Data-Protection, Analytics, Adoption-Framework HPE erweitert GreenLake-Plattform

Autor / Redakteur: Michael Matzer / Dr. Jürgen Ehneß

Hewlett Packard Enterprise hat innerhalb seiner Cloud-Plattform GreenLake drei neue Services vorgestellt: Analytik, Datensicherheit und ein Adoption-Framework, das neue Services umfasst. Die neuen Services sollen zum Jahresende beziehungsweise Anfang kommenden Jahres verfügbar werden.

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IDC schätzt den in diesem Jahr weltweit durch Ransomware entstandenen Schaden auf 20 Milliarden US-Dollar – Grund genug für HPE, um entsprechende Backup/Restore- und DR-Services in GreenLake zu integrieren.
IDC schätzt den in diesem Jahr weltweit durch Ransomware entstandenen Schaden auf 20 Milliarden US-Dollar – Grund genug für HPE, um entsprechende Backup/Restore- und DR-Services in GreenLake zu integrieren.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Die GreenLake-Plattform von Hewlett Packard Enterprise werde bereits bei 1.200 Kunden eingesetzt, ließ Vishal Lall, der General Manager für die GreenLake Cloud Services, verlauten. Der bekannteste Kunde dürfte seit kurzem die National Security Agency (NSA) sein, denn Microsoft hatte gegen diesen Deal Einspruch erhoben. „Der gesamte GreenLake-Vertragswert beträgt inzwischen 5,2 Milliarden USD“, freut sich Lall. Da sich auch die Abo-Erneuerungsquote positiv entwickelt, besteht offenbar eine hohe Nachfrage nach Cloud-to-Edge-Plattformen wie GreenLake.

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Dieses Jahr hat HPE seine Datenanalyseplattform HPE Ezmeral vorgestellt. Diese bildet die Grundlage für den ersten der neuen Services, nämlich für HPE Ezmeral Unified Analytics. Diese Cloud-native Lösung bringt die Kubernetes-basierten Analysefunktionen von Apache Spark in die Cloud sowie die Data-Warehouse-Funktionen von Databricks DeltaLake in das firmeneigene Rechenzentrum (On-Premises).

Mithilfe des Nvidia-Beschleunigers RAPIDS für Spark und Ezmeral soll die Leistung für Sparks Datenaufbereitung, Modelltraining und Visualisierung um den Faktor 29 im Vergleich zu RAPIDS-losen Systemen beschleunigt worden sein. Mit dieser Performance will HPE Data Scientists und Technikern ermöglichen, Analyselösungen schneller in die Produktion zu bringen.

Eine Einbindung von Nvidia-GPUs mit dem Leistungsmerkmal Multi-Instance GPU (MIG) soll die gleichzeitige Ausführung von bis zu sieben Modelltrainingsalgorithmen oder Benchmarks pro GPU erlauben. Durch die Einbindung der ML-Werkzeuge Databricks ML Flow, Kubeflow und Airflow könne der Kunde seine Erstellung von KI-Modellen effizient und kollaborativ gestalten.

Ezmeral Data Fabric Object Store

Durch den föderativen Ansatz dieses Data Fabric sind keine Datenmigrationen in die Public Cloud nötig, die sehr aufwändig wären: Files, Streaming, Datenbanken – und Objektdatentypen. Nichtsdestotrotz bindet der neue Data Fabric Object Store, der auf Kubernetes und Bare Metal aufsetzen kann, auch nativ AWS S3 über dessen API ein. Selbstredend ist der Object Store eng mit der gekoppelten Storage-Infrastruktur verbunden, so dass sich schützende Zugriffsrechte und automatisches Tiering realisieren lassen. Schließlich soll die Performance auch kostengünstig zu erzielen sein. Um den Object Store zu skalieren, brauche man nur weitere Nodes hinzufügen.

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Backup in der Praxis

Bereits 37 ISV-Partner unterstützen die Kunden durch ihre Angebote im Ezmeral-Marktplatz. Neu hinzugekommen seien Nvidia (Akzeleratoren), Confluent (Apache Kafka) und PepperData. Ezmeral Unified Analytics soll bereits im November verfügbar werden, der Object Store Anfang kommenden Jahres.

Antonio Neri, der CEO von HPE, hat einen guten Grund, stark in Analysefunktionen zu investieren: „Der Markt für Big Data und Analytics Software wird laut IDC bis 2023 auf ein Volumen von 110 Milliarden USD wachsen – und sei reif für die Disruption.“

GreenLake Data Protection

Auch der Markt für Data-Protection-as-a-Service erscheint HPE wachstumsstark genug, um dort einzusteigen. Die in GreenLake integrierten Services umfassen einen neuen HPE-Backup- und -Wiederherstellungsdienst für VMs in Hybrid-Clouds sowie einen Disaster-Recovery-Service, der auf dem Produkt des angekauften Unternehmens Zerto basiert. Mit letzterem sollen Kunden in der Lage sein, sich binnen Minuten von einer Ransomware-Attacke zu erholen. „Jüngste Vorhersagen von IDC prophezeien einen Ransomware-Schaden von 20 Mrd. pro Jahr und eine Attacke alle elf Sekunden“, schreibt Tom Black, General Manager für HPE Storage. Das neue Data-Protection-Paket lasse sich On-Premises, in der Hybrid-Cloud und in Multi-Cloud-Umgebungen einsetzen.

Das Cloud-to-Edge-Adoption-Framework

Wie kann ein Kunde sein optimal geeignetes Cloud-Betriebsmodell finden und erreichen? Diese Frage will das neue HPE Edge-to-Cloud-Adoption-Framework beantworten. Es umfasst Methodologien und Werkzeuge für diverse wesentliche Bereiche eines Cloud-Betriebsmodells: acht Domänen wie etwa Strategie, Governance, Innovation und so weiter (siehe Bildergalerie).

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Zwei Werkzeuge machen den Anfang in diesem Baukasten. HPE InfoSight ist ein AIOps-Werkzeug für die Infrastruktur, die mit GreenLake eingesetzt wird. AIOps bedeutet, dass die Steuerungsfunktionen von laufend trainierten KI-Modellen unterstützt werden, so dass Workloads und Applikationen individuellen Support erfahren. InfoSight App Insights beobachtet als Neuzugang in diesem Baukasten Anomalien, erteilt vorschreibende Empfehlungen und hält die Applikations-Workloads unterbrechungsfrei.

CloudPhysics ist das zweite neue Werkzeug im Adoption-Framework. Es handelt sich um eine SaaS-Lösung, mit der Kunden besser informierte IT-Entscheidungen vom Edge bis zur Cloud treffen können sollen. Dazu gehört natürlich auch die Beschaffung. Die datengestützte Lösung soll es beispielsweise erlauben, eine Cloud-Migration zu simulieren, die Platzierung einer Workload zu optimieren und die Infrastruktur mit der richtigen Größe zu versorgen.

Heikler ist der zweite Aspekt des Tools: Es gewährt HPE-Partnern Einblick in die IT-Umgebung des Kunden, was es ihnen erlauben soll, maßgeschneiderte Lösungen zu erstellen und zu supporten. Die Idee dahinter: Mit CloudPhysics gewinnen Kunden und Partner gemeinsam einen datengestützten Ansatz, von dem aus der Übergang (das Onboarding) zu HPE GreenLake gelingen soll.

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