Datenmanagement

Welche Trends werden 2020 den Datenmanagementmarkt prägen?

| Autor / Redakteur: Roland Rosenau* / Dr. Jürgen Ehneß

Nicht nur das immense Datenwachstum macht den Markt für Datenmanagement im kommenden Jahr spannend.
Nicht nur das immense Datenwachstum macht den Markt für Datenmanagement im kommenden Jahr spannend. (Bild: © metamorworks - stock.adobe.com)

Verschiedene Entwicklungen zeichnen sich im Cloud- und Storage-Umfeld ab, die auch den Datenmanagementmarkt bestimmen.

Zunächst werden Hybrid-Cloud-Lösungen im nächsten Jahr sicherlich mehr in den Vordergrund rücken. Hierfür sind hauptsächlich fallende Preise seitens der Cloud-Provider verantwortlich. Cloud-Komplettlösungen werden eher die Ausnahme bleiben. Gründe hierfür sind neben Sicherheitsbedenken der Kunden auch fehlende Bandbreitengarantien bei der Cloud-Anbindung sowie fehlende durchgängige Backup-Konzepte der Cloud-Provider. Die Kunden möchten jederzeit selbst bestimmen, welche Daten sie wie oft sichern und aus welcher Speicherklasse ein notwendiges Restore kommt. Dies ist vor allem für die Einhaltung von strengen SLAs unabdingbar.

Cloud-Storage und Flash-Storage werden günstiger

Interessant wird sein, wie sich im neuen Jahr Themen wie Cloud-Storage, Flash-Storage, Storage-Management, SDS, As-a-Service-Angebote et cetera entwickeln werden. Eines ist klar, Cloud-Storage wird vor allem noch günstiger werden. Dies werden weniger die Endanwender spüren als die Unternehmen, die Terabyte-weise Daten in die Cloud verschieben. In der Cloud landen immer häufiger Daten für Test- und Entwicklungsumgebungen, sie wird aber auch als Archiv für Backup-Daten genutzt, die nicht unbedingt schnell wiederhergestellt werden müssen.

Cloud-Data-Management-Lösungen helfen dabei, die Daten transparent für den Anwender in die Cloud zu verschieben, aber auch automatisch wieder hervorzuholen. Generell möchte der Kunde sich nicht mehr selber darum kümmern müssen, wo sich die Daten gerade befinden. Genau dies leisten Appliance-Lösungen für Cloud Data Management.

Flash-Storage wird weiter im Preis fallen und den Weg in Richtung Commodity-Produkt fortsetzen. Das Storage-Management wird in erster Linie für die Verbindung zwischen On-Premises-Umgebung und Cloud verantwortlich sein. Verschiedene Speicherklassen im eigenen Rechenzentrum werden durch fortschreitenden Preisverfall schneller Speichertechnologien weiter an Bedeutung verlieren.

Ebenso wird Secure Data Storage sicherlich mehr zum Thema, wenn die Anbieter Garantien gegen unbefugten Zugriff geben können. Gleiches gilt für As-a-Service Angebote, die gerne von Kunden genutzt werden, wenn der Anbieter entsprechende Sicherheitsgarantien geben kann.

Schlecht skalierbare Backup-Ansätze werden es schwer haben

Ebenso stellt sich die Frage, was bei Dauerbrennern wie Backup oder Netzwerkspeichern passiert. Herkömmliche Backup-Lösungen werden sich bei exponentiellem Datenwachstum nur schwer weiter halten können. Sicherungsansätze, die sich nicht ohne großen Aufwand skalieren lassen, werden im nächsten Jahr daher weiter an Marktanteil verlieren. Eine bestehende Lösung kann zwar stetig erweitert werden, was aber zulasten der Administrationsfähigkeit geht. Wenn neue Hardware angeschafft und integriert werden muss oder Troubleshooting nötig wird, weil ein Backup zu langsam ist, wird die Administration aufwändig bis unmöglich.

Netzwerkspeicher, das andere Dauerbrennerthema, spielt nach wie vor eine bedeutende Rolle in der Storage-Landschaft, was auch im nächsten Jahr der Fall sein wird. Die Einfachheit und die Skalierbarkeit sorgen hier dafür, dass dieses Marktsegment nicht kleiner wird. Dies ist eine Parallele zu modernen Datenmanagementlösungen im Backup-Bereich.

Brancheninsider beschäftigen sich auch damit, welche Rolle künftig HDD und Bandspeicher oder die Wahl des Storage-Mediums ganz allgemein für das Datenmanagement spielen werden. HDDs werden nach wie vor als Zwischenspeicher ihre Bedeutung haben. Mit aktuellen Deduplizierungs- und Komprimierungsmethoden werden HDDs vor allem für sequentielle Workloads weiterhin sinnvolle Speichermedien sein.

Bandspeicher wird ebenfalls nicht so schnell vom Markt verschwinden, da es sich um eine kosteneffiziente Lösung handelt und den Sicherheitsbedenken vieler Kunden entgegenkommt. Statt der abstrakten, nicht konkret nachvollziehbaren Speicherung in der Cloud halten viele Unternehmen an einem physischen Medium fest, das beispielsweise in einem Safe oder an einem zweiten Standort gelagert werden kann.

Bandspeicher wird dennoch im nächsten Jahr weiter an Marktanteil verlieren, wofür zwei Gründe sprechen. Zum einen dürfte ein Generationswechsel schwierig werden, und zum anderen muss neben der Haltbarkeit des Mediums auch gewährleistet sein, dass die Technologie noch existiert, mit der ein Band gelesen werden kann. Bei dauerhaft sinkendem Marktanteil könnten sich derzeitige Hersteller zurückziehen und von dieser Technologie verabschieden. Diese langfristigen Überlegungen dürften künftig wichtiger werden, auch wenn der auf den ersten Blick so günstige Preis pro Gigabyte für Bandspeicher sprechen mag. Unverzichtbare regelmäßige Leseprüfungen und die langfristig unausweichlichen Umkopiervorgänge auf anderen Medien sollten in die Kostenbilanz miteinkalkuliert werden.

Roland Rosenau, SE Manager EMEA Central bei Rubrik.
Roland Rosenau, SE Manager EMEA Central bei Rubrik. (Bild: Rubrik)

Rubrik baut Führungsrolle im Bereich Cloud Data Management weiter aus

Rubrik wird im Jahr 2020 seine Position als Primus im Cloud-Data-Management-Bereich weiter ausbauen. Zeitgemäße Cloud-Data-Management-Lösungen ermöglichen nahtlose Migrationen in die Cloud, egal, ob in die Private Cloud in einer On-Premises-Umgebung oder in die Public Cloud bei einem der großen Hyperscaler. Restore-Prozesse werden mit wenigen Klicks initiiert, die Dauer der Wiederherstellung lässt sich variieren, was bei Rubrik schon lange möglich ist. Hinzukommen werden künftig Rundum-sorglos-Lösungen für Disaster Recovery in der Cloud inclusive Fallback sowie erweiterte Datenklassifizierungsmöglichkeiten nach gesetzlichen Vorgaben. Ebenfalls wird Rubrik sein Portfolio mit Continous Data Protection ergänzen.

*Der Autor: Roland Rosenau, SE Manager EMEA Central, Rubrik

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