Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

1962 bis 1974 – die Epoche der Wechselplatten und die „Winchester-Zeit, Teil 2

11.02.2010 | Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

Der Massenspeicher MSS (Mass Storage System) IBM 3850 bildete auf zwei zylinderförmigen Magnetbandpatronen den Inhalt eines Datenträgers des Magnetplattenspeichers IBM 3330 ab.
Der Massenspeicher MSS (Mass Storage System) IBM 3850 bildete auf zwei zylinderförmigen Magnetbandpatronen den Inhalt eines Datenträgers des Magnetplattenspeichers IBM 3330 ab.

Die Epoche von 1962 bis 1974 war wie die Anfangsepoche durch neue Systemankündigungen geprägt, in denen immer das dafür passende Platten- und Bandsystem Teil der Ankündigung war. Der Einsatz der damals verwendeten Wechselplatten war bei den Endbenutzern sehr beliebt, da man diese auch für den Datenträgeraustausch zwischen unterschiedlichen Lokationen einsetzen konnte.

1973: Das an mittlere Rechnersysteme IBM/370, Modelle 115, 125 und 135, direkt anschließbare neue Magnetplattensystem IBM 3340 benutzte als auswechselbaren Datenträger das Datenmodul IBM 3348. Die auswechselbaren Datenmodule 3348 boten 35 oder 70 Megabyte Kapazität. Ein Modul enthielt in einem geschlossenen, staubgeschützten Gehäuse den Plattenstapel und einen horizontal beweglichen Zugriffskamm mit zwei Schreib-/Leseköpfen je Datenoberfläche. Das Modul war auf die Welle des Antriebsmotors im Laufwerk aufgesetzt.

Nach dem automatischen Öffnen einer seitlichen Jalousie verbanden elektrische Steckverbindungen den Zugriffskamm mit dem Laufwerk und eine mechanische Verbindung den Zugriffskamm mit dem Linearmotor. Der Grund für diese Konstruktion: Wenn auswechselbare Plattenstapel als Datenträger dienten, bedeutete das insbesondere für Zugriffskämme extreme Ansprüche an die Fertigungstoleranzen, weil jeder Stapel zu jedem beliebigen Laufwerk passen musste und schon minimale horizontale Abweichungen der Köpfe über den Spuren zu Lesefehlern führte.

Dieser Umstand setzte der horizontalen Spurdichte Grenzen und minderte die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Systeme. Maximal vier Module mit einer maximalen Kapazität von 280 Megabyte konnten über einen Direktanschluss am IBM/370-Rechner betrieben werden. Die IBM 3340 mit den Modellen A2, B1, B2 und C2 wurden am 13. März 1973 angekündigt. Die Modelle B1 und C2 wurden am 20. Dezember 1983 und die Modelle A2 und B2 am 1. Mai 1984 vom Vertrieb zurückgezogen.

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