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Die schwierige Storage Virtualisierung auf allen Ebenen in Kombination mit SSDs

Hyper-V mag JBODs lieber als LUNs und Storage Tiering ist nicht der Hit

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Wer die volle Kontrolle über alle Parameter sucht, der sollte Powershell-Befehle verwenden.

Auch VMware kann cachen: Mit der Version 5.5 von vSphere lässt sich ein Flash-Read-Cache („vFRC“ früher „vFlash“) einrichten. Hier wird lokaler Flash-Speicher zum einen für die Beschleunigung von I/O-Zugriffen der virtuellen Maschinen verwendet. Zum anderen können die Swap-Dateien des Hosts dort abgelegt werden.

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Will man die Überprovisionierung des Hauptspeichers nutzen, muss man dem Server genügend Speicher zur Verfügung stellen, damit der gesamte RAM auch abgebildet werden kann. Dazu nutzt der ESX-Server Swap-Dateien – der „Airbag des RAM“.

Werden diese auf Flash-Speicher gelegt, wird der „Airbag beschleunigt“. Wer mehr Performance und etwa auch Lesezugriffe von einem externen Block-basierenden Storage benötigt, sollte VMwares „Virsto“-Architektur ins Auge fassen. Die kalifornische Virsto Software wurde in diesem Frühjahr von VMware übernommen.

Shared Storage per Datenfreigabe für Hypervisoren

Für den Fall, dass SSD-Speicher fehlertolerant zur Verfügung gestellt werden soll, hat Microsofts Windows Server 2012 R2 eine Lösung parat: den Cluster-in-a-Box. Dabei handelt es sich um ein System, bei dem in einem Chassis alles fehlertolerant ausgelegt ist: Zwei oder mehr Compute-Knoten greifen über eine gemeinsam genutzte SAS-Backplane – auch fehlertolerant in zwei Hälften implementiert – auf ein JBOD-Array zu. So lässt sich mit dem Windows-Cluster-Dienst ein Scale-out-Fileserver einrichten, der über die Storage Spaces schnellen Speicher für virtuelle Maschinen bereitstellen kann.

Verbesserungen im SMB-Protokoll erlauben dem Hypervisor den effizienten Zugriff auf den Speicher per Datenfreigabe, wodurch virtuelle Maschinen sehr einfach im laufenden Betrieb verschoben werden können. Bei Michael Korp von Microsoft klingt das so: „Ein JBOD-Array mit SSDs beschleunigen, den Storage Space darüber legen und dem Failover-Cluster übergeben. So erhält man eine fehlertolerante Lösung mit hohem Durchsatz ohne den bisher notwendigen Aufwand, wie er in komplexen und teuren SAN-Lösungen notwendig ist, die aber natürlich trotzdem voll unterstützt werden.“

Erste Schritte zum virtuellen SAN

Im Beta-Stadium befindet sich VMwares V-SAN, die Lösung des Herstellers für ein virtuelles Speichernetz. Dabei werden die lokalen Festplatten mehrerer Hypervisor-Maschinen zu einem zentralen Speicher gebündelt. Die Konfiguration sieht mindestens drei Server vor, die auf internen Storage in Form von SSDs und herkömmlichen Festplatten zugreifen können.

„Durch die geschickte Kombination von SSDs und herkömmlichen Festplatten erhält Vsphere Cluster einen schnellen und kostengünstigen zentralen Speicher, zusammengestellt aus zwei Storage Tiers lokaler ESX-Server, die bereits schon einen Pool von RAM und CPU-Ressourcen bereitstellen“, beschreibt VMwares Solution Architect Weber das neue Angebot.

Flashkarten und SSD-Laufwerke beschleunigen auch hier die Lesezugriffe. „Damit lassen sich für Testumgebungen, virtuelle Desktops oder Big-Data-Projekte kostengünstig schnelle Speicher aufbauen“, so Weber. Auch dicht gepackte Blade-Konfigurationen, die keinen Platz mehr für weitere Festplatten bieten, sollen vom neuen Angebot profitieren. Außerdem wirbt VMware damit, dass die Administration sehr einfach sei, denn – so Weber – „sie basiert auf dem Standardkonzept von VMware Vcenter.“ Ziel aller Bemühungen sei es, den Applikationen zu schnelleren Antwortzeiten zu verhelfen.

Fazit

Hypervisoren übernehmen Zug um Zug das Ruder auch bei der Speichervirtualisierung. Bei Microsoft geht es derzeit vor allem darum, „mit den Storage Spaces die Möglichkeit zu bieten, die teuren SSDs zu den langsamen Platten-Arrays hinzuzufügen und so eine erhebliche Beschleunigung zu erzielen, das hilft auch bei jeder Virtualisierung“, fasst Korp zusammen. VMware schickt sich an, auch das Speichernetzwerk zu orchestrieren.

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