Auszug aus dem IBM System Storage Kompendium

Die Anfangsepoche der elektromagnetischen Speicherung 1952 bis 1961

05.02.2010 | Autor / Redakteur: Kurt Gerecke und Klemens Poschke / Nico Litzel

Aufnahme des ersten Prototypen des Magnetbandsystems IBM 726 im Jahr 1951 mit zwei Bandlaufwerken pro Einheit
Aufnahme des ersten Prototypen des Magnetbandsystems IBM 726 im Jahr 1951 mit zwei Bandlaufwerken pro Einheit

Zum ersten Mal in der Speichergeschichte wurden externe Speicher mit magnetischer Aufzeichnung von IBM 1952 angeboten: Die IBM-Magnetbandeinheit IBM 726 bot eine Speicherkapazität von 1,4 Megabyte auf einem 12-Zoll-Rollenband (Durchmesser der Bandspule) mit 720 Metern Länge.

Die Magnetbandeinheit IBM 726 hatte zwei integrierte Bandlaufwerke. Dies erwies sich allerdings als äußerst unpraktisch, weil keines der beiden Laufwerke im Fehlerfall oder bei Wartungsarbeiten weiterhin zur Verfügung stand. Bereits ein Jahr später, 1953, folgte die IBM 727 mit einem Laufwerk pro Einheit, die auf einem standardisierten Rollenband von ca. 740 Metern Bandlänge eine Kapazität von vier Megabyte bot. Bis 1956 war ein Teil der Steuerung in der damaligen Rechnereinheit IBM 701 untergebracht. Erste dedizierte Bandsteuereinheiten gab es dann ab 1956.

1956 kam das System IBM RAMAC 305 auf den Markt. Dieses System hatte erstmals eine Plattenspeichereinheit Type IBM 350. Das IBM-305-System wurde unter dem eingetragenen Warenzeichen „RAMAC“ angekündigt (Random Access Method of Accounting and Control). Der Rechner des Gesamtsystems steuerte sowohl das Positionieren des Schreib-/Lesekopfes auf die gewünschte Plattenoberfläche und Plattenspur als auch das Übertragen der Daten in beide Richtungen (Schreiben und Lesen).

1.200 Umdrehungen pro Minute

Die Aufzeichnungsdichte der RAMAC 350 Platte lag bei 100 Bits pro Inch (40 Bits pro cm) und der Plattenstapel rotierte mit 1.200 Umdrehungen in der Minute (1.200 RPM). Die durchschnittliche Suchzeit lag bei 600 ms. Der Plattenstapel bestand aus 51 Platten mit einem Durchmesser von 24 Zoll und bot eine maximale Kapazität von fünf Megabyte (fünf Millionen Characters). In Betrieb kann die RAMAC 350 im IBM Museum in Sindelfingen besichtigt werden.

Weiter mit: Pressluft steuert den Zugriffsarm

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