Geschäftskritische Daten effektiv sichern

Die drei Elemente eines intelligenten Backups

| Autor / Redakteur: Tina Billo / Rainer Graefen

Eine effektive Backup-Strategie zeichnet sich dadurch aus, dass mehrere Speichermedien genutzt, Verschlüsselungsmechanismen eingesetzt und ein hybrider Sicherungsansatz gewählt wird.
Eine effektive Backup-Strategie zeichnet sich dadurch aus, dass mehrere Speichermedien genutzt, Verschlüsselungsmechanismen eingesetzt und ein hybrider Sicherungsansatz gewählt wird. (Bild: Iron Mountain)

Der Verlust geschäftskritischer Daten kann nicht nur den Fortbestand eines Unternehmens gefährden, sondern auch rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen. Allerdings stellt die Absicherung permanent wachsender Informationsbestände eine zunehmende Herausforderung dar, der sich jedoch mit einer intelligenten Backup-Strategie begegnen lässt. Der Informationsmanagementspezialist Iron Mountain spricht hierfür drei Empfehlungen aus.

Nicht nur die Menge an abzusichernden Daten wächst, sondern auch deren Vielfalt. Zu den "Klassikern" wie Geschäftsdokumenten und E-Mails gesellen sich inzwischen Informationen aus Social-Media-Kanälen oder Groupware-Anwendungen hinzu.

Um all diese geschäftskritischen Daten zuverlässig zu schützen, ist eine gute Backup-Strategie unerlässlich. Unternehmensentscheidende Informationen sollten zu jedem Zeitpunkt schnell verfügbar sind, da Ausfallzeiten Unternehmen teuer zu stehen kommen. Ebenso müssen die verwalteten Daten unabhängig davon, wo sie sich befinden, stets rundum geschützt sein. Letztlich spielen auch die Kosten eine Rolle. Hier heißt es darauf zu achten, dass diese auch dann überschaubar bleiben, wenn die Anforderungen im Laufe der Jahre steigen.

Unternehmen, die auf der sicheren Seite sein wollen, sollten daher drei Maßnahmen in Erwägung ziehen: die Nutzung verschiedener Speichermedien, Verschlüsselung und einen hybriden Sicherungsansatz.

Technische Möglichkeiten prüfen

Die meisten Unternehmen führen regelmäßig - oft täglich - geplante Backups durch, damit im Ernstfall höchstens die Daten eines Arbeitstages verloren gehen. Aber welche Form der Datenspeicherung eignet sich hierfür?

Je nach Unternehmensgröße und -typ bieten sich verschiedene Lösungen - Backups auf Festplatten, Bandsicherungen oder die Inanspruchnahme von Cloud-Services - an. Um zu ermitteln, welche Option am besten auf die eigenen Anforderungen zugeschnitten ist, sollten jedoch zunächst deren technische Möglichkeiten genauer unter die Lupe genommen werden.

Backups auf Festplatten

Das netzwerkbasierte Backup auf Festplatten wird von den meisten Firmen bevorzugt, weil diese Methode schnell und lokal durchzuführen ist. Geschwindigkeit spielt vor allem für transaktionsbasierte Unternehmen eine wichtige Rolle. Allerdings sind Disk-Arrays teuer in der Pflege und Wartung.

Außerdem werden die Backups nicht an einem separaten, sicheren Standort aufbewahrt und sind daher beispielsweise im Falle einer Naturkatastrophe nicht wirklich geschützt. Festplatten-Backups sind darüber hinaus ständig verfügbar und im Netz, und daher anfällig für Malware-Angriffe.

Bandsicherung

Die Offsite-Bandsicherung wurde immer als langfristige Datenarchivierungslösung genutzt, eignet sich aber nach wie vor auch als Backup-Methode. Die Kosten pro Gigabyte sinken bei der Bandsicherung kontinuierlich. Ebenso halten neue Technologien Einzug am Markt, darunter beispielsweise der Web-Zugriff auf Bandkataloge und das LTFS-Dateiformat, mit dem Bänder wie normale Laufwerke aussehen. Das macht die Bandsicherung zu einer interessanten Alternative für die Sicherung weniger kritischer Daten.

Hinzu kommt - und dies ist wohl am entscheidensten: Sicherungsbänder werden an einem externen Ort aufbewahrt, wo sie vor jeglichen Katastrophen geschützt sind, die Geschäftsräume heimsuchen könnten.

Cloud-basiertes Backup

Die Cloud spielt bei der Datensicherung eine immer größere Rolle. Aus betriebswirtschaftlicher Sicht lassen sich Personalkosten senken und Anlagekosten in Betriebskosten umwandeln lassen, die entsprechend abgeschrieben werden können. Ändern sich die Anforderungen, ist keine neue Ausstattung erforderlich. Vielmehr müssen einfach nur die Vertragsbedingungen angepasst werden.

Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die Daten in der Cloud analog zur Bandsicherung an einem externen Ort aufbewahrt werden, aber wie bei der Festplattenlösung im Ernstfall schnell verfügbar sind. Ein zuverlässiger Cloud-Service kann zudem viele Server- und Desktop-Systeme standortunabhängig sichern.

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