Quantum StorNext 6 verbessert Daten-Sharing durch besseren S3-Support

Globale Synchronisation und granulare Zugriffsrechte befördern Medienproduktion

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Rainer Graefen

Die Architektur von Quantum StorNext sieht nur auf den ersten Blick kompliziert aus.
Die Architektur von Quantum StorNext sieht nur auf den ersten Blick kompliziert aus. (Bild: Quantum)

Mit Version 6 seiner Daten-Management-Plattform StorNext verbessert Quantum die Unterstützung für Datensynchronisation zwischen mehreren Sites und das Teilen von Daten zwischen Teams, vor allem durch die enge Integration von verteilten Sites in der Public oder Private Cloud.

Durch die verbesserte Kombination aus Performance und Datenverwaltung soll die Version 6 der Scale-out Tiered-Storage-Lösung die Leistungsfähigkeit der Plattform erneut steigern. Dadurch will Quantum den Einsatzbereich, der bisher vor allem auf die Medien- und Entertainment-Branche fokussiert war, um die Branchen Genomik, Videoüberwachung, Öl & Gas, staatliche Sicherheit und akademische Forschung erweitern. Nach der Integration von Xcellis Workflow Storage: stehen den Quantum-Nutzern neue Funktionen zur Verfügung.

Das heißt, es geht um Big Data, also große, rasch anwachsende Datenmengen unterschiedlichster Formate. Neben den bewährten Speichermedien Festplatte, Flash und Tape nutzt StorNext verstärkt die Speicherkapazitäten, die Private und Public Clouds bereitstellen. Diese Erweiterung verbessert die Unterstützung geografisch verteilter Teams durch zwei neue Funktionen, FlexSync und FlexSpace.

Datensynchronisation mit FlexSync

FlexSync erlaubt die schnelle und flexible Synchronisation von Daten zwischen mehreren StorNext-Systemen. Automatisierungsprozesse sollen das Daten-Management vereinfachen. Die Funktion unterstützt die Replikationsszenarien One-to-one, One-to-many und Many-to-one und kann so konfiguriert werden, dass ein Einsatz auf unterschiedlichen Ebenen möglich ist: für bestimmte Dateien, bestimmte Ordner oder ganze Dateisysteme. Durch optimierte Metadatenüberwachung erkennt das Modul Änderungen sofort und überträgt diese auf andere Systeme.

Durch diesen Ansatz soll die Sperrung von Dateisystemen überflüssig werden, die nötig ist, Änderungen zu identifizieren. Das heißt im Endeffekt, dass die Dateisynchronisation nur noch Minuten oder Sekunden erfordert statt Stunden oder gar Tage. Mithilfe von benutzerdefinierten Policies lassen sich Kopien automatisch erzeugen und an mehrere Standorte verteilen. Die Multi-Site-Kopien stellen natürlich eine verbesserte Form der Datensicherung dar.

Daten-Sharing mit FlexSpace

Die zweite Neuerung ist die Funktion FlexSpace. Mit diesem Modul können sich mehrere global verteilte StorNext-Instanzen – und dadurch auch geographisch verteilte Teams – einen gemeinsamen Archivspeicher teilen und auf dasselbe Datenset zugreifen. Nutzer, die sich an unterschiedlichen Standorten befinden, können Daten gemeinsam zentral im gemeinsamen Archiv sichern.

Diese geteilten Archive können sich in der Public Cloud befinden, so etwa bei AWS S3, auf MS Azure und in der Google Cloud, oder in Private Cloud Speicher, der auf der auf Quantum Lattus Object Storage basiert oder mittels FlexTier Object Storage eines Drittanbieters wie NetApp StorageGRID, IBM Cleversafe und Scality RING integriert. Auch in FlexSpace lässt sich durch Policies die Verschiebung von Dateien vollautomatisch und benutzerdefiniert steuern.

Verbesserte Client-Funktionalität

Eine neue Quality of Service (QoS)-Funktion soll es Kunden ermöglichen, die Performance über alle StorNext-Client-Workstations hinweg abzugleichen und zu optimieren. Das ist auch auf Machine-by-Machine-Basis realisierbar. Indem ein Admin QoS nutzt, um die jeweilige Bandbreite für einzelne Workstations zuzuteilen, soll er dafür sorgen können, dass die Storage-Ressourcen im Hinblick auf die Unternehmensprioritäten optimiert und je nach Bedarf angepasst werden. Dazu zählt beispielsweise die Bereitstellung von mehr Bandweite für anspruchsvolle Anwendungen oder bei dringenden Projekten.

Client-Plattformen sollen künftig Archivverzeichnisse mit Offline-Dateien, deren Anzahl in die Hunderttausende oder sogar Millionen reichen kann, durchsuchen können, ohne das gesamte Verzeichnis laden zu müssen. Durch diese Funktion wird der Abrufprozess aus dem Archiv beschleunigt, sodass Nutzer einen schnelleren Dateizugriff haben.

Datei-Auditierung

Wie oben erwähnt, deckt StorNext zahlreiche Speichermedien und -Ressourcen ab, kann sie in einem Single Namespace verwalten und durch Tiering ihren TCO senken und den ROI optimieren. Für das Tuning der Datenhaltung stellt die Plattform mehrere Funktionen bereit, nun kann der Nutzer auch Dateikopien mit einem Ablaufdatum versehen. Kopien, die auf einer teuren Speicherebene vorgehalten werden, lassen sich so automatisch löschen. Das eröffnet neue Kapazitäten, etwa auf teureren Speichermedien.

Wird eine von mehreren Kopien einer Datei aus dem Speicher entfernt, können Nutzer mithilfe einer Abruffunktion die Reihenfolge des Abrufs (Retrieval) der verbleibenden Kopien vorschreiben. So soll gewährleistet werden, dass die Datei je nach geschäftlichen oder organisatorischen Anforderungen aus der passenden Speicherstufe abgerufen wird.

Für die Auditierung von Systemen im Hinblick auf Compliance ist eine weitere neue Funktion von Bedeutung. Der Nutzer kann nun auch Änderungen in Dateien über den gesamten Lebenszyklus hinweg nachverfolgen und Berichte erstellen, von wem eine Datei geändert wurde, wann die Änderungen vorgenommen wurden, was genau geändert wurde und ob eine Datei verschoben wurde bzw. wohin sie verschoben wurde. Neben der größeren Granularität bei der Verwaltung von Dateien und Einblicke in das Verhalten der Nutzer hilft die neue Audit-Funktion bei der Einhaltung von Compliance-Anforderungen.

In den USA sind hierbei besonders Kunden aus der TV- und Filmindustrie betroffen, die nach den Vorschriften der Zensurbehörde Motion Picture Association of America (MPAA) verfahren. In Deutschland entspricht diese Konformität der Freiwilligen Selbstkontrolle (FSK) gemäß den Vorgaben der Bundesjugendschutzbehörde, die Medien wie etwa DVDs mit einer Altersfreigabe versieht.

Nutzung von Online Stripe Groups

Seit über einem Jahr unterstützt die Unterhaltungsindustrie auch die 4K-Auflösung an, die etwa als UHD vermarktet und zunehmend auch im Streaming genutzt wird. Die Datenmengen sind um ein Vielfaches größer als bei bisheriger High Density Auflösung. Da StorNext 6 nun auch den Online-Zugriff auf Stripe Groups unterstützt, verfügen die Datenhaltungssysteme nun über zusätzliche Speicherkapazität in der Cloud, die über die vorhandenen Stripe Groups hinausgeht – ohne dabei offline gehen zu müssen und wichtige Workflows unterbrechen zu müssen.

Fokussierte Mac-Finder-Resultate

Eine weitere Neuerung betrifft vor allem Nutzer von Apple-Mac-Rechnern, wie sie in der Unterhaltungs- und Grafik-Design-Branche bevorzugt genutzt werden. Der StorNext Storage Manager kann Archive in einer IT-Umgebung mit Mac-Clients automatisieren, um so den langwierigen Abrufprozess bei archivierten Verzeichnissen zu beschleunigen, die mitunter sehr zahlreiche Offline-Dateien enthalten können.

Verfügbarkeit

StorNext 6 soll zusammen mit den Excellis- und StorNext-M-Angeboten sowie mit Artico-Archivierungs-Appliances im Frühsommer ausgeliefert werden. Für Nutzer von StorNext 5, die einen laufenden Supportvertrag haben, soll die neue Version 6 kostenlos sein.

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