IBM z13 Mainframe Milestone

14.000 Mainframes wären heute nötig für das Transaktionsvolumen im Jahr 2025

| Autor / Redakteur: Rudi Kulzer / Rainer Graefen

IBM will sich einen großen Anteil am zukünftigen Transaktionsvolumen mobiler Einkäufe und Downloads abschneiden.
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IBM will sich einen großen Anteil am zukünftigen Transaktionsvolumen mobiler Einkäufe und Downloads abschneiden. (Copyright Jon Simon)

Umfangreiche Transaktionen sowie eine sehr hohe Datensicherheit für eine zunehmend mobile Wirtschaft sind die Aufgaben, auf die ein neuer Mainframe-Rechner von IBM zugeschnitten ist. Als Gegenstück auf der Speicherseite kommt für IBM nur der DS8870 in Frage.

Die neue Mainframe-Generation ist ein Nachfolger der Großrechner, die IBM schon seit den 1950er Jahren verkauft. Sie wurden konzipiert, um große Mengen von Transaktionen mit extrem hoher Zuverlässigkeit zu verwalten. Typische Anwender sind Banken, Börsen, Flugreservierungssysteme oder Einzelhändler. Alle diese Unternehmen wollen Service-Unterbrechungen unbedingt vermeiden.

In jüngster Zeit hat der zunehmende Fortschritt mobiler Technologie in der Verbraucherwelt im Bereich mobiler IT zu einer stark ansteigenden Menge von Transaktionen geführt. Diese erzeugen in der Regel eine Kaskade weiterer Aktionen zwischen Computersystemen.

Das sind beispielsweise Vergleiche zu vorherigen Käufen, umfangreiche Datenverschlüsselungen, Bank-zu-Bank-Abgleiche und Treuekunden-Angebote. Diese „Starburst-Effekt“ genannte Kaskade besagt, dass jede einzelne Transaktion wiederum zwischen vier und 100 zusätzliche Systeminteraktionen auslösen kann. Die Folge sind neue Sicherheitslücken an jedem Interaktionspunkt. So betrachten 71 Prozent der von IBM befragten CIOs und IT-Manager das Thema Sicherheit als die wichtigste Herausforderung bei mobilen Geschäftstätigkeiten.

Hohe Entwicklungskosten, zahlreiche Patente

Auf diese Herausforderung hat IBM nun mit seinem neuen Mainframemodell - z13 - reagiert und Mitte Januar einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Für das neue System hat IBM annähernd eine Milliarde US-Dollar und fünf Jahre Entwicklungsarbeit unter Einbeziehung von mehr als 60 Kunden investiert. Dabei sind auch über 500 neue Patente entstanden. Nach Angaben des Herstellers ist das jüngste Modell die stärkste Maschine für die Bewältigung der mobile Economy unserer Tage.

„Jedes Mal, wenn ein Verbraucher einen Kauf tätigt oder einen Vorgang auf seinem Smartphone aktualisiert, kann dies eine Kaskade von Ereignissen und damit Transaktionen im Back-End der Computing-Umgebung auslösen. Die z13 kann Milliarden von Mobile-Transaktionen bewältigen“ sagt Tom Rosamilia, Senior Vice President IBM Systems. „Verbraucher erwarten schnelle, einfache und sichere Mobile-Transaktionen. Für Unternehmen bedeutet das die Schaffung einer sicheren und leistungsstarken Infrastruktur mit fortschrittlichen Analyse-Möglichkeiten.“

Schwierige Kombination Transaktion und Echtzeitanalyse

IBM z13 ist das erste Mainframe-System mit integrierter Analytik, die in Echtzeit Einblicke in mobile Transaktionen liefert. Das war bisher in dieser Form nicht möglich, da Transaktionen und Analyse unterschiedliche Anforderungen stellen. Anhand der analytischen Einblicke können Betrugsversuche bei Geschäftsvorgängen künftig leichter und nahezu in Echtzeit aufgedeckt werden.

In Ergänzung zur Unterstützung der Betrugsprävention bietet das z13-Modell Unternehmen die Chance, ihre Kundenbindungsprogramme zu verbessern. Mit Echtzeit-Einblicken in die Kaufgewohnheiten der Kunden können Händler diesen Up-Selling- und Cross-Selling-Aktionen anbieten, bevor sie das Geschäft oder den Online-Shop verlassen. Nach Schätzungen von Marktbeobachtern wird daher die Menge an mobilen Transaktionen bis zum Jahr 2025 auf 40 Billionen täglich ansteigen.

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