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Backuplaufwerke immer wichtiger Häufig Datenverluste durch HDD-Crashes

| Autor / Redakteur: Isabelle Hübler / Nico Litzel

Eine aktuelle Umfrage beweist, dass Festplattendefekte nach wie vor die häufigste Ursache von Datenverlusten sind. Doch auch bei allen anderen Speicherarten ist der Schwund von Daten nicht auszuschließen. Vor allem für Unternehmen, aber auch für Privatleute, birgt das hohe Risiken.

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HDD-Defekte sind immer noch die häufigste Ursache für Datenverluste.
HDD-Defekte sind immer noch die häufigste Ursache für Datenverluste.
(Kroll Ontrack)

Kroll Ontrack, Experte für Datenrettung und E-Discovery, veröffentlichte unlängst die Ergebnisse einer Umfrage unter 1.066 Datenrettungskunden zum Thema Datenverlust. Dabei zeigte sich, dass in 72 Prozent der Fälle ein HDD-Crash für den Datenverlust verantwortlich war. Auf Platz zwei und drei der Speicherarten, die einen Datenschwund verursachten, lagen SSDs mit 15 Prozent sowie RAID und virtuelle Dienste mit 13 Prozent.

Häufige Festplattendefekte

Seit 2010 stieg die Zahl der Datenverluste durch technische Störungen um rund 44 Prozent. Vor allem Festplattendefekte sind bei Notebooks und Desktop-PCs sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Umfeld am häufigsten die Ursache für Datenschwund. Geräte mit SSDs, also beispielsweise Tablets oder Ultrabooks, sorgen bei zehn Prozent der Unternehmen und 18 Prozent der Privatanwender für den Verlust von Daten.

Vorsorge treffen

„Datenspeicher können beschädigt werden, egal welcher Art sie sind. Es ist nur die Frage, wann es zu einem Defekt kommt. Diese Erkenntnis ist in Verbindung mit der Tatsache, dass HDD-Festplatten immer noch die am häufigsten eingesetzten Massenspeicher sind, die Ursache dafür, dass HDD-Crashes die Hauptursache für Datenverluste sind“, erklärt Holger Engelland von Kroll Ontrack Deutschland. Um dies zu vermeiden, sei es wichtig, regelmäßig seinen Computer zu defragmentieren, die Laufwerkskapazität zu überprüfen, Antiviren- und Festplatten-Monitoring-Software sowie funktionierende Backup- und Austauschlaufwerke zu nutzen. Unternehmen sollten laut Engelland einen Notfallplan haben, der stets auf dem Laufenden gehalten wird. Ansonsten sind unschöne Folgen absehbar: Laut der Studie hat der letzte Datenverlust bei 27 Prozent der Befragten einen Unternehmensprozess gestört, wie beispielsweise einen Geschäftsabschluss verhindert.

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