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Neuigkeiten von Microsoft zum Massenspeicher-Handling

Windows 7 glänzt mit neuen Speicheroptionen

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Unterstützt werden die Protokolle HTTP und HTTPS sowie SMB/CIFS. Branchcache agiert streng passiv und tritt nur dann in Aktion, wenn ein Anwender lesend auf eine Datei zugreift. Schreibversuche laufen immer am Cache vorbei. Laut Microsoft soll die Software auch mit SSL, SMB Signing und IPsec zurechtkommen. Als einziger Client für dieses Feature ist Windows 7 vorgesehen, eine Unterstützung älterer Client-Betriebssysteme soll es nicht geben.

Neuer Schwerpunkt iSCSI

Auch zum Themenfeld iSCSI bringt Windows 7 Neuigkeiten. Microsoft geht von einer zunehmenden Popularität des Protokolls aus und hat seinen Initiator deutlich aufgehübscht. So gibt es eine Quick-Connect-Funktion an prominenter Stelle, die nach Eingabe von Hostnamen oder IP-Adresse alle Targets anzeigt, Click-und-Connect-Button inklusive.

Weitere Detailverbesserungen umfassen eine Konfigurationszusammenfassung mit eigenem Tab, kontextabhängige Hilfen sowie eine deutlich übersichtlichere Mapping-Anzeige der zugeordneten Volumes. Microsoft hat auch einen herstellerspezifischen Tab vorgesehen, in dem Initiator-Anbieter eigene Funktionen zusammenfassen können.

Auf der Serverseite wurde die Architektur so angepasst, dass erheblich höhere Leistungen möglich sind. Der neue Initiator soll eine 10-Gigabit-Verbindung zu einem potenten Speichersystem komplett auslasten können. Multipathing ist nun sowohl für Fibre-Channel als auch für iSCSI möglich, zudem wurde die iSCSI-Performance in Hyper-V deutlich verbessert. Nach ersten Benchmarks von Microsoft verdoppelte sich der Durchsatz im Vergleich zu Windows Server 2003 nahezu. Und Hyper-V hat nun auch die volle Auswahl an Verbindungsoptionen: Der Host kann VHDs auf einem iSCSI-Volume ablegen, iSCSI-LUNs lassen sich per pass-through zur virtuellen Maschine durchreichen und eine Hyper-V Virtual Machine kann auch direkt per iSCSI auf Speichersysteme zugreifen. Noch ein kleines Extra: Ab sofort können auch während der Installation SCSI-Miniports über F6 hinzugefügt werden.

Obwohl sich die ganze Welt in erster Linie auf die Änderungen in der Grafik und beim Handling konzentriert, sollte man die unsichtbaren Detailverbesserungen nicht außer Acht lassen. Windows 7 enthält gerade in puncto Massenspeicheranbindung und -verwaltung so viele interessante Neuerungen, sodass der Umstieg allein aus diesem Grunde eine interessante Option sein kann.

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