrierten. Ein wesentlicher Teil ist das Web-based Enterprise Management (WBEM) der Distributed Management Task Force (DMTF). Die Basistechniken von WBEM sind:

  • CIM (Common Information Model) zur Modellierung der Speichergeräte,
  • XML (Extensible Markup Language) als Beschreibungssprache für die Transaktionen,
  • HTTP (Hypertext Transfer Protocol) als Transportprotokoll für XML.

Ein weiterer Inhalt der Storage Management Initiative Specification ist ein Lock-Manager für die Transaktionssicherheit des Managements.

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