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Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 11

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Der Index umfasst vier Gigabyte

Der Index hat eine feste Größe von vier Gigabyte und wird permanent im Hauptspeicher des Gateways (xSeries) gehalten. Das Verhältnis der gespeicherten Daten zum Index (Ratio of Repository to Index) spiegelt die Effizienz des Index wider. Die Zahl von 250.000:1 beim Hyperfactor-Verfahren sagt aus, dass ProtecTier mit einem festen Memory Index von vier Gigabyte das 250.000-fache, d. h. ein Petabyte an Daten verwalten kann. Dabei ist der De-Duplizierungsfaktor noch nicht berücksichtigt. Wäre der erzielte Faktor bei 25, könnten 25 Petabyte an Daten verwaltet werden. Das ist der große Vorteil dieser Lösung, weil die verwalteten Kapazitäten ohne Leistungsverlust in diese hohe Dimension skaliert werden können (im Vergleich: Hash-basierende Verfahren erzielen in der Regel nur ein Ratio von etwa 400:1.

Das bedeutet, dass die Anforderung an die Hauptspeichergröße im Rechner wesentlich höher ist und ab einer bestimmten Datenmenge der Index nicht mehr komplett im Hauptspeicher gehalten werden kann. Dann kommt es sofort zum Performance-Einbruch! Die ProtecTier-Lösung ist daher deutlich besser für sehr hohe Kapazitäten bei hoher Leistungsfähigkeit im Vergleich zu Hash-basierenden Verfahren geeignet und bildet eine echte Enterprise-Lösung ab).

Das ProtecTier Repository beinhaltet sowohl die Backup-Daten als auch die dazugehörigen Meta-Daten. Die Meta-Daten beinhalten zwei Kopien des Hyperfactor-Index, alle virtuellen Volume Files, die Konfigurationsdaten der virtuellen Libraries und Storage Management Daten (Pointer-Tabellen, Referenz Counter etc.).

Dabei werden die Datenblöcke selbst im Repository RAID5-basierend abgespeichert, während die Meta-Daten aus Sicherheitsgründen RAID10 basierend, also doppelt, abgespeichert werden. Das Repository kann auf einem einzigen RAID-Array gehalten werden oder über viele RAID-Arrays verteilt werden.

LUNs reservieren

LUNs, die für das ProtecTier Repository benutzt werden, dürfen nicht von einer Array-Gruppe kommen, die von anderen Applikationen benutzt werden. Es wird empfohlen, dass für das Repository eine LUN so angelegt wird, dass sie die gesamte RAID-Gruppe umfasst. IBM Hyperfactor kann bis zu einer Datenreduzierung 25:1 führen und skaliert bis auf ein Petabyte native Plattenkapazität. Bei einem erreichten De-Duplication-Faktor 25:1 können bei einer nativen Ein-Petabyte-Plattenkapazität 25 Petabyte an Daten verwaltet werden. Das Gateway ist als Single Note Gateway oder in einer Clusterkonfiguration mit zwei Nodes verfügbar. Die Leistung liegt bei einer Clusterkonfiguration bei bis zu 1.000 MB/s, ist aber direkt abhängig von der dahinterliegenden Platteninfrastruktur und Plattenart (FC-Platten oder SATA-, FATA-Platten).

Die hohe Leistungsfähigkeit von Hyperfactor kommt von der Tatsache, dass der Algorithmus auf dynamischer Blockbasis arbeitet und identifizierte kleine Blöcke, die kleiner als acht KB sind, nicht betrachtet werden und sofort als „neu“ im Repository gespeichert werden. Würde man diese kleinen Blöcke wie die großen Blöcke behandeln, wäre eine Skalierbarkeit in diese hohe Leistungsklasse nicht möglich.

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