Storage-Start-ups: HYCU

Das HYCU-Mantra: hypereinfach und hyper-converged

| Autor / Redakteur: Kriemhilde Klippstätter / Dr. Jürgen Ehneß

„Protégé“ von HYCU: Sicherheit für Multi-Cloud-Daten.
„Protégé“ von HYCU: Sicherheit für Multi-Cloud-Daten. (Bild: © vvoe - stock.adobe.com)

Das 2018 aus Comtrade Software ausgegliederte Start-up HYCU hat sich auf Backup, Recovery und Monitoring für Cloud-Umgebungen spezialisiert. Jetzt hat die Firma aus Boston, Massachusetts, mit „Protégé“ ihren Service für die Datensicherheit über Multi-Cloud-Landschaften hinweg vorgestellt.

Es ist rund zwei Jahre her, dass Comtrade Software – Teil der Comtrade Group – im März 2018 ihre Tochter HYCU in die Unabhängigkeit entließ. Auch nach der Ausgründung behielt Comtrade die Aktienmehrheit an HYCU, und bis heute bestehen enge Bande zwischen beiden Unternehmen. So sitzt Veselin Jevrosimovic, Comtrade-Gründer und Chairman of the Board, zusammen mit Alexis Lope-Bello, CEO der Comtrade Group, im Advisory Board von HYCU.

Im Gegenzug agiert Simon Taylor nicht nur als CEO beim Start-up, sondern ist als Chief Strategic Officer (CSO) auch einer der Comtrade-Direktoren. Taylor gilt als treibende Kraft für die Loslösung von Comtrade, nachdem er zehn Jahre lang für die Comtrade Group und zwei davon als Chef von Comtrade Software tätig war. Er fädelte 2016 auch den Verkauf von Comtrades Monitoring-Software an Citrix ein.

Während Comtrade sich weiter mit Software-Lösungen für Citrix beschäftigt, hat sich HYCU auf Add-ons für Nutanix verlegt. So entwickelte die Company die erste anwendungsorientierte Backup-und-Recovery-Lösung für Nutanix, die an der Lösung insbesondere die einfache Handhabung und die perfekte Einbindung in die hauseigene Verwaltung schätzt.

Die Zukunft gehört der hyper-converged IT

Das Marktforschungsunternehmen Gartner hat schon 2018 der hyper-converged Infrastruktur eine rosige Zukunft prognostiziert: „Im Jahr 2020 werden 20 Prozent aller geschäftskritischen Anwendungen, die derzeit auf einer dreistufigen (three-tier) IT-Architektur aufgebaut sind, in eine hyper-converged Infrastruktur übergehen.“ In ihrem „Magic Quadrant für Hyperconverged Infrastructure 2019“ setzt Gartner Nutanix auf die Topposition.

HYCU dehnte seine Backup-und-Recovery-Lösungen Zug um Zug auf andere Plattformen aus: Zusätzlich zu Nutanix bedient man jetzt auch Google Cloud Plattform, VMware, Azure und demnächst auch AWS. Für jede Cloud-Plattform gilt, dass sie eigens entworfen und konzipiert wurde, immer ohne Agenten auskommt, einen einfach zu handhabenden intelligenten Datenschutz bietet und den IT-Verantwortlichen ein übersichtliches und umfassendes Verwaltungswerkzeug bereitstellt.

Multi-Cloud-Verwaltung mit einem Klick

„Im Durchschnitt nutzen globale Unternehmen mehr als vier Clouds, so dass eine Multi-Cloud-Infrastruktur heute als normal anzusehen ist“, beschreibt HYCU-Chef Taylor das Einsatzgebiet für die neue hauseigene Verwaltungslösung „Protégé“. Sie bietet – anwendungs- und datenbankorientiert – unter einer Verwaltungskonsole drei Funktionen für Multi-Cloud-Umgebungen: Datenmanagement, Datenmigration und Datenwiederherstellung.

Simon Taylor, CEO von HYCU, setzt auf eine hyper-converged IT und Multi-Cloud-Umgebungen.
Simon Taylor, CEO von HYCU, setzt auf eine hyper-converged IT und Multi-Cloud-Umgebungen. (Bild: HYCU)

Mit nur einem Klick sollen sich Applikationen vom und zum hauseigenen Data Center in die Cloud oder zwischen Clouds migrieren lassen. Das Recovery von Anwendungen auf eine zweite Cloud für Tests und Entwicklungen soll ebenfalls mit nur einem Mausklick machbar sein. Für das Recovery identifiziert die HYCU-Lösung – über die virtuellen Maschinen hinweg –, wo jede Anwendung läuft, und stellt sicher, dass jede Migration, jede Anwendungsumgebung oder jedes Disaster Recovery anwendungskonsistent und wiederherstellbar abläuft. Werden Anwendungen von einer Cloud zu einer anderen migriert, steht immer eine Backup-Kopie bereit, falls der Transfer nicht vollständig und zufriedenstellend gelingt.

Anwender greifen auf diese Funktionen über ein Selfservice-Portal zu. Zusätzliche Infrastrukturkomponenten oder Software müssen nicht angeschafft werden. „HYCU läuft als virtuelle Instanz und als Service auf jeder Cloud“, beschreibt Taylor die Technik.

HYCU Protégé ist für alle Besitzer einer Data-Protection-Lizenz des Hauses kostenfrei. Für die Datenmigration muss man pro virtueller Maschine 99 US-Dollar und für das Disaster Recovery jeder VM 24 Dollar pro Monat berappen. Zu beziehen ist der Service über die HYCU-Partner, in Deutschland über Advanced Digital Network Distribution (ADN) in Bochum.

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