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In Zeiten hoher Gefahrenpotenziale ist eine gute Datenschutzstrategie unbezahlbar 5 Punkte, wie Unternehmen ihre Daten effektiv schützen

Von Florian Malecki*

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Florian Malecki von Arcserve erläutert fünf Aspekte, wie Unternehmen trotz des steigenden finanziellen Drucks ihre Daten schützen und die Ausfallsicherheit ihrer Storage-Systeme gewährleisten können.

Der Kostendruck zwingt Unternehmen in ein kritisches Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Investitionen in sichere Datenspeicher.
Der Kostendruck zwingt Unternehmen in ein kritisches Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Investitionen in sichere Datenspeicher.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Unternehmen stehen neben den steigenden Kosten für Immobilien, dem Unterhalt, steigenden Lohnkosten, den teilweise unzuverlässigen Lieferketten und aufgrund der Konkurrenz unter Druck. Verstärkt wird dieser Druck durch die steigenden Energiekosten, beispielsweise für Öl und Gas, sowie durch die hohe Inflation, die auch in Deutschland seit 1981 ein Rekordhoch erreicht hat. Nicht wenige Unternehmen neigen daher zu teils drastischen Einsparungen. Gleichzeitig steigen auch die Gefahren durch Cyberkriminalität sowie durch die Abhängigkeit von immer komplexeren und damit empfindlicheren digitalen Prozessen, die keinesfalls ausfallen dürfen. Die Führungskräfte müssen daher ein Spagat zwischen sparsamem Wirtschaften und der Aufgabe, immer wieder in die IT-Infrastruktur zu investieren, um Gefahren keinen zusätzlichen Vorschub zu leisten, schaffen. Dazu gehört insbesondere die Investition in den Schutz, die Speicherung und Sicherung der Daten.

Die gute Nachricht: Fünf Aspekte helfen Unternehmen, trotz der stetig wachsenden ökonomischen Herausforderungen den Schutz der Daten und die Ausfallsicherheit wirtschaftlich und zugleich technisch sinnvoll unter einen Hut zu bringen.

1. Hybrider Cloud-Ansatz für den Datenschutz

Viele Unternehmen setzen bei der Verwaltung ihrer Daten auf eine Hybrid-Cloud. Die technischen Vorteile liegen vor allem in einer höheren IT-Flexibilität und Effizienz. Im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Herausforderungen kann dieser Ansatz aber vor allem eine kostengünstige Alternative zur Investition in eigene Systeme sein. Das gilt besonders für die Instandhaltung und Verwaltung der Infrastruktur. Eine kürzlich durchgeführte Studie ergab, dass es für kleine und mittlere Unternehmen rund 40 Prozent kostengünstiger ist, Cloud-Plattformen externer Anbieter zu nutzen, als ein eigenes System zu unterhalten.

Es existieren Datenschutzlösungen, die auf hybride Computing-Umgebungen zugeschnitten sind und gleichzeitig Security, Ransomware-Erkennung und Datenschutz kombinieren, um die Sicherheit in der hybriden Umgebung zu gewährleisten. Außerdem wird sich der Trend zur Cloud auch dann weiter fortsetzen, wenn die Kostenspirale abgeklungen ist, denn die Cloud bleibt weiterhin der Schlüssel zur Beschleunigung der IT-Modernisierung und der geschäftlichen Umgestaltung.

2. Generelle Achtsamkeit vor Cybergefahren

Steigende Kosten können zu einem noch viel größeren Problem werden, wenn ein Unternehmen durch Cyberkriminelle angegriffen und erpresst wird oder die Systeme einfach nur lahmgelegt werden, um größtmöglichen Schaden anzurichten. Die Bedrohung nimmt täglich zu, nicht zuletzt als Folge der kriegerischen Handlungen in der Ukraine. Die böswilligen Akteure suchen kontinuierlich nach Möglichkeiten, eine Situation auszunutzen, und greifen an, wenn ein Unternehmen am verwundbarsten ist.

Mit einem geeigneten Sicherungs- und Wiederherstellungsplan haben Unternehmen ihre Daten auch dann geschützt, wenn sie Opfer eines Cyberangriffs werden. Besonders hilfreich in einem solchen Fall ist eine „unveränderliche“ Datenspeicherlösung, die kontinuierlich – beispielsweise alle 90 Sekunden – Schnappschüsse erstellt. Selbst wenn Unternehmen Opfer eines Angriffs werden, bleiben die Daten durch den Schutzmantel des unveränderlichen Speicherkonzepts geschützt und können leicht wiederhergestellt werden.

3. Hybrides Arbeiten

Angesichts der steigenden Treibstoffkosten wollen viele Arbeitnehmer lieber zu Hause bleiben, als ihr Geld für das Pendeln ins Büro auszugeben. Die meisten Unternehmen haben während der Pandemie erfolgreich Remote- und Hybrid-Arbeitsprogramme eingeführt. Die Fortführung dieses Arbeitsplatzmodells kann viel dazu beitragen, die Finanzen der Arbeitnehmer zu schonen und sie zufriedener und produktiver zu machen. Gleichzeitig lassen sich Kosten bei der Bereitstellung der Büro-Infrastruktur neu überdenken und konsolidieren.

Wenn Mitarbeiter jedoch remote arbeiten, sind die Daten des Unternehmens meist noch stärker fragmentiert, was die Schwachstellen und Gefahrenpotenziale vergrößerten. Es braucht mehr an Unterstützung und Lösungen, um die Daten an entfernten Standorten effektiv zu verwalten und zu schützen. Die gute Nachricht ist, dass es einfache, kostengünstige Lösungen gibt, mit denen Daten in Remote-Umgebungen effektiv gesichert und geschützt werden können, ohne zusätzliche Ressourcen oder Kapital einzusetzen.

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4. Priorisierung von Daten

Nicht alle Daten sind gleich, und nicht alle sind gleich wertvoll. Wenn Unternehmen sparen wollen, sind die Speichertechnologie und der Speicherort von entscheidender Bedeutung. Oft ist es nicht notwendig, alle Daten im Unternehmen zu speichern und zu sichern. Hilfreich sind Speicherlösungen, die Datenverwaltungsfunktionen wie Data Tiering bieten. Dabei handelt es sich um eine Methode, bei der weniger häufig genutzte Daten auf kostengünstigere Speicherebenen oder „Tiers“ automatisch verschoben werden, beispielsweise vom kostspieligen Primärspeicher auf kostengünstigere Sekundärsysteme, in die Cloud oder sogar in ein Archiv.

Die durchdachte und so weit wie möglich automatisierte Datenhygiene hilft maßgeblich dabei, alle Daten effizient aufzubewahren, zu sichern oder auszulagern. Ein weiterer Vorteil von Data Tiering sind geringere Energiekosten, da für die Speicherung der Daten nicht nur der technisch und wirtschaftlich optimale Speicher genutzt wird, sondern auch weniger Rechenleistung vonnöten ist.

5. Sparen an der Datensicherung und -sicherheit bedeutet Risiko

Unternehmen und Entscheider sollten sicherstellen, dass das Datensicherungs- und Schutzprogramm nicht von Budgetkürzungen betroffen ist. Beispielsweise mag es aus Controlling-Sicht so aussehen, als ließe sich an dieser Stelle leicht Geld sparen. Aber jede Kürzung beim Schutz der Daten kann langfristig wesentlich höhere Kosten zur Folge haben. Der aktuelle „State of Ransomware 2022“-Report von Sophos beispielsweise sagt, dass die durchschnittlichen Kosten für die Wiederherstellung nach einem Ransomware-Angriff im Jahr 2021 für deutsche Unternehmen 1.601.615 Euro (global 1,4 Millionen US-Dollar/1.296.105 Euro) betrugen. Schlimmer noch für viele Unternehmen: Es dauerte im Durchschnitt einen Monat, um den Schaden und die Geschäftsunterbrechung zu beheben.

Es ist wichtig, die Bedeutung der Daten zu kennen und sicherzustellen, dass etwaige unternehmensweite Budgetkürzungen nur minimale Auswirkungen auf die Speicherstruktur und die Sicherheit haben. Gleichzeitig gilt es, sich nach kosteneffizienten Lösungen der nächsten Generation umsehen. Gute Lösungen können Dateien und Systeme innerhalb von Minuten wiederherstellen und gleichzeitig gewährleisten, dass die Daten immer verfügbar sind.

Fazit

Unsere Wirtschaft und ihre Unternehmen werden immer schneller von neuen makroökonomischen Herausforderungen begleitet. Gleichzeitig steigen die Gefahren für die Infrastruktur und die Daten, beispielsweise durch Cyberangriffe oder menschliche Fehler. Wenn die Datenverwaltung und der Datenschutz mit alternativen und modernen Strategien und Lösungen betrieben werden, können Sie Kosten einsparen, Ihre Daten sichern und damit Ihrem Unternehmen eine sichere Zukunft bieten.

Florian Malecki, Executive Vice President Marketing bei Arcserve.
Florian Malecki, Executive Vice President Marketing bei Arcserve.
(Bild: Arcserve )

*Der Autor: Florian Malecki, Executive Vice President Marketing bei Arcserve

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