IT-Awards 2022 Die beliebtesten Archivierungsanbieter 2022

Von Martin Hensel

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Die Menge an Daten im Geschäftsalltag nimmt stetig weiter zu. Neben der effizienten Verarbeitung und Speicherung ist auch die Archivierung eine Herausforderung für Unternehmen. Es gilt, für sichere und rechtskonforme Langzeitarchivierung und das entsprechende Datenmanagement zu sorgen.

Die Ansprüche an Lösungen für die digitale Langzeitarchivierung sind auf Grund der Datenflut und juristischer Vorschriften gewachsen.
Die Ansprüche an Lösungen für die digitale Langzeitarchivierung sind auf Grund der Datenflut und juristischer Vorschriften gewachsen.
(Bild: Degimages - stock.adobe.com)

Die langfristige Aufbewahrung von Geschäftsdaten ist nicht nur sinnvoll, sondern auch gesetzlich vorgeschrieben. So sehen zum Beispiel Steuer- und Handelsrecht eine zehnjährige Aufbewahrungsfrist für digital gespeicherte Dokumente vor. Dabei muss unter anderem auch sichergestellt sein, dass die Daten jederzeit verfügbar sind und maschinell ausgewertet werden können. Abgesehen von gesetzlichen Vorgaben sprechen aber auch andere Gründe für eine langfristige Speicherung von Daten – darunter etwa die Aufbewahrung von Plänen und Entwürfen, der Erhalt bestehenden Know-hows oder die Entlastung aktiver Systeme wie beispielsweise von E-Mail-Servern.

Die Leser von Storage-Insider haben für die IT-Awards 2022 abgestimmt. Beim Klick auf die Bildergalerie sehen Sie die drei beliebtesten Anbieter von Archivierungslösungen 2022:

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Archive sind kein Backup

Die langfristige Archivierung von Daten ist keinesfalls mit Backups zu verwechseln. Sie unterscheiden sich bereits in ihrem grundlegenden Zweck: Während die Archivierung wichtige Daten unverändert über Jahre hinweg ablegt, dient ein Backup zur Sicherung der Geschäftskontinuität und speichert dazu regelmäßig die Daten der Produktivsysteme. Der Einsatz von Archivierungslösungen ist zudem überwiegend auf regulatorische und rechtliche Vorgaben zurückzuführen, während Backups vor allem als Sicherheitsmaßnahme zum Schutz vor Cyberattacken, Hardware-Ausfällen oder sonstigen Gefahren dienen.

Ein wesentlicher Unterschied ist die Revisionssicherheit der Daten: Archivierte Informationen müssen nach dem Speichern nachweislich unverändert bleiben, sonst drohen mitunter hohe Strafen. Realisiert wird dies mittels der WORM-Methode („Write Once, Read Many“): Einmal ins Archiv verschobene Daten lassen sich dabei beliebig oft lesen, aber nicht mehr verändern oder löschen. Auf diese Weise können Compliance-Vorgaben zuverlässig eingehalten und die Datenintegrität sichergestellt werden.

Da auf die abgelegten Daten in der Regel nur selten zugegriffen wird, ist kostengünstiger (Sekundär-)Speicher ausreichend, der zum Beispiel aus Tape- oder festplattenbasierten Storage-Systemen bestehen kann. Zudem gibt es Cloud-basierte Angebote, die für die sichere und redundante Archivierung sorgen sowie möglicherweise Kostenvorteile gegenüber einer On-Premises-Lösung aufweisen.

Datenflut in den Griff bekommen

Während sich die Archivierung wichtiger Daten in kleinen Unternehmen noch mit relativ überschaubarem Aufwand in den Griff bekommen lässt, sieht die Sache in großen Firmen ganz anders aus. Angesichts der schnell voranschreitenden Digitalisierung und der damit verbundenen enormen Datenmengen sowie diverser regulatorischer Vorgaben wie etwa der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) geht es hier nicht mehr ohne Automatisierung und ein leistungsfähiges Datenmanagement.

Moderne Archivierungsplattformen bieten hierfür umfangreiche Funktionen an. Dazu zählt etwa die automatisierte Überwachung aller vorhandenen Kommunikationsplattformen, wobei relevante Inhalte und Daten über Richtlinien und Mustererkennung identifiziert werden. Diese Daten werden dann revisions- und manipulationssicher sowie versioniert gespeichert und für spätere Suchen bereitgestellt. Zum Funktionsumfang zählen häufig auch verschlüsselte Datenübertragung und -ablage, Zugriffsschutz und -überwachung, OCR-Fähigkeiten („Optical Character Recognition“) sowie Möglichkeiten für Datenexport und -migration. In der Regel können Unternehmen selbst die bevorzugte Art ihrer Archivierungsplattform wählen: Von On-Premises über Public Clouds und Objektspeicher bis hin zu hybriden Varianten ist vieles möglich.

Stabiles Marktumfeld

Lösungen für die Archivierung von Unternehmensdaten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, wie Zahlen der Marktforscher von Mordor Intelligence zeigen. So erwarten die Experten ein Marktvolumen, das von 5,93 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 auf voraussichtlich 12,49 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 anwachsen wird. Dies entspricht einer jährlichen Zuwachsrate („Compound Annual Growth Rate“, CAGR) von 13,51 Prozent. Als wichtigste Treiber nennen die Marktforscher die zunehmende Datengenerierung in Unternehmen sowie die zu bewältigenden regulatorischen Anforderungen.

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