Auszug aus dem IBM Storage System Kompendium

2006 bis 2010 – die Epoche der Server-basierenden Speichersysteme und der Speichervirtualisierung, Teil 15

13.04.2010 | Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

SPSC-Lösungskomponenten: Die Bausteine HSM, TSM sind Optionen, die auf Wunsch integriert werden können.
SPSC-Lösungskomponenten: Die Bausteine HSM, TSM sind Optionen, die auf Wunsch integriert werden können.

Unter Verwendung von erprobten Baugruppen wie GPFS, BladeCenter und Storage stellte IBM im November 2007 ein hochskalierbares und hochperformantes Dateisystem mit integrierten ILM-Funktionen vor. Das System ist in der Lage, linear mit den Anforderungen an Speicherplatz und Durchsatz zu wachsen und bietet neben extremer Hochverfügbarkeit eine einfache Administrierbarkeit.

Im Frühjahr 2010 kommt als Lösungsnachfolger von SOFS die IBM-SPSC-Lösung zur Anwendung. SPSC steht für Smart Private Storage Cloud. Die IBM SPSC-Lösung wurde entwickelt, um einfach und performant unstrukturierte Daten in Kundenumgebungen zur Verfügung zu stellen und bekannte Engpässe (Administration, Wachstum, Durchsatz, z. B. bei Web-Anwendungen) in aktuellen Network Attached Storage-Lösungen – kurz NAS – zu beseitigen.

Als Basis der IBM SPSC-Lösung dienen erprobte Hardware-Komponenten – IBM Bladecenter mit IBM-Storage-Produkten – und das IBM General Parallel File System – kurz GPFS, das seit 1996 in High-Performance-Computing-Umgebungen sehr erfolgreich eingesetzt wird. IBM GPFS stellt eine stabile Grid-Plattform mit erprobten Skalierungsmöglichkeiten und integrierten Hochverfügbarkeitsfunktionen zur Verfügung.

Stabile Scale-Out-Plattform

Durch Erweiterungen mit bewährten Bausteinen (Redhat Linux, Samba) verfügt SPSC über eine hochmoderne und eine offene Systemplattform. Dieses Grid-basierte Lösungskonzept stellt eine stabile Scale-Out-Plattform für zukünftige Storage-Anforderungen zur Verfügung. Durch Fokussierung der SPSC-Entwicklung auf eine optimierte Betriebsführung und reduzierte Komplexitätsanforderungen integriert IBM bereits im SPSC-Standard viele Funktionalitäten und unterstützt diese mit Prozessen. Diese Funktionalitäten beinhalten Trendanalysen, Datenmigrationsprozesse und Information-Lifecycle Management-Prozesse.

Ebenso wie die in der IBM SPSC-Lösung integrierten Management-Funktionalitäten wie Monitoring, Administration und Operation erlauben Schnittstellen eine einfache Integration in die IT-Überwachung und garantieren geringe Administrationsaufwände.

Zur Steigerung der Backup/Restore-Zeiten erfolgte eine Integration von IBM Tivoli Storage

Manager – kurz TSM – in die Lösung. Unter Verwendung der SPSC-Mechanismen reduzieren sich die Scan-Zeiten erheblich, Gleiches gilt für den Restore.

IBM SPSC bietet:

  • einen globalen Namensbereich für alle Verzeichnisse (File-Virtualisierung)
  • einfachste Betriebsführung und Administration
  • Hochverfügbarkeitsmechanismen eines Clusters mit Grid-Mechanismen
  • dynamische Erweiterung/Reduzierung ohne Betriebsunterbrechung
  • integrierte Information-Lifecycle-Funktionen mit automatisierten Regeln auf File-Ebene, in Kombination mit TSM HSM eine Integration bis auf Band
  • flexible Kopplung von Anwendungsservern durch CIFS, NFS, GPFS Cross Cluster Mount
  • sehr große Speichervolumen in einem System (> zehn Petabyte)
  • integrierte Datenmigrationsmechanismen

Im Anlaufbild „SPSC-Lösungskomponenten“ wird der schematische Aufbau der Lösung im Gesamtüberblick dargestellt. Die Bausteine HSM, TSM sind hierbei Optionen, die auf Wunsch in die Lösung integriert werden können. Die SPSC-Lösung besteht immer aus IBM-Komponenten und Erweiterungen von GNU-Komponenten.

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