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Kommentar Stefan Roth, Fujitsu 2019 steht im Zeichen von NVMe

| Autor / Redakteur: Stefan Roth* / Diplom-Betriebswirtin Tina Billo

Ob künstliche Intelligenz, IoT oder Augmented Reality – diesen und vielen weiteren aktuellen Anwendungen ist eines gemein: Sie erzeugen jede Menge Daten. Insofern stehen auch in diesem Jahr Speichersysteme hoch im Kurs, die mit viel Leistung bei gleichzeitig geringer Latenz aufwarten. Flash in Kombination mit NVMe bleibt daher im Trend.

Kommt das NVMe-Protokoll zum Einsatz, lassen sich die Geschwindigkeitsvorteile von Flash voll ausschöpfen. Aus Sicht von Fujitsu zählt die Technik daher 2019 zu den wichtigsten Trends in der Speicherbranche.
Kommt das NVMe-Protokoll zum Einsatz, lassen sich die Geschwindigkeitsvorteile von Flash voll ausschöpfen. Aus Sicht von Fujitsu zählt die Technik daher 2019 zu den wichtigsten Trends in der Speicherbranche.
(Bild: Fujitsu)

Die zunehmende Einführung datenintensiver Technologien wie Künstliche Intelligenz, Big Data und das Internet der Dinge führt immer mehr zu parallelen Datenströmen, die verwaltet werden müssen. Um den stetig wachsenden Datenmengen und den hohen Geschwindigkeitsansprüchen gerecht zu werden, bedarf es immer neuer Lösungen. Dazu zählen zum Beispiel die mittlerweile bewährten SSDs, die deutlich schneller sind als die zuvor standardisiert eingesetzten HDDs.

Flash-Speicher in Form von All-Flash- und Hybrid-Flash-Systemen auf Basis von SSDs stehen 2019 weiterhin im Fokus. Doch die meisten SSDs bleiben heute in puncto Nutzung hinter ihren vollen Möglichkeiten zurück, denn bisher verwendete Protokolle sind der neue Flaschenhals im Storage-Umfeld. Die bei HDDs bewährten Protokolle bremsen die leistungsfähigeren SSDs unnötig aus. Doch eine neue Lösung ist deutlich schlanker als die bisherigen Protokolle und führt dazu, dass SSDs um ein Vielfaches effektiver genutzt werden können: NVMe.

NVMe-Storage ist im Kommen

NVMe ermöglicht eine Vielzahl paralleler Pfade mit niedriger Latenz für schnellere Antwortzeiten und einen höheren Durchsatz. Dies sorgt für eine bessere Anwendungsleistung und hilft, serielle Einschränkungen bei der I/O-Verarbeitung zu überwinden. Durch den massiven parallelen Zugriff lassen sich zudem eine höhere Daten-Konsolidierung und -Dichte erreichen. Dadurch können viele hoch performante Storage-Systeme in einem vereint werden, was zu niedrigeren Kosten und einem geringeren Platz- und Stromverbrauch führt.

In unserer neuen FUJITSU Storage ETERNUS DX8900 S4 haben wir NVMe bereits implementiert. Der direkt über PCIe an die CPU angebundene bis zu 307 TB SSD-Cache erlaubt eine gigantische Leistung. Die geringe Latenzzeit sorgt dabei dafür, dass wirklich extrem schnell auf die Daten zugegriffen werden kann.

Fujitsu setzt bei seinem Hybrid-Array Eternus DX 8900 S4 bereits auf NVMe. Weitere Lösungen sollen 2019 folgen.
Fujitsu setzt bei seinem Hybrid-Array Eternus DX 8900 S4 bereits auf NVMe. Weitere Lösungen sollen 2019 folgen.
(Bild: Fujitsu)

Wir werden 2019 unsere Storage-Produkte weiter mit NVMe-Speicherlösungen ausbauen und unser bestehendes Portfolio aus Hybrid- und All-Flash-Systemen entsprechend ergänzen. Die NVMe-powered Lösungen, gegebenenfalls kombiniert mit NVMe-over-Fabric-Technologien, werden Anwendern ermöglichen, einem massiven parallelen Datenzugriff im Datacenter gerecht zu werden, ohne die Anzahl ihrer Speichersysteme massiv erhöhen zu müssen. So können sich Unternehmen für die Zukunft vorbereiten.

Ideal für datenintensive Anwendungen mit anspruchsvollen Latenzanforderungen

Ob ein Unternehmen NVMe für seine Anwendungszwecke wirklich braucht, hängt von der eigenen Datenstrategie ab und der Frage, wofür es die Leistung und die Latenzzeiten von NVMe benötigt. Für klassische Anwendungsbereiche mit hohen Datenmengen, die eine extrem niedrige Speicherlatenz erfordern, ist NVMe ideal. Dazu zählen High-Transaction-Datenbanken, Big-Data- und Echtzeit-Analysen wie bei einem Einsatz in der Luftfahrt, für vernetzte Fahrzeuge oder im Online-Handel, Maschinelles Lernen und Deep Learning, beispielsweise für Spracherkennung und Bildqualifizierung, oder auch Betrugsprävention sowie High Performance Computing.

Für die klassische Dokumentenverarbeitung oder auch die Datenarchivierung hingegen sind andere Technologien meistens ebenso geeignet und eine preisgünstigere Alternative. Neben der schnellen Verarbeitung von sehr vielen Daten wird sich auch 2019 immer mehr um das Thema Absicherung der Daten und Informationen drehen.

Der Autor: Stefan Roth ist Head of Storage, Category Management Datacenter Central Europe bei Fujitsu.
Der Autor: Stefan Roth ist Head of Storage, Category Management Datacenter Central Europe bei Fujitsu.
(Bild: Fujitsu)

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