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Daten planvoll sichern und wiederherstellen Was ist eine Backup-Strategie?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Eine Backup-Strategie ist eine strukturierte Planung, die festlegt, welche Daten wie gesichert und wie wiederhergestellt werden sollen. Sie berücksichtigt die Wichtigkeit der Daten und definiert beispielsweise, in welchen Abständen Voll- oder Teilsicherungen durchgeführt und auf welchen Sicherungsmedien sie abgelegt werden.

Im Rahmen einer Backup-Strategie wird strukturiert geplant, welche Daten wie und wann gesichert und wiederhergestellt werden, um Datenverluste zu vermeiden und Geschäftskontinuität zu sichern. Sie definiert Sicherungsfrequenzen und Medien, basierend auf Datenrelevanz und -volumen, und kann die 3-2-1-Regel zur Risikominderung verwenden.(Bild:  Midjourney / KI-generiert)
Im Rahmen einer Backup-Strategie wird strukturiert geplant, welche Daten wie und wann gesichert und wiederhergestellt werden, um Datenverluste zu vermeiden und Geschäftskontinuität zu sichern. Sie definiert Sicherungsfrequenzen und Medien, basierend auf Datenrelevanz und -volumen, und kann die 3-2-1-Regel zur Risikominderung verwenden.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)

Bei einer Backup-Strategie handelt es sich um einen strukturierten Ansatz und eine Verfahrensplanung zur Festlegung, wie welche Daten gesichert werden und wie sie sich wiederherstellen lassen. Ziel der Backup-Strategie ist es, das Risiko für Datenverluste zu minimieren und die Geschäftskontinuität sicherzustellen. Die für die Geschäftstätigkeit benötigten Daten sollen sich im Ernstfall, beispielsweise bei Hardware-Defekten oder Cyberangriffen, schnell und zuverlässig wiederherstellen lassen.

Hierfür berücksichtigt die Backup-Strategie die Wichtigkeit der Daten, die Häufigkeit der Datenveränderungen, die zu sichernden Datenmengen, die verfügbaren Ressourcen und die möglichen Risiken. Die Backup-Strategie enthält Vorgaben hinsichtlich der Häufigkeit und der Zeitpunkte der Sicherungen, der durchzuführenden Backup-Methoden und der zu verwendenden Speichermedien und Speicherorte.

Kriterien für das Erstellen einer Backup-Strategie

Für die Definition einer Backup-Strategie sind zahlreiche Fragestellungen zu beantworten und Kriterien zu berücksichtigen. Zunächst ist zu klären, welche Daten gesichert werden müssen und wie schnell diese im Ernstfall wieder zur Verfügung stehen sollen. Hierfür spielen Kennzahlen wie RPO (Recovery Point Objective) und RTO (Recovery Time Objective) eine Rolle. Aus diesen Kennzahlen und der Häufigkeit der Veränderungen können die Häufigkeit und die Methoden der notwendigen Datensicherungen abgeleitet werden. Es wird beispielsweise festgelegt, wann eine Vollsicherung durchgeführt wird und wie oft und in welchen Abständen sich inkrementelle oder differenzielle Sicherungen anschließen.

Weitere wichtige Kriterien für die Backup-Strategie sind die zu verwendenden Backup-Medien und Speicherstandorte. Sie sind abhängig von der zu sichernden Datenmenge und den Anforderungen an die Datensicherungen. Anforderungen sind zum Beispiel eine räumliche Trennung von Produktionsdaten und Sicherungsdaten, Speicherkosten oder die Datensicherungs- und -wiederherstellungsdauer. Daraus ergibt sich, ob lokale Speicher, entfernte Speicher, Netzwerkspeicher, Cloud-Speicher oder andere Sicherungsmedien verwendet werden.

Zur Backup-Strategie gehören auch Vorgaben, wie die Integrität der Backups getestet wird und wie sich die Backups im Bedarfsfall wiederherstellen lassen.

Die 3-2-1-Regel und Variationen davon

Die sogenannte 3-2-1-Regel ist ein häufig angewandtes Best-Practice-Prinzip für Backup-Strategien. Sie besagt, dass mindestens drei Kopien gesichert werden sollten, die sich auf mindestens zwei Sicherungsmedien befinden. Eines dieser Sicherungsmedien sollte sich an einem anderen Ort befinden oder an einem anderen Ort aufbewahrt werden.

Von der 3-2-1-Regel existieren mittlerweile Variationen wie die 3-2-1-1-Regel oder zur 3-2-1-1-0-Regel. Sie beinhalten zum Beispiel, dass auch eine Offline-Kopie der Daten bereitzuhalten ist oder die gesicherten Daten schon während des Backup-Vorgangs auf Fehlerfreiheit geprüft sind.

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