Neuer CEO stellt aktuelle Unternehmensstrategie vor

Datacore: Vom Storage zum Data Service

| Autor / Redakteur: Kriemhilde Klippstätter / Tina Billo

"Vision 2021", so die interne Bezeichnung der von Datacore verfolgten Strategie, Kunden künftig Datendienste anzubieten. Ziel sie es, sie damit bei der Umsetzung ihrer digitalen Transformationsinitiativen zu unterstützen.
"Vision 2021", so die interne Bezeichnung der von Datacore verfolgten Strategie, Kunden künftig Datendienste anzubieten. Ziel sie es, sie damit bei der Umsetzung ihrer digitalen Transformationsinitiativen zu unterstützen. (Bild: Datacore)

Im April dieses Jahres übernahm Dave Zabrowski vom Firmengründer George Texeira das Zepter als CEO. Auf seiner Europatour machte er halt in München und stellte sein Konzept für das Unternehmen vor.

"It is all about Data" sagt Dave Zabrowski - seit einem halben Jahr Chef von Datacore - und erklärt damit, was es seiner Meinung nach mit der Digitalisierung auf sich hat. Er positioniert die Company aus Fort Lauderdale deshalb weg vom bloßen Storage-Anbieter hin zum Daten-Dienstleister.

Datacores Produkte arbeiten jetzt schon und in Zukunft noch mehr proaktiv: Sie erkennen kommende Probleme bei und mit den Daten und überwachen sie dank Artifical Intelligence und Machine Learning. In Zukunft soll das automatisch vonstattengehen und den Anwender entlasten.

Neues Lizenzmodell

In den sechs Monaten seiner bisherigen Amtszeit hat er zusammen mit dem ebenfalls neuen Chief Marketing Officer Gerardo Dada für einen optisch neuen Marktauftritt gesorgt: die alte Hausfarbe Rot wurde durch ein "Datacore-Grün" ersetzt. Wichtiger dürften für die Datacore-Partner und Kunden jedoch die Vereinfachungen im Bestell- und Lizenzwesen sein.

Stefan von Dreusche, frisch gebackener Datacore Vice President Central Europe, präsentierte die Neuerungen, die insbesondere Bestandskunden zugutekommen sollen. So gibt es nur mehr drei Lizenzstufen, die zudem ausschließlich auf Datenmengen und nicht mehr auf Rechenknoten basieren: Die Enterprise-Lösung (EN) reicht für 270 TB, Standard (ST) unterstützt keine FC-Installationen, reicht aber für bis zu 600 TB und schließlich das Angebot für Large Scale (LS) für bis zu 1050 TB.

Für bestehende Lizenzverträge gibt es ein kostenloses Upgrade auf die neuen Stufen: SANsymphony "VL" Lizenzen erhalten den kompletten SDS EN Edition Funktionsumfang, Hyperconverged Virtual SAN "HS" Lizenzen erhalten den kompletten SDS ST Edition Funktionsumfang und SANsymphony Bulk "BN" erhalten den kompletten SDS LS Edition Funktionsumfang.

Einfache Umstellung

Von Dreusche hebt vor allem die Möglichkeit für ein "barrierefreie Wachstum" hervor: "Keine Kapazitätsgrenzen mehr per Knoten, keine Stufen-Upgrades für mehr Kapazität, Knoten in Gruppen müssen nicht mehr identische Lizenztypen besitzen, die Anzahl der Knoten bestimmt nicht mehr die Lizenzkosten und es gibt keine Kosten für Basislizenzen (ohne Kapazität)".

Bestandskunden können laut von Dreusche ganz simpel auf das Dreistufenmodell migrieren: "Einfach den Lizenzschlüssel neu aktivieren." Dafür hat Datacore ein Lizenzportal angelegt, auf das Anwender auch ihren Partnern Zugriff einräumen können. Bestandskunden mit Wunsch nach einer Kapazitätserweiterung sollten sich beeilen, denn bis Mitte Dezember können sie 20 Prozent sparen. "Der Preis pro TB sinkt mit jeder Erweiterung, da die Gesamtkapazität steigt", beschreibt der Manager die Rabattaktion.

Zwei Foren und Plus-Support sollen den Draht zum Endkunden stärken

Datacore verkauft seine Lösungen ausschließlich über Partner. Damit auch die Anwender sich äußern beziehungsweise austauschen können, hat Datacore die Community-Plattform "Inside the Core" eingerichtet. Dort will der Hersteller Informationen "aus erster Hand" einstellen aber auch für Spaß sorgen. Es gilt Aufgaben zu lösen, Punkte zu sammeln und Prämien einzuheimsen.

Datacore erhofft sich auch Anregungen zur Produktentwicklung. Für mehr technisch orientierte Datacore-Nutzer wurde gerade das "Technische Community Forum" - noch in einer Beta-Version - zur Nutzung frei gegeben. Es ist öffentlich zugänglich und soll später um Beiträge und Warnhinweise der Partner ergänzt werden.

Im kommenden Jahr soll zudem der Support verbessert werden. Mit "Premier Plus Support" reduzieren sich die Antwortzeiten je nach Priorität auf bis zu 30 Minuten. Jährlich gibt es einen dann kostenlosen Gesundheitscheck der Installation sowie kostenlose Online-Trainings, die man selbst aussuchen kann.

Aktualisierungen und Weiterentwicklungen

Alexander Best, Director Technical Business Deveopment, präsentierte die technischen Neuerungen im Product Service Pack 8 (PSP8) für SANsymphony und Hyperconverged Virtual SAN. Neben mehr als 40 Bugfixes wurde vor allem an einer schnelleren Installation auf vSphere gearbeitet. Die erste Konfiguration und die Skalierung durch mehr Knoten wurden dank Automatisierung vereinfacht, Abfragen sowie Anzahl der benötigten Klicks werden weniger und die vorhanden Ressourcen automatisch erkannt.

Hyperconverged Virtual SAN installiert sich nun fast von selbst: "Die Einstellungen des ESXi Hypervisors werden mittels Best Practices gesetzt", erklärt Best und beschreibt die Vorgehensweise. "Über die physikalische Netzkonfiguration und mit Erkennungstechniken lassen sich die verfügbaren Anschlüsse für Speicher, FE- und MR-Netze bestimmen." Mit PSP8 sollen noch in diesem Jahr die die "Gen6"-Switches von Brocade sowie die FC-Switches von Atto unterstützt werden.

Zudem soll eine VM-aware I/O-Analyse für Fibre-Channel-Installationen für mehr Ein- und Durchblick sorgen. Sie bietet unter anderem ein unterbrechungsfreies Monitoring von Host- und Speicher-Schnittstellen für einen besseren Einblick in die SAN-Performance, das Aufzeigen von Engpässen im Datenpfad sowie Unterstützung bei Performance-Optimierungen.

Unterstützung von Docker

Auch an der Container-Technologie kann Datacore auf Dauer nicht vorbei und hat die ersten Schritte zur Unterstützung von Docker eingeleitet. "Persistent Storage for Docker Container" nennt sich das, was PSP8 anbietet. Voraussetzung ist die Version 10.0 vom PSP7 Update 2 sowie REST Server 1.08.

"Datacore verwendet das Docker PersistentVolume API zur Orchestrierung der Bereitstellung, sowie für Vorgänge und Skalierung containerisierter Anwendungen", beschreibt Best die Vorgehensweise. In Zukunft soll auch Kubernetes unterstützt werden.

* Kriemhilde Klippstätter ist freie Autorin und Systemischer Coach (SE) in München.

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