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Thunderbolt bleibt hinter den Erwartungen zurück

Apples Image macht Thunderbolt zu teuer für den x86-Markt

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Thunderbolt auf der CES

Thunderbolt-Massenspeicher werden von Promise, LaCie, Seagate oder Elgato angeboten. Während der CES 2013 in Las Vegas kamen weitere Thunderbolt-Produkte heraus, die mit üppiger Leistung aufwarten.

So stellte Belkin ein weiteres Update seines Thunderbolt Express Dock vor, Storage-Anbieter LaCie zeigte mit dem 5big Thunderbolt eine neue Speicherlösung. Das Produkt von Belkin ist eine Docking-Station mit zwei Anschlüssen für Thunderbolt (je ein Upstream und Downstream), drei für USB 3.0, je einem für FireWire 800 und Gigabit Ethernet sowie Audio-Eingang und -Ausgang.

Verwirrende Schnittstellenpolitik

Fast noch interessanter aber ist die wechselvolle Entstehungsgeschichte des Belkin-Docks:

  • Das Thunderbolt Express Dock war im September 2011 als Prototyp gezeigt und während der CES 2012 für den Herbst des Jahres angekündigt worden.
  • Im Juni 2012 erweiterte Belkin den Prototyp um USB 3.0 und einen eSATA-Port, als Preis wurden 399,99 Dollar genannt.
  • Zur diesjährigen CES wurde der eSATA-Anschluss gestrichen und der Preis auf 299,99 Dollar reduziert, erste Auslieferungen sollen noch in diesem Quartal stattfinden.

Der LaCie 5big Thunderbolt ist ein Festplatten-Verbund mit einem Dual-Thunderbolt-Interface und fünf Laufwerken mit je 7.200 Umdrehungen pro Minute, die eine Gesamtkapazität von 10 oder 20 Terabyte erreichen.

Die Laufwerke lassen sich als RAID-0, RAID-1 oder JBOD konfigurieren. Laut Hersteller wird der Alu-Würfel ab Werk mit RAID-0 für Leseraten bis 785 MByte/s ausgeliefert. Der Anwender kann aber auch drei Festplatten für den Betrieb mit RAID-0 und zwei mit RAID-1 konfigurieren - sofern er bereit ist, 1.079 Euro für 10 Terabyte oder 1.959 Euro für 20 Terabyte zu investieren.

Verbesserte Kabel

Viele Thunderbolt-Geräte werden ohne passende Kabel ausgeliefert, der Anwender muss also ein eigenes Kabel nachkaufen. Zur Zeit kostet das zwei Meter lange Thunderbolt-Kabel im deutschen Apple Online Store noch 39 Euro, für die kürzere Variante mit 50 Zentimeter sind 29 Euro fällig.

Aber es muss ja nicht immer Apple und immer Kupfer sein. Da Thunderbolt mit aktiven Kabeln arbeitet, in deren Steckern Prozessoren untergebracht sind, können auch optische Kabel zur Datenübertragung verwendet werden.

Während der CES zeigte Corning optische Kabel für Thunderbolt und USB 3.0. Sie bestehen aus dem gehärteten Gorilla Glas, das auch in vielen Smartphones verwendet wird, und können Verbindungsstrecken bis 100 Meter überbrücken. Die Kabel funktionieren ohne Anpassung mit den Thunderbolt-Schnittstellen der aktuellen Macintosh-Modelle.

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