Ultrastar He6

HGST liefert Helium-Festplatte mit sechs Terabyte aus

| Redakteur: Nico Litzel

Die 3,5-Zoll-Festplatte Ultrastar He6 stellt dank Heliumfüllung sechs Terabyte Kapazität zur Verfügung.
Die 3,5-Zoll-Festplatte Ultrastar He6 stellt dank Heliumfüllung sechs Terabyte Kapazität zur Verfügung. (Bild: HGST)

Western-Digital-Tochter HGST erweitert mit der Ultrastar He6 das Angebot um eine 3,5-Zoll-Festplatte mit SAS-SATA-Schnittstelle, die 7.200 Umdrehungen leistet und dank Heliumfüllung sechs Terabyte Kapazität auf sieben Platten bereitstellt.

Die konventionelle Festplattentechnik stößt derzeit an Grenzen. Auf der einen Seite lässt sich die Speicherdichte pro Scheibe mit konventionellen Mitteln kaum noch weiter steigern. Auf der anderen Seite können die Hersteller auch nicht einfach die Anzahl der Platten pro Laufwerk beliebig erhöhen, da der Luftwiderstand zu stark wird und die Scheiben zu vibrieren beginnen. Fünf Platten gelten derzeit als Maximum.

Helium statt Luft

Dieses Problem umgeht HGST mit der Ultrastar He6, der ersten heliumgefüllten Festplatte. Helium ist nur ein Siebtel so dicht wie Luft. Daraus folgt allerdings auch, dass das Edelgas extrem flüchtig ist. Mit dem eigenentwickelten Verfahren „HeliumSeal“, zu dessen Details sich HGST ausschweigt, ist es dem Unternehmen nun gelungen, Helium dauerhaft in einem Festplattengehäuse zu speichern. Dadurch kann der Festplattenhersteller sieben Scheiben in einem 3,5-Zoll-Gehäuse unterbringen und so Rechenzentren eine Sechs-Terabyte-Disk anbieten.

Helium ist allerdings keine unendliche Ressource. „HGST hat langfristige Lieferverträge geschlossen“, beruhigt Uwe Kemmer, Principal Engineer bei HGST, im Gespräch mit Storage-Insider. Zudem werde in einer Helium-Festplatte weniger Helium verwendet, als in einem Geburtstagsballon sei. „Insgesamt brauchen wir weniger als ein Prozent des Weltjahresbedarfs an Helium“, so Kemmer weiter.

Kühler, leiser und effizienter

Neben der höheren Kapazität weise die Ultrastar He6 im Vergleich zu einer konventionellen Vier-Terabyte-Disk eine Reihe von weiteren Vorteilen auf, etwa einen 23 Prozent geringeren Stromverbrauch. Zudem sei die He6 im Betrieb leiser und um etwa vier Grad kühler, sodass Rechenzentren weniger Strom für die Kühlung aufwenden müssten.

Daneben könnten die hermetisch dichten Festplatten flüssigkeitsgekühlten Systemen zum Durchbruch verhelfen, deutet Kemmer an. HGST arbeitet hier mit Herstellern wie Huawei und Green Revolution Computing zusammen.

Ausgewählte Unternehmen und Forschungseinrichtungen, darunter HP, Netflix, Huawei Unified Storage, das CERN, Green Revolution Cooling und Code42, sowie „einige der weltgrößten Social-Media- und Suchunternehmen“, testen die Helium-Disk bereits. Darüber hinaus ist die He6 nach Auskunft von HGST ab sofort auch allgemein verfügbar. Zum Preis macht das Unternehmen keine Angaben.

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