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Kein Datenträger hält ewig Imation gibt Auskunft über Lebensdauer von Speichermedien

| Redakteur: Katrin Hofmann

Es gibt zahlreiche Faktoren, die wesentlichen Einfluss auf die Haltbarkeit von Datenträgern haben. George Purrio zufolge, Leiter des europäischen Technologiezentrums des Speicherherstellers Imation, zählen dazu unter anderem die Umgebungsbedingungen. Je nachdem, wie gut oder schlecht die Lagerung erfolgt, können geschäftskritische Daten abhängig vom Trägermedium etwa drei bis 100 Jahre ohne Informationsverluste abgespeichert werden.

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George Purrio von Imation weiß, wie die Haltbarkeit von Storage-Equipment optimiert werden kann.
George Purrio von Imation weiß, wie die Haltbarkeit von Storage-Equipment optimiert werden kann.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Herstellungsqualität, die Umgebungsbedingungen und der Umgang mit Datenspeichern haben laut George Purrio, Leiter des europäischen Informationszentrums von Imation, entscheidenden Einfluss darauf, wie lange Festplatten, Speicherkarten, USB-Sticks, Tapes oder optische Datenträger tatsächlich halten. Fertigungsverfahren und verwendete Materialien seien dabei entscheidend. Purrio rät, Markenprodukte zu bevorzugen: „Markenhersteller setzen sehr umfangreiche Test- und Prüfverfahren ein, um die konsistent höchste Qualität sicherzustellen.” Häufig auftretende Mängel, wie die Delaminierung der Reflektorfläche oder falsche Aufzeichnungen, würden fast immer auf Unzulänglichkeiten bei der Fertigung hinweisen.

Bezüglich der Lagerung bezeichnet er die Feuchtigkeit und Temperatur als kritische Einflussvariablen: „Grundsätzlich kann man für lange Archivierungszeiten aller Technologien eine saubere, kühle und trockene Umgebung von etwa 15 bis 20 Grad Celsius bei 20 bis 30 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit empfehlen.”

Die häufigsten Fehler machten jedoch die Anwender selbst im täglichen Umgang mit dem Speicher-Equipment. Dies fange mit dem Einsatz im Laufwerk an, das oft nicht dem letzten Stand der Technik entspreche. Regelmäßige Updates der Laufwerke seien aber unerlässlich, um die Aufzeichnungen zuverlässig auf die Datenmedien abzustimmen. Daneben gehöre unbedingt die Verifikation der Informationsverfügbarkeit nach der Aufzeichnung zum unerlässlichen Prozedere. Purrio: „Oft wird dieser Schritt mangels Zeit vernachlässigt. Daten können aber nur nach langer Zeit gelesen werden, wenn sie vorher auch vernünftig aufgezeichnet wurden.”

Werden diese grundlegenden Regeln eingehalten und CDs nicht auf dem Pkw-Beifahrersitz durch die Gegend geschaukelt, haben Datenträger, wie Purrio erlebt hat, oft eine wesentlich längere Lebensdauer als durchschnittlich üblich. Disketten aus den 70er-Jahren seien dann auch heute noch zuverlässig lesbar, trotz einer durchschnittlichen Verfallszeit von etwa 18 Jahren (laut Imation). Am langlebigsten sind demnach Read-Only-Memory-Datenträger (ROM), die bis zu hundert Jahre unbeschadet überstehen sollen, während beispielsweise wiederbeschreibbare Blu-ray-Medien nach Angaben des Datenspeicher-Produzenten eine vergleichsweise kurze Lebensdauer von bis zu zehn Jahren aufweisen.

(ID:2011548)