Objektspeichertechnologien

Caringo stellt Swarm 10-Plattform vor

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Tina Billo

Neben einem Plattform-Update stellte Caringo auch einen neuen Single Server vor.
Neben einem Plattform-Update stellte Caringo auch einen neuen Single Server vor. (Bild: Caringo)

Mit Swarm 10 hat der Object-Storage-Spezialist Caringo die jüngste Version seiner Objektspeichersoftware vorgestellt. Zudem kündigte das Unternehmen eine neue Single-Server-Appliance an.

Die Objektspeichersoftware Swarm in der Version 10 unterstützt laut Hersteller dichtere, verteilte Speicherumgebungen und sei hierfür unter anderem für das Zusammenspiel mit Multi-Core-Servern optimiert worden. Darüber hinaus hätten die Durchsatzraten in Folge des Updates von Elasticsearch 5 nahezu verdoppelt werden können. So ließen sich nunmehr bis zu 35 Gigabyte pro Sekunde beim Lesen und 12,5 Gigabyte pro Sekunde beim Schreiben auf Amazon S3 erreichen.

Streaming verbessert

Ebenfalls neu ist SwarmNFS 2.1: Es ermöglicht kontinuierliches paralleles Streaming im Petabyte-Bereich von NFS zum Objektspeicher. Caringo führte dazu vor kurzem Tests auf Standard-Hardware durch. Dabei zeigte sich, dass eine Einzelinstanz von SwarmNFS dauerhafte Lesegeschwindigkeiten von 1,6 Gigabyte pro Sekunde ohne Caching oder Spooling erreicht. Um den Datendurchsatz weiter zu erhöhen, lassen sich mehrere Instanzen gleichzeitig nutzen.

Weitere Neuerungen finden sich bei der Data-Lifecycle-Management-Software FileFly 3.0. Sie unterstützt nun AWS, Azure und Google Cloud sowie File Tiering von Windows und NetApp. Zusätzlich zur kommerziellen Ausgabe ist nun auch eine Community Edition erhältlich, die 25 Terabyte an Datenübertragung zu beliebigen Zielen ermöglicht.

Single Server vorgestellt

Mit dem neuen Swarm Single Server liefert Caringo ab sofort eine Hard- und Software-Komplettlösung aus einer Hand. Die Appliance ist für den Einsatz in kleinen und mittelständischen Unternehmen gedacht und soll einen besonders günstigen Einstieg in die Objektspeicherwelt ermöglichen. Verwaltet wird das System über eine webbasierte Oberfläche. Eine Skalierung ist durch den Einsatz mehrerer Single Server im Verbund möglich.

Der Server unterstützt alle Swarm-Funktionen und lässt sich in existierende S3-, NFSv4-, Windows- oder MacOS-Workflows einbinden. Das System belegt vier Höheneinheiten im Rack und setzt auf Intel Xeon-Prozessoren auf. Es stellt 96 Terabyte an Rohspeicherkapazität bereit und wird über 10-Gigabit-Ethernet und einen 12-GB/s-Host-Bus-Adapter angebunden. Dedizierte SSDs für Boot- und Suchvorgänge sind ebenfalls an Bord. Die Stromversorgung ist redundant ausgelegt.

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