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Definition Was ist Data Management /​ Datenmanagement?

| Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Stefan Luber / Dr. Jürgen Ehneß

Das Data Management ist eine Sammlung von Maßnahmen, Verfahren und Konzepten. Ziel ist die Bereitstellung von Daten für eine optimale Unterstützung der verschiedenen Prozesse in den Unternehmen. Zum Datenmanagement gehören Maßnahmen zur Sicherstellung der Datenqualität, -konsistenz und -sicherheit sowie das Data Lifecycle Management.

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Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
Die wichtigsten IT-Fachbegriffe verständlich erklärt.
(Bild: © aga7ta - Fotolia)

Data Management, im Deutschen „Datenmanagement“, bezeichnet die Gesamtheit aller technischen, konzeptionellen und organisatorischen Maßnahmen, Daten so zu erheben, zu speichern und bereitzustellen, dass sie die Unternehmensprozesse optimal unterstützen. Im Rahmen des Datenmanagements werden verschiedene Aspekte und Elemente der Datenerhebung, des Datenzugriffs und der Datenhaltung berücksichtigt.

Dazu gehören beispielsweise die Datenqualität, der Datenschutz, die Datenkonsistenz und das Data Lifecycle Management. Das Datenmanagement umfasst den kompletten Lebenszyklus der Daten von der Datenentstehung über die Datenerhebung bis zur Datenarchivierung oder -löschung.

Für ein effizientes Datenmanagement sind sämtliche Unternehmensbereiche zu berücksichtigen. Die für das Datenmanagement verantwortlichen Personen oder Abteilungen stellen Datenmanagementrichtlinien auf, implementieren Maßnahmen oder Verfahren und überwachen die Einhaltung der Vorgaben.

Wichtige Elemente des Datenmanagements

Für das Datenmanagement existieren verschiedene Konzepte und Ansätze. In allen Ansätzen finden sich immer gleiche Elemente, die es zu berücksichtigen gilt. Zu diesen Elementen zählen:

  • Data Lifecycle Management (DLM),
  • Datenqualität,
  • Datenschutz,
  • Datensicherheit,
  • Datenzugriff,
  • Data Governance.

Das Data Lifecycle Management kümmert sich um die Verwaltung der Daten über ihren kompletten Lebenszyklus hinweg. Über die gesamte Lebensdauer der Daten ist die Qualität sicherzustellen. Je nach Prozess und Aufgabe haben die Daten bestimmte Kriterien zu erfüllen. Maßnahmen des Datenschutzes verhindern, dass personenbezogene Daten missbräuchlich verwendet werden. Im Rahmen der Datensicherheit werden Vorkehrungen getroffen, die vor Datenverlust oder unerlaubtem Zugriff schützen. Dazu zählen Datensicherungen, Datenverschlüsselung oder die Zugriffsauthentifizierung.

Um den Zugriff auf die Daten für die verschiedenen Unternehmensbereiche und Prozesse zu ermöglichen, erfolgt die Bereitstellung über definierte Schnittstellen und Standards. Die Data Governance umfasst eine Sammlung von Regeln zur Nutzung und Speicherung der Daten im Unternehmen. Sie verbindet die Geschäftsstrategie mit der Datenstrategie.

Die Rolle des Big Data Managements

Die zunehmende Menge an zu verarbeitenden Daten stellt eine Herausforderung für die klassischen Ansätze des Datenmanagements dar. Sind große Datenmengen zu verwalten, ist sogenanntes Big Data Management erforderlich. Big Data Management verwaltet strukturierte und unstrukturierte Daten im Terabyte- und Petabyte-Bereich. Wesentliche Aufgabe ist es, Rohdaten so zu erfassen, aufzubereiten und zu speichern, dass sie als Grundlage für Business-Intelligence-Anwendungen und -Analysen nutzbar sind.

Vorteile durch das Datenmanagement

Unternehmen profitieren durch ein effektives Datenmanagement von folgenden Vorteilen:

  • Einhaltung der maßgeblichen Compliance-Vorgaben,
  • Schutz kritischer Informationen,
  • Sicherstellung des Datenschutzes und der Datensicherheit,
  • optimale Unterstützung der Unternehmensprozesse,
  • effiziente Verwaltung großer Datenmengen,
  • Optimierung der Hard- und Software-Ressourcen wie Speicherplatz und Rechenleistung,
  • schneller Zugriff auf Informationen.

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