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ILM, Storage Management und Storage-Virtualisierung Effektive Storage-Strategien schützen den Geldspeicher

| Redakteur: Philipp Ilsemann

Information Lifecycle Management (ILM) und Storage-Virtualisierung helfen IT-Administratoren, trotz stetig steigender Datenflut die Kosten ihrer Infrastruktur in Grenzen zu halten. Die Investitionen bringen dem Handel gute Geschäfte.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Das Speichervolumen in Unternehmen steigt und steigt. Experten schätzen, dass sich die Datenmenge in Firmen alle zwei Jahre verdoppelt. Gleichzeitig werden die IT-Verantwortlichen von der Geschäftsführung gezwungen, auf die Kosten zu achten und sehen sich mit Sparzwängen konfrontiert. Doch die Storage-Anbieter sehen einen Ausweg.

Für die Administratoren gilt es, die richtige Storage-Strategie für ihr Unternehmen zu finden. Händler haben so eine gute Möglichkeit, neben dem reinen Hardware-Verkauf Zusatzgeschäft durch Softwarelösungen und Consulting-Leistungen zu generieren. Die Schlagworte lauten Storage Management, Speichervirtualisierung und Information Lifecycle Management (ILM).

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Die Storage-Virtualisierung ist beileibe keine neue Erfindung, hilft jedoch ungemein bei der Verwaltung und Zuteilung der Ressourcen. RAID-Technologien fassen mehrere Festplatten zu einer Einheit zusammen, um sie bei Ausfällen über das Netzwerk ansteuern zu können.

Deutlich weiter geht ILM. Hier entscheidet der Administrator, welche Daten auf welchen Geräten wie lange gespeichert werden sollen. Compliance-Fragen gilt es hier ebenso zu beachten wie Geschäftsprozesse und betriebswirtschaftliche Komponenten. Um all dies gewährleisten zu können, sind Lösungen für das Storage Management unabdingbar.

Speichermanagement out of the Box

Damit Unternehmen ihre Hardware-Investitionen senken und die Storage-Ressourcen effektiver einsetzen können, haben sich die Hersteller von Speicherlösungen einiges einfallen lassen.

CA

Der Brightstor Storage Resource Manager von CA ist Teil der Brightstor-Storage-Management-Suite und bereits in der Version 11.6 erhältlich. Die Lösung ermöglicht Monitoring, Analyse und Automatisierung von Storage-Umgebungen. Plattformübergreifend lassen sich so Policies erstellen und umsetzen. Bei Problemen der Infrastruktur kann der Resource Manager selbstständig die Fehlerbehebung einleiten. Um Investitionskosten zu sparen, erfährt der Administrator obendrein, welche Kapazitäten derzeit nur geringfügig genutzt werden.

EMC

Virtualisierung im NAS ist die Spezialität von EMCs Rainfinity Global File Virtualization. Auch hier lässt sich die Auslastung des Speichers erkennen und bei mangelnder Nutzung ausgleichen. Darüber hinaus können Namespace Services genutzt werden, um auf dynamisch verlagerte Daten den vollen Schreib-Lese-Zugriff zu gewährleisten.

Dies soll auch während der Migration der Files möglich sein. Das Management erfolgt über eine einzige Schnittstelle, die sich für Clients und Anwendungen leicht zur Verfügung stellen lassen soll.

Novastor

Compliance »out-of-the-box« verspricht Anbieter Novastor (ehemals Mount 10) mit der Hifreezer-Business-Edition. Die Software verwaltet ausgelagerte Inhalte auf sekundären Speichermedien und ermöglicht kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie einzelnen Abteilungen in Großunternehmen die gesetzeskonforme Langzeitaufbewahrung aller Daten inklusive eMails.

Die Vorzüge der Lösung sollen eine hohe Flexibilität und Erweiterbarkeit dank offener Schnittstellen sein, wodurch sich Hifreeze leicht in bestehende Infrastrukturen integrieren lässt. Daneben sollen sich auch ungeübte Nutzer auf der Benutzeroberfläche gut zurechtfinden und durch eine weitgehende Automatisierung von Routineaufgaben entlastet werden.

Die Abrechnung für den Endkunden erfolgt bei Novastor nach Datenvolumen. Noch bis Jahresende läuft beim Hersteller eine Sonderaktion zur Produkteinführung. Endkunden zahlen jährlich 990 Euro bei einer Mindestlaufzeit von drei Jahren. Darin ist ein Datenvolumen von 100 Gigabyte enthalten.

Sun

Eine Hardwarelösung mit integrierten Virtualisierungs-Funktionalitäten hat Sun im Portfolio. Die Storagetek 9990V ermöglicht das Storage Management über eine Konsole. Mittels Thin Provisioning lassen sich zudem Speicher-Ressourcen zuteilen, die überhaupt noch nicht vorhanden sind und erst dann implementiert werden müssen, wenn der Speicherhunger tatsächlich überhand nimmt. Logische Partitionierung sowie Datenreplikation gehören ebenfalls zum Funktionsumfang der Storagetek 9990V, die ab 255.000 US-Dollar zu haben ist.

Expertenmeinung von Detlef Lieb, Fujitsu Siemens Computers (FSC)

Eine der wirksamsten Methoden zur Erhöhung der Verfügbarkeit von IT-Umgebungen ist die synchrone Spiegelung der Daten auf mehrere externe Plattenspeicher. Befinden sich die Storagesysteme eines Unternehmens an verschiedenen Standorten, so lässt sich mit der Replikation auch eine disastertolerante Konfiguration aufbauen. Prinzipiell gibt es dabei verschiedene Techniken: Der Kunde muss zwischen der Spiegelung über den Server oder über das Speicher-Subsystem wählen. Die letztere Variante ist allerdings meist teurer und auch schwieriger zu handhaben, da der Server nicht »weiß«, dass gespiegelt wird.

Expertenmeinung von Robert Hasenstab, Network Appliance

Storage-Virtualisierung ist optimal, um die Speicherumgebung zum einen zu konsolidieren und effizienter zu gestalten und zum anderen für künftige Bedingungen auszulegen. Dabei reicht der Gestaltungsspielraum von virtuellen Volumes über Thin Provisioning bis zum Global Namespace. Laut Forrester Research nutzen bereits 20 Prozent der Unternehmen eine Form der Speichervirtualisierung. Im nächsten Jahr erwarten die Marktforscher, dass etwa die Hälfte aller größeren Firmen für ihre Speichersysteme eine Virtualisierungslösung einsetzen wird. IDC sieht das Gros der Umsätze künftig bei Beratung und Integration.

Expertenmeinung von Frank Herold, Quantum

Datensicherung, Compliance, Kostendruck – Unternehmen suchen mehr und mehr nach kostengünstigen Wegen für ein effizientes und sicheres Backup für immer mehr Daten. Basiert das Backup auf Disk, so bietet ihnen Daten-Deduplizierung einen Weg, ihre Ressourcen weit besser zu nutzen. Das Prinzip ist einfach: Doppelte Inhalte werden einfach im Backup durch einen Pointer ersetzt – und das nicht nur auf Datei-, sondern auf Blockebene innerhalb der Dateien und unabhängig von deren Format. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das Datenvolumen wird reduziert, ohne dass Daten verloren gehen.

Expertenmeinung von Frank Bunn, Symantec

Die Ansprüche an die Leistungsfähigkeit der Unternehmens-IT steigen. Allzu oft wird versucht, den Leistungshunger durch die Anschaffung von mehr und schnellerer Hardware zu befriedigen. Diese Strategie zieht Folgekosten nach sich. Die Leistungsfähigkeit der IT sollte aus verschiedenen Gründen nicht nur von der Anschaffung neuer Server und neuer Festplatten-Arrays abhängen. Stattdessen sollten vorhandene Ressourcen optimal genutzt werden. Software für Speicherverwaltung, Informationsmanagement und Applikationskontrolle kann dabei einen wichtigen Beitrag leisten und für Einsparungen sorgen.

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