Online-Umfrage zum Schwerpunkt Software Defined Storage - Wolfram Weber, Teil 3

Erst SDS, SDN und SDC ermöglichen ein intelligentes Hardware-Management

| Redakteur: Rainer Graefen

Wolfram Weber, Lead Solution Architect bei VMware Deutschland
Wolfram Weber, Lead Solution Architect bei VMware Deutschland (Foto: Vmware)

Die Zuordnung und die Skalierung von logischen Volumes aus Storage-Pools war früher die Aufgabe von Logical Volume Manager Software. Jetzt sollen auch Hypervisoren mit dieser Funktionsweise vertraut gemacht werden. Wolfram Weber erläutert diese Herausforderung aus der Sicht von Vmware.

Storage-Insider: Was ist Software Defined Storage?

Wolfram Weber: Software Defined Storage ist die Abstraktion der Speicher-Ressourcen. Ziel ist es, ein Pooling, Replikation und bedarfsgerechte Bereitstellung zu ermöglichen. Diese Abstraktionsebene ist die Basis für Automatisierung und die Definition von Richtlinien, die den Applikationen vom Storage bereitgestellt werden, wie: Verfügbarkeit, Leistungsklasse, Klonen, Snapshot, Backup und Kosten. Software Defined Storage ist neben Software Defined Networking und Rechner-Virtualisierung einer der drei Grundpfeiler des Software Defined Datacenter. Zusammen ermöglichen sie ein effektives und effizientes Management, schnelle Bereitstellung und Sicherheit.

Die Software-Steuerung gilt als nicht besonders leistungsfähig?

Wolfram Weber: Die Trennung von Steuerung und die Abstraktion des Storage ermöglichen neue, flexible und effiziente Lösungen für die Bereitstellung von Speichern für die darüber liegenden Dienste. Durch die Nutzung von Flash-Speichern können bei Durchsatz und Latenz zudem hochperformante Lösungen realisiert werden. Flash kann hier in verschiedenen Arten zum Beispiel als Cache zur Beschleunigung von Lese- und Schreibzugriffen benutzt werden.

Wird es SDS auch für Enterprise Speichersysteme wie die von EMC, Hitachi, IBM oder Oracle geben?

Wolfram Weber: Ja, für ein Unternehmen ist es wichtig, Storage-Ressourcen zu abstrahieren. Egal, ob sie lokal oder zentral bereitgestellt werden. Dadurch können unterschiedliche Leistung und Preis des Storage besser und gezielt mit den Anforderungen der Applikationen aus den Abteilungen und Geschäftsbereichen abgeglichen werden.

Was unterscheidet SDS von einem heterogenen Storage Pool?

Wolfram Weber: SDS geht im Gegensatz zu heterogenen Storage-Pools über die reine Poolbildung hinaus. Bei Storage-Pools werden den Applikationen technisch relevante Merkmale durch Platzierung in einem Pool zugewiesen. SDS kann über die Pools hinaus auch weiterführende Logik und Prozesse abbilden, sei es über Verfügbarkeiten, Backup oder Prioritäten.

SDS kann verschiedene Pools nutzen und weiter anreichern. Auf diese Weise können spezifische Attribute für Big Data und die intelligente Platzierung gemischter Workloads bei unterschiedlicher Performance und Verfügbarkeitsanforderungen realisiert werden. SDS-Lösungen wie beispielsweise Vsan von Vmware beschränken sich nicht nur auf das Rechenzentrum, sondern ermöglichen auch die kostengünstige Bereitstellung von Storage z.B. bei Außenstellen.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42368694 / Speicherhierarchie)