Vermeidung von Ausfallzeiten

„Höchstmögliche Verfügbarkeit bei geringerer Komplexität“

| Redakteur: Dr. Jürgen Ehneß

Eine alternative Lösung fürs Rechenzentrum: asynchrone Replikation und CDP von Zerto.
Eine alternative Lösung fürs Rechenzentrum: asynchrone Replikation und CDP von Zerto. (Bild: © Eisenhans - stock.adobe.com)

Eine Entfernung von 200 Kilometern zwischen zwei Rechenzentren bei nur einem Standort? Für die Hallite GmbH aus Hamburg lautet die Lösung dieses Problems: asynchrone Replikation und CDP aus dem Hause Zerto. Partner beim Aufbau war das in Hamburg ansässige Systemhaus itiso.

Die Hallite GmbH stellt Dichtungslösungen für die Fluidtechnik bereit und betreibt zwei sich Redundanz gebende Rechenzentren auf ihrem Betriebsgelände in Hamburg. Zwar liegen diese in unterschiedlichen Feuerzonen, sie sind jedoch keinesfalls die vom BSI jüngst geforderte Entfernung von 200 Kilometern voneinander entfernt. Seit vergangenem Jahr setzt die IT von Hallite jedoch auf asynchrone Replikation und CDP von Zerto – und hat ihren synchronen Spiegel bereits aufgelöst.

Mit dieser Strategie will sich Hallite sowohl für eine Migration in die Cloud als auch in ein anderes, weiter entferntes Rechenzentrum wappnen. So kann das Unternehmen etwa seine geschützten Workloads einfach per Mausklick in ein anderes Rechenzentrum verschieben. Und dank der asynchronen Replikation ist auch eine weitere Entfernung irrelevant.

Vereinfachung der BC/DR-Strategie

Hallite ist einer der weltweit führenden Hersteller von Hochleistungsdichtungen und Dichtungslösungen für die Fluidtechnik. Die in Hamburg ansässige Abteilung beschäftigt 50 Mitarbeiter und betreibt alle IT-Systeme in einem eigenen lokalen Rechenzentrum, obwohl das Unternehmen zur französischen Michelin-Gruppe gehört. Um das Geschäft und die Systeme aufrecht zu erhalten, ist es für Hallite entscheidend, dass es seine IT-Resilienz-Strategie dem Unternehmen ermöglicht, Ausfallzeiten zu vermeiden – einschließlich logischer Fehler, die in der Vergangenheit ein Problem waren.

Hallite betreibt die meisten seiner IT-Dienste von circa 30 VMs selbst in seinem eigenen lokalen Rechenzentrum, das vollständig unter Hyper-V virtualisiert ist. Das System basierte früher auf zwei Clustern, die in zwei getrennten Feuerzonen verteilt waren und aus Servern und entsprechendem Speicher bestanden. Auf der Softwareseite hatte Hallite eine traditionelle BC/DR-Lösung im Einsatz, die auf regelmäßige Backups und Snapshots aufbaute.

Das bestehende Set-up erwies sich in der Vergangenheit als problematisch und führte mehrfach zu unerwarteten Ausfallzeiten. Markus Bach, IT Director bei Hallite, erklärt die regelmäßigen Probleme: „Das Set-up mit dem Stretched-Cluster, gepaart mit Backup und Snapshots, ließ uns mehrmals im Stich. Zweimal waren unsere Systeme aufgrund von logischen Fehlern, verursacht durch Softwareprobleme, ausgefallen. Einmal hat unsere Backup-Lösung nicht mehr richtig funktioniert und alte Snapshots nicht mehr gelöscht. Innerhalb einer Woche war unser gesamter Datenspeicher voll, was das gesamte System zum Stillstand brachte. In einem anderen Fall startete der Hyper-V-Cluster nach einem Update nicht mehr, und wir mussten das gesamte System stoppen, um es zu reparieren.“

Alternative Lösung

Da Speicher und Server kurz vor dem Ende ihres Abschreibungszyklus standen, entschied sich Bach für eine alternative Lösung, welche die Widerstandsfähigkeit seiner IT gegen alle möglichen Risiken, einschließlich logischer Fehler, erhöhen sollte. Er kontaktierte mehrere spezialisierte Lösungsanbieter, darunter itiso, einen IT-Infrastrukturspezialisten mit Sitz in Hamburg.

Mukesh Unadcath, General Manager bei itiso, erläutert: „Das Problem bei Hallite ist symptomatisch für unsere Zeit. Klassische BC/DR-Lösungen können die unterschiedlichen Anforderungen an zeitgemäße virtualisierte Infrastrukturen einfach nicht mehr erfüllen. Um das Problem mit regelmäßigen Ausfallzeiten kritischer Systeme zu lösen, wählten wir einen anderen und moderneren Ansatz: Die IT-Resilienz-Plattform von Zerto erhöht nicht nur die Verfügbarkeit von IT-Systemen, sondern garantiert gleichzeitig eine höchstmögliche Verfügbarkeit bei geringerer Komplexität. Durch die Implementierung der IT-Resilience-Platform konnte Hallite das gesamte System seines synchronen Spiegels auflösen und gleichzeitig das Speichersystem vereinfachen.“

Gemeinsames Team

Überzeugt von den Vorteilen, entschied sich Hallite, das bestehende BC/DR-Setup durch Zerto zu ersetzen und auch den komplexen und teuren Synchronen Spiegel auflösen zu lassen. Der Aufbau unter der Leitung eines gemeinsamen Teams von itiso und Zerto verlief schnell und problemlos.

Seitdem freut sich Markus Bach, dass seine Mission, die Verfügbarkeit seiner IT-Services zu erhöhen, erfolgreich war: „Das Problem der Ausfallzeiten durch logische Fehler wurden durch die Implementierung von Zerto beseitigt. Gleichzeitig ist es für mich sehr einfach, VMs in einer Testumgebung zu starten und Änderungen zu testen, bevor sie in den Betrieb gehen – ohne Ausfallzeiten. Und den komplexen synchronen Spiegel auflösen zu können, war dann das Tüpfelchen auf dem i.“

Bislang hat Hallite weder Dienste noch Daten in eine Cloud-Umgebung verschoben. Da Zerto jedoch die Mobilität von Anwendungen und Daten in jede Art von Cloud-Repository mit nur einem Mausklick ermöglicht und garantiert, dass es zu keinen Ausfallzeiten kommt, soll auch ein zukünftiger Wechsel in die Cloud kein Problem darstellen: „Ich bin sicher, dass wir die Cloud früher oder später nutzen werden. Da ich Zerto habe, mache ich mir um eine zukünftige Cloud-Migration überhaupt keine Sorgen. Die wäre jetzt ein Kinderspiel.“

Seit der Aktualisierung der veralteten BC/DR-Strategie nutzt Hallite nun die erweiterten Funktionen der Zerto-IT-Resilience-Platform, einschließlich erhöhter Betriebszeit, einfacherer DR-Tests und einer wesentlich einfacheren Verwaltung der Anstrengungen, die Betriebszeit für ihre kritischen Workloads zu gewährleisten.

Kommentare werden geladen....

Was meinen Sie zu diesem Thema?

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de/ (ID: 45775916 / Allgemein)