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Neuigkeiten von Microsoft zum Massenspeicher-Handling

Windows 7 glänzt mit neuen Speicheroptionen

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Umgang mit virtuellen Laufwerken

Virtuelle und physikalische Systeme wachsen immer mehr zusammen, das zeigt Windows 7 ganz deutlich. So behandelt das Betriebssystem Virtual Hard Disks (VHDs) und das Windows Imaging Format (WIM) ohne Zusatzsoftware wie eine physikalische Festplatte. VHD wird von Microsoft als Standard für das Speichern von virtuellen Maschinen in Virtual Server, Virtual PC und Hyper-V verwendet. Beide Formate lassen sich wie ein Wechseldatenträger mit Laufwerksbuchstaben oder als Unterordner einbinden, verkleinern, vergrößern und wieder aus dem Dateisystem aushängen.

Die Unterstützung in Windows 7 erleichtert die Migration von physikalischen Installationen in virtuelle und umgekehrt. In der optisch weitgehend unveränderten Datenträgerverwaltung lassen sich virtuelle Festplatten auch erstellen: Nach dem Klick auf den Eintrag „virtuelle Festplatte erstellen“ erscheint ein Dialog, in dem der Zielort ausgewählt und der Name der Platte eingegeben werden kann.

Wie üblich lassen sich die virtuellen Datenträger entweder von vornherein mit einer fixen Größe oder dynamisch wachsend anlegen. Danach steht der neue Datenträger wie eine lokale Festplatte oder ein USB-Stift in der Verwaltung zur Verfügung und muss nur noch initialisiert und mit einem Laufwerksbuchstaben versehen werden.

Was man in Windows 7 (zum Glück) vergeblich sucht, ist der Removable Storage Manager. Microsoft hat den ungeliebten Wechselmedien-Wurmfortsatz hinausgeworfen.

Dynamisches Duo

Einige der Änderungen im Bereich Speicherhandling spielen erst im Zusammenspiel mit dem passenden Serverbetriebssystem ihre volle Leistung aus. So soll das Feature „Branchcache” die Anbindung von Niederlassungen verbessern, die nur über einen schmalbandingen Zugang zum Rechenzentrum verfügen. Dabei handelt es sich eher um ein Feature von Windows Server 2008 R2, das Programm- und Datendateien nach dem ersten Zugriff auf die Zentrale zwischenspeichert. Beim erneuten Aufruf der Datei, auch durch einen anderen Nutzer, greift der Server auf die lokal zwischengespeicherte Kopie zu. Branchcache kann sowohl im Server-Modus, wie gerade beschrieben, arbeiten, die Technik funktioniert aber auch in einer Art Peer-Modus. Dann werden die Kopien nicht zentral am Server vorgehalten, sondern direkt von Windows 7 Client zu Windows 7 Client verteilt. Eine Konsistenzprüfung soll Versionskonflikte ausschließen, zudem wahrt das Feature die notwendigen Rechte zum Zugriff auf die Dateien.

Weiter mit: Branchcache ist passiv

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