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SDS für disaggregierten Block-Storage Was ist Lightbits LightOS?

Von Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber 2 min Lesedauer

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Lightbits LightOS ist eine softwaredefinierte Speicherlösung. Sie stellt disaggregierten, hochverfügbaren Block-Storage mit niedriger Latenz zur Verfügung und läuft auf Standardhardware oder in der Cloud. Die Lösung basiert auf NVMe over TCP und macht NVMe-Flash-Speicher über Standard-Ethernet-Netzwerke zugänglich. Lightbits LightOS ist für moderne Cloud- und Virtualisierungsinfrastrukturen wie Kubernetes, OpenStack, OpenShift und VMware optimiert.

LightOS von Lightbits wurde speziell für hohe Leistung, geringe Latenz und gute Skalierbarkeit entwickelt.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
LightOS von Lightbits wurde speziell für hohe Leistung, geringe Latenz und gute Skalierbarkeit entwickelt.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

Lightbits LightOS ist der Name einer softwaredefinierten Speicherlösung für disaggregierten, hochverfügbaren Block-Storage auf Basis von schnellem Flash-Speicher, NVMe over TCP und Standard-Ethernet-Netzwerken. Sie wird vom 2016 gegründeten, israelisch-US-amerikanischen Start-up-Unternehmen Lightbits Labs entwickelt und vertrieben. Zu den Investoren und Kapitalgebern des Unternehmens zählen unter anderem Cisco, Dell, Intel, Micron und Lenovo. Die Gründer von Lightbits Labs waren Avigdor Willenz, Eran Kirzner, Kam Eshghi, Muli Ben-Yehuda, Ofir Efrati und Fabian Trumper.

Lightbits LightOS wurde speziell für hohe Leistung, geringe Latenz und gute Skalierbarkeit entwickelt. Der disaggregierte, softwaredefinierte Speicher verhält sich aus Sicht der Anwendungen ähnlich wie lokaler Flash-Speicher und ist dank NVMe over TCP über Standard-Ethernet-Netzwerke kostengünstig realisierbar. Die Speicherlösung läuft auf Standard-x86-Servern und in der Cloud und ist für moderne Cloud-Umgebungen und Virtualisierungsinfrastrukturen, einschließlich Kubernetes, OpenStack, OpenShift und VMware, optimiert. Lightbits LightOS ist unter anderem auf AWS (über den Marketplace) oder Microsoft Azure (als Managed Application) verfügbar.

Eingesetzt werden kann Lightbits LightOS zum Beispiel für I/O-intensive Arbeitslasten wie SQL- oder NoSQL-Datenbanken, Zeitreihendatenbanken, Streaming-Anwendungen oder virtuelle Maschinen. Das Pricing der Speicherlösung für private oder öffentliche Clouds oder für On-Premises-Set-ups ist abhängig von verschiedenen Faktoren wie Speicherkapazität, Bereitstellungsmodell, Support-Umfang oder Vertragslaufzeit. Lightbits nennt aktuell (Stand Mai 2026) einen Einstiegspreis ab 17,25 US-Dollar pro Terabyte und Monat.

Architektur und prinzipielle Funktionsweise von Lightbits LightOS

In einem LightOS-Cluster sind die Dienste und die Daten über verschiedene Server hinweg verteilt. Das stellt die Verfügbarkeit der Dienste und der Daten beim Ausfall eines oder mehrerer Server sicher. Die einzelnen Storage-Nodes mit ihren lokalen NVMe-SSDs exportieren virtuelle NVMe-Namespaces und bilden gemeinsam mit den anderen Nodes den verteilten Storage-Cluster. Gelesen und geschrieben wird auf den NVMe-Namespace über den Kernel-NVMe/TCP-Treiber.

Aus der Sicht der auf die Daten zugreifenden Clients erfolgt die Datenreplikation transparent. Ein Server-Failover verläuft unterbrechungsfrei und nahtlos. Replikation und Erasure-Coding schützen die Daten vor Node- oder SSD-Ausfällen. Das für die Kommunikation eingesetzte NVMe over TCP sorgt über Standard-Ethernet und normale Netzwerkkarten und Switches für eine hohe Performance des verteilten Speichers. Teure Spezial-Hardware wie bei NVMe over Fibre Channel oder NVMe over RoCE (RDMA over Converged Ethernet) wird nicht benötigt.

Ein verteiltes Cluster-Management koordiniert Metadaten, Replikation, Failover und das Health-Monitoring. Darüber hinaus unterstützt der Storage-Cluster Funktionen wie Thin Provisioning, Snapshots, Klonen, Datenkomprimierung, Multipathing und weitere Funktionen. Zur Cloud-nativen Integration bietet LightOS CSI-Plug-ins, Cinder-Treiber und vCenter-Plug-ins. Das Management ist über RESTful-APIs, CLI und GUI/Monitoring-Werkzeuge möglich.

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