Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 11

Seite: 4/5

Firma zum Thema

256 virtuelle Laufwerke per Node

Als Band-Laufwerksemulation verwendet ProtecTier virtuelle LTO-Laufwerke (LTO-3). Neben LTO ist auch die Emulation von DLT (DLT7000) möglich. Unterstützt sind bis zu 256 virtuelle Laufwerke per Node und 512 Laufwerke per Cluster. In einer Clusterkonfiguration können bis zu 16 virtuelle Libraries abgebildet und bis zu 500.000 virtuelle Kassetten emuliert werden.

Das Hyperfactor-De-Duplication-Verfahren stellt derzeit auf dem Markt als einziges Verfahren eine 100%ige Datenintegrität sicher. Im Backend, also hinter dem Gateway, sind alle aktuellen IBM Plattensysteme unterstützt. Auch Nicht-IBM-Systeme von HDS, EMC und HP können betrieben werden.

Bildergalerie

ProtecTIER neue Prozessoren für das TS7650G-Gateway

Im 1. Quartal 2009 führt IBM neue Prozessoren für die TS7650G Gateways ein. Zum Einsatz kommt der x3850 M2 MT7233-Prozessor. Hierbei handelt es sich um einen 4 x 6 Core-Prozessor mit 2,6 GHz und 32 Gigabyte RAM mit zwei integrierten RAID1-betriebenen 146-GB-SAS Disk-Laufwerken, 2 Emulex Dual Port FC-Adapter für die Hostanbindung und zwei Qlogic Dual Port FC-HBAs für die Anbindung des Backend-Platten-Repositories. Für die Replizierung stehen Dual Port Gigabit Ethernet-Adapter zur Verfügung. Der neue Prozessor steigert die Gateway-Leistungsfähigkeit um ca. 30 Prozent. Das wird durch den 4 x 6 Core-Prozessor möglich, der jetzt gleichzeitig 24 Datenströme mit De-Duplizierung bearbeiten kann.

TS7650G Disk Backend als Repository

Im Backend des TS7650G Gateways werden die IBM Plattensysteme DS3400, die DS4000- und DS5000-Modelle, die DS8000, XIV Storage, SVC und Nseries unterstützt. Ebenso können die Nicht-IBM-Plattensysteme HDS AMS1000, EMC CX und HP EVA betrieben werden.

ProtecTIER Replikation

Für die Gateway-Lösung besteht seit September 2009 (Verfügbarkeit) die Möglichkeit der IP-basierten Replikation. Damit können virtuelle Bänder in eine andere Lokation direkt kopiert werden, um auf diese Weise die Notwendigkeit von physikalischen Bandtransporten zu vermeiden. Da bei der Replikation nur die geänderten Blöcke übertragen werden, hält sich die benötigte Bandbreite der IP-Verbindungen in Grenzen. Die Anforderung für eine dritte, „sichere” Kopie besteht bei vielen IT-Umgebungen schon lange, doch bisher konnte dies technisch nicht umgesetzt werden, weil entsprechende Leitungskapazitäten nicht vorhanden oder nicht bezahlbar waren. Jetzt steht dem nichts mehr im Wege und solche Konzepte können ohne die Notwendigkeit riesiger Übertragungsbandbreiten realisiert werden.

Pro Node stehen zwei Ethernet-IP-Ports zur Verfügung. Ältere Systeme können durch eine zweite Ethernet-Karte nachgerüstet werden. Das Besondere dieser Replikationsfunktion ist der automatische Failover und Failback. Fällt die primäre Seite aus, kann die Disaster/Recovery-Seite per Knopfdruck zur „Primary“ gemacht werden und der Betrieb läuft weiter. Steht die primäre Seite dann wieder zur Verfügung, wird ein Failback durchgeführt und die Daten werden zur primären Seite zurückrepliziert.

Die Replikation kann Policy-basierend betrieben werden. Dabei kann die Replikation ständig und sofort durchgeführt werden (Immediate Mode). Man kann die Replikation aber auch in einem geplanten Zeitfenster durchführen (Replication Window). Die Policies können sowohl einzelne Kassetten als auch einen Pool von vielen Kassetten administrieren. Dabei gibt es zwei Betriebs-Modi: Der Visibility-Control- Modus importiert bzw. exportiert die Kassetten, die über die Backup-Applikation gesteuert werden (Check-Out). Kassetten, die exportiert werden, werden in die Target-VTL repliziert. Beim Basic-DR-Modus (Disaster Recovery) läuft die Replikation ständig und transparent zur Backup-Applikation mit und die Kassetten stehen sowohl auf der primären Seite als auch auf der Remote-Seite zur Verfügung.

Weiter mit: Multipathing und Control Path Failover

(ID:2044229)